Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten, 7. 5. 2008

Wie gefiel euch eine Vorstellung und was würdet ihr kritisieren?

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Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten, 7. 5. 2008

Beitragvon Elphaba » 13.05.2008, 02:16:32

Dieses Stück ist kein Musical, sondern ein Theaterstück mit Klaviereinlagen. Ich dachte mir, ich poste den Bericht dennoch hier, da es sich bei dem Hauptdarsteller (und gleichzeitig auch dem einzigen Darsteller des Stückes) eben um einen Musical-Star (wie er hier in allen Zeitungskritiken betitelt wurde) handelt. ;)


Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten,

7.5.2008, Hamburger Kammerspiele, 20.00 Uhr


Besetzung:

Erzähler (Tom Tooney): Thomas Borchert


Schon eine Woche vor der Premiere konnte man in der Zeitung lesen: Mit diesem Stück erfüllt sich Thomas Borchert einen lang gehegten Traum. Und so war es wohl auch. Das Einpersonen-Stück ist wirklich wunderschön und muss für einen Pianisten und Schauspieler wirklich ein Traum sein. Und genau da lag aber meiner Meinung nach auch das Problem von Thomas Borchert.
Aber mal der Reihe nach:
Ich hatte mich richtig gefreut, dass dieses Stück ausgerechnet in „unserem“ kleinen Theater Premiere feiern sollte (nicht nur, weil wir als Mitarbeiter je zwei Freikarten haben konnten – die Geschichte mit der „Jugendliebe“ habe ich ja schon mal irgendwo erwähnt…:lol: ) und so hatte ich mir schon lange im Voraus Karten gesichert, da ich mir dachte, dass diese, bei der großen Fangemeinde von Thomas Borchert doch schnell weg sein würden. Dem war aber wohl nicht so, denn so voll war es gar nicht. Vor der Vorstellung habe ich mich noch zu den anderen „Hintergrund-Leuten“ in den Aufenthaltsraum gesetzt und die erzählten mir, dass auch die gestrige Vorstellung nur halb voll war. Naja, aber ich schweife ab. Thomas habe ich vor der Vorstellung hinter der Bühne leider nicht mehr gesehen. Er war wohl bis ganz zum Schluss noch in seiner Garderobe um sich zu konzentrieren. Was ja verständlich ist, wenn man ein 1 ¾ Stunden Stück ganz alleine bewältigen muss. Gespannt nahmen meine Mutter und ich also unsere Plätze ein: Super Sicht, Rang erste Reihe.
Das Bühnenbild (einen Vorhang gab es nicht), war recht schlicht gehalten: Vor einem weißen Hintergrundprospekt, der während der Vorstellung in verschiedenen, teils schillernden Blautönen und manchmal auch in rot passend angeleuchtet wurde, befand sich eine etwas erhöht stehende Reling mit drei kugelförmigen Laternen, die auch manchmal beleuchtet wurden. Hinauf zu dieser erhöhten Ebene führte eine art Steg. Unten, in der Mitte der Bühne, stand ein schwarzer Konzertflügel (mit den Tasten zum Publikum). Das ist jetzt alles etwas schwer zu beschreiben. :oops: Ich versuche mal, ein Szenenbild hier zu posten, damit ihr eine bessere Vorstellung habt:

