Also, ich hatte ja schon so viel negatives über das Stück gehört und vereinzelt auch positives. Ich war also schon sehr neugierig, was mich da erwartet
das Theaterzelt
Sehr gut mit der U-Bahn zu erreichen.
Von außen wirkte das alles noch sehr provisorisch und hatte Baustellen-Flair.
Schön fand ich den Eingang. Da war eine Fotoleinwand des "echten" Deutschen Theaters gespannt. Das hatte was.
Drinnen war das dann alles ganz schön, nur sehr enge Toiletten

Der Theatersaal größer als das von außen aussah. Allerdings fand ich einige Plätze eine Frechheit, da sah man nämlich von der Bühne so gut wie gar nichts. Die Bühen war genauso breit wie das Mittelparkett und dann kam nur schwarze Wand. Wenn man auf den äußeren PK 1 Plätzen sitzt, sieht man also nicht wirlich was. Davon hatte ich davor schon gehört udn dachte das wär übertrieben, aber nein, das ist wirklich so. Also wenn ihr ins Dt. Theater geht: bucht Mittelparkett
Die Sitzreihen waren ziemlcih eng. Vor allem in den ersten 3 Reihen, die noch nicht ansteigen, hat man eine Metallschiene, die schön ans Schienbein drückt.
Man hört ab udn zu die Flugzeuge und die jubelnden Fußballfans währed der Papst stirbt waren auch etwas störend.
Auslastung
ein Witz! Großzügig geschätzt würd ich sagen, dass es halb voll war. Allerdings konnten sich so alle in die Mitte umsetzen. Nach der Handy-Aus Durchsage wurde uns dafür auch ziemlich viel Zeit gelassen

Das Stück
Der erste Akt gefiel mir richtig gut. Die Geschichte hatte was und war nachvollziehbar.
Ein paar wirklcih tolle Regie-Einfälle.
Zum Beispiel ein Videoreporter, der den Nobelpreisball gefilmt hat. Und was er da auf der Bühne filmt, konnte man auf der Bühnenleinwand sehen.
Die Türen,die das Hotel darstellen fand ich toll. Dass man durch Verschieben der Türen plötzlich im anderen Zimmer war, hatte was
Den zweiten Akt fand ich schon etwas abstrus, den haben aber die Darsteller, allen voran Dean Welterlen, gerettet
Die Rolle des Reporters wurde hier auch noch etwas ausgebaut, was ich nicht wirklcih verstanden hab. Er wird vom bösen Paparazzi zum mitfühlenden Mann geläutert, aber das war für das Stück nicht wirklich nötig.
Allerdings hatte der Reporter dann eines der schönsten Lieder (wie ich fand) "Die Welt ist nicht verlorn". AUch das DUett zwischen Papst udn MArgarethe "Teufel udn Engel" war sehr schön. Udn natürlich Dr. Sands udn Margarethes Liebesduett "Mein zweites Ich" *seufz*
Darsteller:
Dean Welterlen als Papst war klasse. Eine tolle Stimme, wahnsinns Bühnenpräsenz und durch sein intensives Spiel hat er mich überzeugt. Schade, dass die Zerrissenheit im zweiten Akt in Wahnsinn übergehen musste
Jasmina Sakr als seine Tochter Margarethe hat eine tolle Stimme und wirkte sowohl als junge naive Nonne als auch nachher als verzweifelte Frau glaubhaft. Toll gespielt und sie hat super mit Dean udn mit Patrick harmoniert
Conny Zenz als ihre Mutter Eva hat mich jetzt nicht so überzeugt. Lag für mich aber eher an der Rolle, wo sich der Autor wohl irgendwie nicht richtig entscheiden konnte, wohin die Rolle geht.
Patrick Stanke als Dr. Sand hat mir sehr gut gefallen. Mit der Rolle war er aber eindeutig unterfordert. Als leicht weltfremder Wissenschaftler war er richtig gut, toll gesungen und mit Jasmina zusammen hat das toll harmoniert.
Thomas Jutzler als Reporter. Hat mir gut gefallen, schöne Stimme udn ein toller skrupelloser Reporter am Anfang. Allerdings war dann die plötzlcihe Wandlung nicht glaubhaft, was aber doch wohl am Skript und nicht am Darstller lag.
Marc Liebisch als Jesus wirkte schon als Jesus ziemlich dämonisch. Manche Sachen, wie er den Papst in den Wahnsinn bringt, waren schauspielerisch richtig gut. Allerdings hat mir persönlcih seine Singstimme überhaupt nicht gefallen.
Das Ensemble war sehr gut, wirkte motiviert, toll getanzt.
Ich bin dann also sehr positiv überrascht aus dem Theater gegangen und würd mir das Stück durchaus nochmal ansehen, wenn ich näher dort wohnen würde