Matinéebesetzung, Samstag, 06. Dezember 2008
Hauptrollen
Graf von Krolock Kevin Tarte
Sarah Anne Hoth
Prof. Abronsius Gernot Kranner
Alfred Riccardo Greco
Chagal Jerzy Jeske
Magda Linda Konrad
Herbert Florian Fetterle
Koukol Stefan Büdenbender
Rebecca Janaina Bianchi
Tanzsolisten
Kym Boyson, David Baranya, Ross McDermott, Daniel Rakasz
Gesangssolisten
Michel Driesse, Christian Stadlhofer
Tanzensemble
Csaba Farago, Amanda Huke, Paul Knights, Silvia Lambertoni, Raphaela Pekovsek, Els Smekens
Gesangsensemble
Sabrina Auer, Sanne Buskermolen, Tibor Heger, Timea Kecskes, Maciej Salamon, Michaela Schober, Vanni Viscusi, Jakub Wocial
Dirigent
Klaus Wilhelm
Orchester des Metronom Theaters
Mit meinem Platz in Reihe 12, Platz 15 auf der linken Seite des Parketts war ich sehr zufrieden, denn ich saß näher an der Bühne als erwartet. Das Geschehen auf der Bühne konnte man sehr gut verfolgen und auch die Vampire, die sich öfter mal im Zuschauerraum aufhielten, waren nur wenige Meter entfernt.
Insgesamt fand ich das Musical toll, auch wenn es ein paar Lieder gab, die mir nicht ganz so gut gefallen haben (Knoblauch, Eine schöne Tochter ist ein Segen).
Der Text bei „Totale Finsternis“ wurde zwar ein klein wenig gekürzt, ist aber kaum aufgefallen und hat auch überhaupt nicht gestört. Ich hatte auch das Gefühl, dass einige Zeilen bei „Für Sarah“ verändert wurden.
Das Orchester und die Musik war absolut erstklassig: rockig, laut, teilweise schön schaurig, alles in allem so wie ich mir die Atmosphäre gewünscht habe. Vom ersten Ton an bis zum Ende des 1. Aktes gab es bei mir kaum einen Moment ohne Gänsehaut.
Die Darsteller sind ziemlich oft im Zuschauerraum aufgetaucht, z.B. haben sich die Vampire im ganzen Saal verteilt und dort gesungen oder der Graf ist durch den Zuschauerraum „in die Nacht verschwunden“. Bei dem Nightmare Solo hat mir die Trennung zwischen Gesangs- und Tanzensemble sehr gefallen; die Vampirszenen egal ob bei dieser Szene, bei „Ewigkeit“ oder dem „Tanz der Vampire“ waren sehr beeindruckend.
Sehr schön waren auch die Animationen an einer teilweise durchsichtigen Leinwand: Bei der Ouvertüre und während „He, ho, Herr Professor“ sah man zuerst nur ein Schneegestöber und etwas später konnte man Alfred sehen. Oder der Graf sang vor dieser „Wand“ und im Hintergrund sah man Alfred und Sarah mit einer Kerze im Wirtshaus sitzen. Der Weg zum Schloss wurde per Animation auch viel nachvollziehbarer.
Nun zu den Darstellern:
(ACHTUNG! Den Teil über Riccardo NICHT lesen, wenn ihr euch von der Handlung überraschen lassen wollt; dort gebe ich einen Hinweis, wie das Stück endet!!! Bei Florian gehe ich auch etwas ins Detail...)
Kevin Tarte
Auf ihn als Grafen habe ich mich besonders gefreut und seine Darstellung hat mir sehr gefallen. Er konnte mich in Schauspiel und Gesang absolut überzeugen und besonders mein Lieblingslied „Die Unstillbare Gier“ war klasse. Aufgefallen ist mir, dass er im Vergleich zu meiner CD von „Die Schöne und das Biest“ nun fast akzentfrei spricht und singt.
Ihn würde ich mir jederzeit gerne wieder ansehen!
Anne Hoth
Sie war super als Sarah, gesanglich sehr stark und bei ihr kamen die Abenteuerlust und „Gier nach Freiheit“ der Wirtstochter besonders zur Geltung. Ich würde sie gerne wieder auf der Bühne sehen, egal ob in dieser oder einer anderen Rolle
Gernot Kranner
Er war einfach klasse als Professor; die Rolle ist wie für ihn gemacht. Der österreichische Dialekt hat auch sehr gut zu Abronsius gepasst und es fällt mir schwer, mir einen anderen Darsteller für diesen Part vorzustellen. Bei „Wahrheit“ gab es für ihn nach dem hoch gesungen „Kultu-rrrr“ einen Zwischenapplaus. Er drehte sich zum Publikum, grinste (man merkte ihm an, dass er sich darüber freute) und winkte ab, sodass wir alle wussten, dass das Lied noch nicht zu Ende war.
Riccardo Greco
Auf Riccardo war ich sehr gespannt. Ich hatte ihn schon bei der Tarzan-Castingshow gesehen, aber gesanglich konnte ich ihn nicht mehr einordnen.
Die Rolle des Alfred hat er wirklich toll interpretiert. Ich war von Anfang an begeistert, denn er konnte sowohl schauspielerisch (egal ob als verliebter, naiver Assistent oder als ungestümer Vampir, den Sarah nur schwer davon abhalten kann auf den Professor loszugehen) als auch gesanglich (er hat in Duetten mit jedem Gesangspartner harmoniert und auch sein Solo „Für Sarah“ war superschön).
Florian Fetterle
Herbert – eine meiner Lieblingsfiguren unter den Vampiren. Auch wenn man Florian leider nur selten auf der Bühne sah, hat er das Publikum ständig zum Lachen gebracht. Am besten fand ich seinen Auftritt nach „Wenn Liebe in dir ist“: Nachdem der Professor und Alfred die Bühne verlassen hatten, kam Herbert noch mal zurück nur um sich mit einem „Tss“, darüber zu beschweren, dass er Alfred nicht beißen konnte.