Novecento - Bühnenbild

Insgesamt fand ich das Bühnenbild sehr schön einfach und passend.
Es wurde dunkel, Thomas betrat die Bühne und setzte sich mit dem Rücken zum Publikum an den Flügel. Er begann zu spielen und die Bühne wurde hell. Nachdem er eine Weile gespielt hatte, drehte er sich lächeld zum Publikum um und begann seine Geschichte zu erzählen: Thomas spielte den Trompeter Tom Tooney (oder so ähnlich), der die Geschichte seines besten Freundes Novecento, den er während seiner Tätigkeit als Schiffs-Musiker im Erste-Klasse-Salon kennengelernt hatte. Danny Boodman T.D. Lemon Novecento, wie er mit vollem Namen hieß, war auf dem Schiff geboren worden und hatte es seit dem (als sie sich kennenlernten waren über 20 Jahre) nicht verlassen. Seine Eltern, arme Einwanderer, hatten ihn in einem Pappkarton mit der Aufschrift „T.D. Lemon“ und dem Bild einer Zitrone daneben, auf dem Deckel des Flügels im Salon der ersten Klasse zurückgelassen, in der Hoffnung, jemand würde ihn aufnehmen und er würde es einmal besser haben als sie. Der farbige Maschinenarbeiter Danny Boodman fand ihn schließlich und zog ihn auf. Da er ihn am Anfang des 20. Jahrhunderts gefunden hatte, nannte Danny den kleinen eben Danny Boodman T.D Lemon Novecento. Als der Junge acht Jahre alt war, fand man ihn eines Nachts im Salon am Klavier sitzen und wunderbar spielen. Danny, der Maschinenarbeiter starb kurz darauf bei einem Unfall. Novecento blieb trotzdem auf dem Schiff, immer wenn jemand versuchte, ihn von Bord zu bewegen, denn er war ja noch nirgendwo gemeldet, für die Außenwelt existierte er praktisch gar nicht, und „so ginge das ja nicht weiter!“, verschwand er spurlos und tauchte erst wieder auf, als das Schiff wieder auf hoher See war. So wuchs er heran und wurde zum Bord-Pianisten. Dem „besten Pianisten der Welt“ wie Tom behauptete.
Tom erzählt noch manche Geschichten aus Novecentos und seiner gemeinsamen Zeit. Zwischendrin setzt er sich immer wieder ans Klavier und spielt. Später habe ich gelesen, dass das alles Improvisationen von Thomas Borchert waren, die jeden Abend immer ein bisschen anders sein können. Die klangen aber toll! Thomas ist wirklich ein verdammt guter Pianist muss ich sagen! Im Laufe des Stückes bewegt er viermal den Flügel und dreht ihn nach und nach einmal im Uhrzeigersinn herum, sodass er am Ende wieder seine Ausgangsposition erreicht hat. Diese Idee fand ich auch sehr schön, weil das Stück dadurch gleich verschiedene Perspektiven bekam und es nicht immer alles statisch stehen blieb.
Das Stück endet damit, dass Tom erzählt, wie er nach einigen Jahren das Schiff, auf dem sich die beiden kennengelernt hatten, wiedersah (er war schon vor einigen Jahren von Bord gegangen und er und Novecento hatten sich seitdem nicht gesehen). Das Schiff war im zweiten Weltkrieg als schwimmendes Lazarett eingesetzt worden und nun so ramponiert, dass es nicht mehr zu retten war. Man hatte es mit Dynamit beladen und wollte es auf dem Meer versenken. Alle hatten das Schiff verlassen. Bis auf einen. Tom ging noch einmal auf das Schiff und versuchte seinen Freund dazu zu bringen auch von Bord zu gehen. Doch Novecento ließ sich nicht dazu bewegen und so verabschiedeten sich die beiden für immer.

Das Stück wird auf mehreren Ebenen erzählt. Einmal die direkt erlebten Szenen der beiden Freunde, oder des kleinen Novecento, dann aber gab es auch stellen, an denen sehr philosophisch und nachdenklich über das Leben auf einem Schiff und das Leben an sich, oder auch über das besondere Verhältnis von Novecento zur Musik gesprochen wurde.
Diese verschiedenen Ebenen konnte Thomas Borchert auch wirklich sehr gut darstellerisch voneinander trennen. Hier möchte ich auch mal den guten Björn („Burna“) von der Lichttechnik erwähnen, der zusammen mit dem Regisseur wunderbare Lichtstimmungen geschaffen hat, die die einzelnen Ebenen der Erzählung noch zusätzlich sehr passend untermalten.
Besonders gut gefiel mir, wie Thomas in die verschiedenen Rollen schlüpfen und die einzelnen Figuren der Geschichte lebendig werden lassen konnte: Den polternden wütenden Kapitän nahm man ihm genauso ab wie die sentimentale alte Dame aus der ersten Klasse. :)
Hier und in seinen phantastischen Klavierimprovisationen liegen eindeutig seine Stärken.

