Inhalt: Lasst euch überraschen... Eine etwas lustigere Story mit Charakteren aus verschiedenen Musicals. Ausnahmsweise kein Drama
Genre: Humor/Parodie
Disclaimer: Mir gehört nur die Idee. Die Musicalcharaktere, die vorkommen, gehören den jeweiligen Autoren.
Author´s Note: Mir ist das hier vorhin eingefallen – Jetzt erst mal das 1. Kapitel ohne Änderungen, frei wies mir eingefallen ist... Würde mich über Kommis freuen
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Verliebt in Berlin – eine Musical-Story
1. Kapitel
»Excusez-moi, monsieur, est-ce qu´où est l´opéra, s´il vous plaît?« Eine junge Frau in altmodischer Kleidung schob sich ängstlich durch die U-Bahn-Station an der Berliner U-Bahn-Station am Potsdamer Platz.
Der angesprochene junge Türke sah sie seltsam an.
»Mann, Alte, wie komisch redest du denn, ey? Was soll die Scheiße, Kleine, hast du Probleme oder was?«
Die junge Frau wich erschrocken zurück. Sie sah sich unsicher um und entschied schließlich, den Menschen zu folgen, die aus diesem seltsamen Gebäude nach draußen hasteten. Draußen sah sie sich wieder um. Wie war sie nur hier gelandet?
Sie hatte im Zimmer ihres Gesangslehrers an einigen Knöpfen am Tisch gespielt und hatte sich plötzlich an diesem merkwürdigen Ort wiedergefunden, wo die Menschen eine fremde Sprache sprachen und Glasgebäude kilometerweit in den Himmel ragten. Staunend ging sie Schritt für Schritt weiter und sang zur Beruhigung leise die Arie der Elissa in ihrer Muttersprache vor sich hin.
»Pense à moi... Pense à nous deux après nos au revoirs. Ne m'oublie pas où que tu ailles promets-le-moi ce soir... Quand l'instant te semblera venu de regagner ta liberté, glisse-moi de temps à autre là, dans tes pensées...«
Sie hielt inne. Während ihres leisen, beruhigenden Gesangs hatte sie den ganzen Platz überquert und blickte zurück auf eine große Menschenmasse. Wo war sie hier nur gelandet? Sie konnte niemanden in ihrer Muttersprache sprechen hören; alle gaben merkwürdige Laute von sich. Ab und zu schnappte sie einen Fetzen Englisch auf, traute sich aber nicht, die Leute anzusprechen, weil sie fürchtete, wegen ihrer schlechten Aussprache nicht verstanden zu werden. Es musste doch hier irgendjemanden geben, der Französisch sprach...
Plötzlich horchte sie auch und strich ihre langen, brauen Locken hinter die Ohren zurück, um besser zu hören. Tatsächlich! Jemand sprach Französisch, wenn auch mit starkem Akzent und zwischendurch immer wieder eine andere Sprache. Aber zweifelsfrei Französisch! Auch wenn sie sich nicht erklären konnte, warum jemand unregelmäßige Verbformen vor sich hin murmelte...
»Excusez-moi, Mademoiselle...« Sie tippte dem Mädchen auf die Schulter. Diese war in ein Buch versunken gewesen und schreckte hoch. Fragend sah sie die junge, unsichere Frau an, die erleichtert lächelte. Wenigstens war dieses Mädchen nicht so feindselig wie der junge Mann vorher!
»Mademoiselle, où est l´opéra, s´il vous plaît?«, wiederholte sie ihre Frage nach dem Standort der Oper. Sie war sicher, dass ihr Lehrer dort auf sie warten würde und ihr erklären konnte, was passiert war.
Das Mädchen sah sie unsicher an und lächelte schüchtern. Dann begann sie langsam und ungelenk, Französisch zu sprechen – mit starkem ausländischem Akzent und einigen Fehlern, aber verständlich.
»Excusez, mon français n´est pas bon... Je ne sais pas où l´opéra est, mais la... le... Französische Botschaft est près de là...«
Sie überlegte, als würde ihr ein Wort nicht einfallen, und machte schließlich eine Handbewegung, die der jungen Frau signalisierte, ihr zu folgen.
»Là, ils parlent français«, erklärte sie ihr. Sie lächelte erleichtert.
Sie wusste zwar nicht, was das Mädchen mit „Französische Botschaft“ meinte, aber klar war, dass sie sie an einen Ort bringen konnte, wo die Leute Französisch sprachen. Sie würde ihr helfen können, auch wenn sie nicht wusste, wo die Oper war. Die junge Frau folgte dem Mädchen glücklich, und schon nach wenigen hundert Metern erreichten die beiden ein Gebäude, auf dessen Dach zur großen Erleichterung der jungen Frau die französische Flagge wehte.
»Merci beaucoup, Mademoiselle«, bedankte sie sich überschwänglich bei dem Mädchen, dass offensichtlich nicht wusste, was es auf Französisch antworten sollte. Schweigend und mit einem Lächeln auf den Lippen ging sie hinein und hielt für die junge Frau die Tür auf. Diese betrat mit einem Gefühl von Geborgenheit das Gebäude.