Nun hat das Stück aber auch eine sehr stille, nachdenkliche, philosophische Seite. Da ist jemand, der sein ganzes Leben auf einem Schiff verbracht hat, der für die „Welt“ um das Wasser herum nicht existiert. Der sich auf diesem Schiff und in seinem Klavierspiel eine eigene Welt geschaffen hat. Zunächst klingt es so, als wäre er in dieser Enge des Schiffes gefangen, wie in einem großen, schwimmenden Gefängnis. Später erkennt man aber, dass gerade in dieser außergewöhnlichen Situation eine Art von Freiheit für Novecento besteht, die wir „normalen“ Menschen niemals erreichen können.
Ein Stück zum nachdenken.
Und eben für diese nachdenklichen, stillen Passagen, braucht es einen Schauspieler, der auf einer kleinen Bühne, ohne großes Kostüm, Bühnenbild, Requisite usw., nur mit sich selbst und seiner Stimme, das Publikum zu fesseln vermag. Der sie ganz in seinen Bann ziehen kann. Und eben dies ist Thomas Borchert an diesem Abend leider nicht gelungen. Zumindest bei mir nicht, und, wie ich hörte, auch bei manchen anderen Zuschauern. Er hat seinen Text fehlerlos und schön betont vorgetragen, aber irgendwie hat er mich damit nicht gekriegt. Anders als bei dem Solo-Abend von Walter Sittler, wo ich von Anfang bis Ende, auch in den ruhigeren Passagen, total in seinen Bann geschlagen war, ertappte ich mich hier bei den nachdenklicheren Stellen des öfteren dabei, dass meine Gedanken einfach abschweiften und ich, obwohl ich mich bemühte, nicht mit dem Herzen dabei war. Es wurde gegen Ende, ich muss das böse Wort jetzt doch mal benutzen, fast schon ein bisschen langweilig.
So glaube ich, dass Thomas sich hier mit der Verwirklichung seines Traums vielleicht doch ein bisschen zu viel vorgenommen hat. Ich kann ihn sehr gut verstehen: Das Stück ist wirklich ein Traum (vor allem für einen Pianisten mit dem Talent) und ich gönne es ihm von Herzen, dass er es geschafft hat, diesen Traum auf die Bühne zu bringen.
Aber er ist eben, und das merkt man hier eben doch recht deutlich, kein reiner Schauspieler. Jahren zu meinen Lieblingsdarstellern ;) ) und auf einer großen Bühne in einer tollen Show kann er ohne Probleme mit seiner tollen Stimme das Publikum für sich gewinnen. Auch in seinen Solo-Konzerten, wo er er selbst sein darf und mit seinem Gesang, seinem Klavierspiel und seinem komödiantischen Talent glänzen kann, vermag er die Leute in seinen Bann zu ziehen. Aber in einem reinen Sprechtheaterstück, welches er auch noch ganz allein bewältigen muss, ist er meiner Meinung nach, vielleicht doch etwas überfordert. Wobei das wohl noch nicht einmal das richtige Wort ist. Er hat eben auf anderen Gebieten seine eindrucksvollen Stärken.
Aber nichts desto trotz: Es war ein netter unterhaltsamer Abend, der, vor allem für Thomas Borchert-Fans, bestimmt doch recht sehenswert ist.
Ich würde ihm aber nicht unbedingt raten, diesen Weg des reinen Sprechtheaters noch weiter zu verfolgen… Wäre auch schade um den Musicaldarsteller Borchert! :)

Am Rande wollte ich noch kurz erzählen: Es war zum Teil recht unruhig im Saal, was aber für ein kleines Theater wie dieses nicht unbedingt ungewöhnlich ist (glaubt mir, ich kann ein Lied davon singen! :roll: ), da jedes Geräusch besonders auffällt und sich manche Leute eben nicht benehmen können und während der Vorstellung raus und reinlaufen müssen. Dazu muss man sagen, dass der Saal Türen hat, die brutal-laut ins Schloss fallen. Und wenn dann noch einer laut seinen Sitz hochschnellen lässt, sich über den (laut knarrenden) Fußboden zur Tür bewegt und diese dann nicht leise zumacht sondern krachend ins Schloss fallen lässt…naja.
Da kann man schon verstehen, dass das vor allem die Person auf der Bühne, die das nicht gewohnt ist, und die gerade eine ruhige Passage sprechen muss, ziemlich nervös macht.
Einmal hat Thomas einfach aufgehört zu reden und solange gewartet, bis der Krach vorbei war. :D
Na und dann die vielen Leute die husten…in einem großen Musical-Saal mit Mikros und Lautsprechern fällt das nicht weiter auf aber hier…
Naja, jedenfalls bin ich nach der Vorstellung nochmal hinter die Bühne gegangen um meine Jacke zu holen und allen tschüß zu sagen und da stand Thomas noch im Flur und unterhielt sich mit den anderen (eben denen, die da noch so hinter der Bühne zu tun haben). Er klagte über die Unruhe im Publikum und dass man so ja nicht die Leute in seinen Bann schlagen könnte… Irgendwie tat er mir leid. :( Aber sein Regisseur und die anderen haben ihn dann wieder etwas beruhigt und er verschwand dann auf der Treppe nach oben zu den Garderoben. Dabei sang er (ein bisschen Opern-Tenor-haft): „Ach das ist doch alles unglaublich…“ :lol: Naja, seinen Humor hat er jedenfalls nicht verloren.
Später kam er dann noch an uns vorbei (wir saßen noch im Aufenthaltsraum und unterhielten uns) und verabschiedete sich. Eigentlich hätte ich ja irgendetwas sinnvolles zu ihm sagen können bei der Gelegenheit. Aber mehr als „Tschüß!“ hab ich mal wieder nicht herausgebracht…Typisch ich! :roll: :lol:

So, das war also mein Bericht. Er ist mal wieder länger geworden als ich wollte. Ich hoffe er war jetzt nicht zu langweilig zu lesen… :oops:



Für Interessierte:
Hier habe ich noch ein paar Fotos von der Aufführung gefunden :wink: :

http://www.picturesberlin.de/kammerspielehh_novecento/index.html
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Beitragvon Kitti » 13.05.2008, 12:41:35

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Keine Sorge, er war ganz und gar nicht langweilig, sondern sehr interessant und gut zu lesen. :) Schade, dass dich das Projekt nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Dass er ein toller Pianist ist, durfte ich bei besagten Solokonzerten auch schon erleben.
Zuletzt geändert von Kitti am 13.05.2008, 12:43:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Sisi Silberträne » 13.05.2008, 12:43:05

Danke für den Bericht =)
Klingt interessant, das Bühnenbild aufm Foto gefällt mir, das hat was.
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Beitragvon Elphaba » 14.05.2008, 01:56:05

Danke euch beiden für die Kommis! :)

Doch zumindest zwei, die ihn gelesen haben! *freu* :D
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Beitragvon toma » 14.05.2008, 06:38:38

Ich habe ihn auch gelesen :D
Sehr schön geschrieben, ich kann mir das Ganze sehr gut vorstellen.
Ich bin jetzt kein Fan des SÄNGERS Thomas Borchert, aber er spielt wirklich wunderbar Klavier.

Die Geschichte selbst finde ich sehr berührend und kann verstehen, dass sie "der Traum" eines Darstellers sein kann.
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Beitragvon Netty » 14.05.2008, 09:02:42

Vielen Dank für deinen schönen und ausführlichen Bericht, Elphaba!
Thomas Borchert ist einer meiner Lieblingssänger. Auch seine Konzerte
sind total klasse! :lol:

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Beitragvon Elphaba » 15.05.2008, 00:41:19

Danke euch beiden! Schön, dass euch mein Bericht gefallen hat! :)
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Beitragvon Melly » 17.05.2008, 10:51:26

Hey super Bericht. Danke.

Wusste gar nicht, dass es von Novecento ne Theaterversion gibt. Unser "lieber" Deutschlehrer hat uns damals dazu verleitet Novecento in der Oberstufe durchzunehmen. :shock: :roll: War als Roman nicht so mein Ding. Aber auf der Bühne würd es mich schon reizen.

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Beitragvon Elphaba » 18.05.2008, 01:50:10

Danke für deinen Kommentar Melly! :)


Ja, es ist wohl ursprünglich wirklich ein Roman (es soll auch eine Verfilmung geben). Der Autor hat es aber sehr begeistert aufgenommen, dass sein Buch für die Bühne adaptiert werden sollte und er hat eine Art "Vorwort" zu dem Stück geschrieben, dass auch im Programmheft abgedruckt war. :wink:

Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es wirklich auf der Bühne etwas interessanter ist, als in Buchform (vor allem, wenn man in der Schule dazu gezwungen wird, es zu lesen... :? )
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Beitragvon Nataraja » 18.06.2008, 22:54:51

Schöner Bericht! Jetzt habe ich ihn auch gelesen :wink:

Ich konnte mir das Stück ja heute selbst anschauen und muss sagen, dass ich kein einziges Mal gelangweilt war (ich war höchstens ein bißchen müde, weil ich heute schon eine Klausur geschrieben habe :wink: ).
Dass Thomas Borchert ein phantastischer Klavierspieler ist, stimmt wirklich. Am schönsten waren die Stellen, an denen er gleichzeitig gesprochen und gespielt hat, sehr lyrisch. Das Publikum war ruhig, was bei Elphaba wohl nicht der Fall war. Das war auch gut so, da dadurch die richtige Stimmung für das Stück aufkam, das Elphaba ja schon toll beschrieben hat.
Thomas Borchert wurde am Ende 3 oder 4 mal durch den Applaus wieder auf die Bühne geholt und sein Lächeln wurde von Mal zu Mal breiter :D
Es hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt das Stück anzusehen, besonders weil ich so gerne Klaviermusik höre, also nochmal Danke an Elphaba.
Fürchte Fehler nicht, es gibt keine.
(Miles Davis)

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Beitragvon Elphaba » 19.06.2008, 02:12:54

Gerne doch! :)

Ich freu mich, dass es dir so gut gefallen hat!
Ja, heute (bzw. gestern) war das Publikum wirklich sehr schön ruhig! Thomas sah hinterher auch wesentlich zufriedener aus.
Der Feuerwehrmann und ich haben ihm dann auf der seitenbühne auch nochmal stehend applaudiert. :D
Hat er aber glaube ich nicht so wirklich zur Kenntnis genommen. Er ist gleich wieder raus auf die Bühne um sich nochmal zu verbeugen. :lol:


War wirklich schön, dich mal persönlich getroffen zu haben Nataraja! :)
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Beitragvon June » 19.06.2008, 14:22:14

ich hab deinen Bericht, Elphaba, nun auch endlich gelesen. Ein sehr schöner, ausführlicher Bericht. Hat Spaß gemacht ihn zu lesen.
Ich würde das Stück auch wahnsinnig gerne mal sehe.

So sehr ich kleine Theater liebe, aber es stimmt wirklich, man hört alles so extrem!!!
Doch immer, wenn ich nach dem Leben greif,
spür ich, wie es zerbricht.
Ich will die Welt verstehen und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.

Doch die wahre Macht, die uns regiert,
ist die schändliche, unendliche, verzehrende,
zerstörende und ewig unstillbare Gier.

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Beitragvon Elphaba » 20.06.2008, 03:04:04

Danke dir June! *freu* :)


Ja, heute (bzw. gestern) war nun also die letzte Vorstellung und sie war, wie zu erwarten, nicht ganz so voll. Wobei es angesichts der EM gar nicht so schlecht war. Immerhin 180 Leute (400 Plätze insgesamt) waren da und die Stimmung war gut. Es war schön ruhig und sie haben anden richtigen Stellen geklatscht und gelacht. :)

Vor der Vorstellung gab es noch ne kurze Unterhaltung hinter der Bühne, als Thomas gerade angekommen war. Er meinte es sei ihm echt "sowas von egal" wer da nun heute Abend gewinnt (soviel zum Thema Thomas und Fußball... ).

Dann meinte er, er könne ja, während der Vorstellung den Spielstrnad immer mal durchsagen (ich sollte ihm den dann immer zuflüstern... :lol: ).
Und dann hatte er noch die Idee, vielleicht eine EM-Kurzfassung des Stücks zu spielen:

"Meine Damen und Herren, sie sehen heute eine leicht verkürzte Version von Novecento. Das Stück hat die und die Handlung, am Ende passiert das und das und zwischendurch gehe ich einmal auf den Steg und wieder runter und drehe den Flügel immer mal wieder bis er wieder so steht wie am Anfang. So und nun dürfen sie nach Hause gehen." :lol:

Außerdem gab es noch folgenden Dialog:

Thomas: Naja, heute sind ja wohl nur Frauen da.
Anja: Ach Thomas, es sind doch immer nur Frauen da!
Thomas: Ja, Frauen und Weicheier!
Ich: Warmduscher!
Thomas: Genau! Warmduscher. Und Beckenrandschwimmer!
Ich: Nudelsalatmitbringer!
Thomas: :lol: :lol: :lol: Das Muss ich mir merken!!! :lol: :lol: :lol:

Ja, gestern war`s recht lustig! :D :wink:
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