Elphaba: Willemijn Verkaik
Glinda: Lucy Scherer
Fiyero: Mark Seibert
Madame Akaber: Barbara Raunegger
Zauberer: Carlo Lauber
Nessarose: Maike Switzer
Dr. Dillamonth: Stefan Poslovski
Moq: Stefan Stara
Ensemble:
Heather Carino, Belinda Jean Edwards, Kisha Howard, Emma Hunter, Jessica Lantto, Valerie Link, Barbara Schmid, Lanie Sumalinog, Francesca Taverni
Paul Boereboom, Alan Byland, Allessandro Cococcia, Ben Cox, Matthias Dressel, Rhys George, Michael Kargus, Jens Simon Petersen, Rey Rodriguez
Dirigent: Sebastian de Domenico
Als ich um zehn vor sieben am Palladium Theater ankam, führte mich mein erster Weg zu einem der Souvenirstände um eine Besetzungsliste zu ergattern. 4 Darsteller wollte ich an diesem Abend unbedingt sehen – und ich hatte Glück: Willemijn, Lucy, Mark und Stefan Poslovski waren alle da!
Als ich in den Saal hineinging war ich schon von dem unglaublichen Bühnenbild und den schönen Details mehr als nur begeistert : Ob nun der große Drache oder die Landkarte von Oz, die kleinen Treppen und Fenster / Balkone; man weiß gar nicht wohin man zuerst sehen soll!
Mir hat es im Theater auch allgemein sehr gut gefallen; nur eine Sache hat mich gestört:
In der dritten oder vierten Szene kam plötzlich ein Platzanweiser mit zwei Nachzügler vorbei und hat mir dadurch kurz die Sicht auf die Bühne versperrt und für Unruhe gesorgt bis die Plätze dann gefunden waren.
Das muss nun wirklich nicht sein!
Und bevor die Landkarte von den Affen hochgezogen wurde kam die Durchsage:
Da wir nicht wissen, wie Hexen auf Störungen reagieren, möchten wir Sie bitten Ihre Mobiltelefone auszuschalten.
Die meisten von euch kennen die Handlung schon und die anderen möchten sich vielleicht bei ihrem ersten Besuch überraschen lassen, daher habe ich den Schwerpunkt auf die Darsteller gelegt:
Willemijn war einfach nur großartig. Nicht zu vergleichen mit der CD – sondern wie die anderen Darsteller auch – viel viel besser. Ihr Schauspiel hat mir sehr gut gefallen und besonders reizend ist ihr holländischer Akzent beim Sprechen, beim Singen hört man davon so gut wie nichts.
Jede Emotion hat man ihr geglaubt und man hat mit ihr gelitten, geweint, gelacht; alles was dazu gehört. Besonders ihr „Ich bin es nicht“ ist mir lange im Gedächtnis geblieben; die Szene war sehr ruhig aber durch die Regenanimation sehr berührend.
Ich kann mir keine bessere Elphi vorstellen!
Bei Lucy haben mir am besten Glindas Wutausbrüche gefallen, wenn sie sich mit quietschiger Stimme darüber aufgeregt hat, dass sie ihren Willen nicht bekommen hat. Sätze wie „Mein Name ist Glinda mit stummem „Ga“!“ oder „Und jetzt fängt Fiyero auch noch an zu denken! Wie kann er nur?“ haben für viele Lacher gesorgt, genauso wie das schöne Zusammenspiel von ihr und Willemijn. Wie die beiden sich immer wieder anfeinden oder auf dem Ball miteinander tanzen, jede Szene hat ihren ganz besonderen Reiz. Die beiden finden sich unheimlich gut in ihre Rollen ein und haben ein schönes Zusammenspiel; man merkt einfach dass es den beiden sehr viel Freude bereitet auf der Bühne zu stehen.
Auf Mark war ich sehr gespannt, da ich ihn bisher nur von ein oder zwei Liedern der Romeo & Julia CD kannte. Da er ja nur noch bis September in Wicked mitwirkt, wollte ich ihn unbedingt sehen.
Vom ersten Moment an, als er auf der Bühne stand war ich von ihm begeistert: Er hat jede Facette seiner Rolle sehr authentisch dargestellt und es hat Spaß gemacht die Veränderungen (seines Charakters) zu verfolgen.
Bei „Tanz durch die Welt“ dachte ich schon er wäre etwas zu stürmisch auf die Statue gesprungen und würde mit dieser umfallen, doch die Requisite war gut befestigt und hat nur ein bisschen gewackelt

Barbara Raunegger hatte ich letztes Jahr schon in „Die Schöne und das Biest“ gesehen. Als Madame Akaber konnte sie bei mir wenig Pluspunkte sammeln, was aber eher an der Rolle als an ihr selbst lag: Ihr Schauspiel war ganz in Ordnung, aber gesanglich hat sie mir nicht so gut gefallen und die Figur selbst mag ich überhaupt nicht.
Carlo Lauber war als Zauberer in Tanz und Gesang gut und konnte auch überzeugen, aber auch diese Figur gehört ganz sicher nicht zu meinen Lieblingen.
Maike als Nessarose und Stefan S. als Mick ääähm Moq

Stefan P. als Dr. Dillamonth hat toll gesungen und auch gut gespielt. Letztes Jahr habe ich ihn in Stuttgart bei den Musketieren leider als James verpasst und habe mich deshalb umso mehr gefreut, ihn in einer Hauptrolle zu sehen.
Das Ensemble hat auch einen sehr guten Job gemacht, aber es war immer so viel los auf der Bühne, dass ich mich die meiste Zeit auf die Hauptdarsteller konzentriert habe. Wenn man das Stück öfter sieht fällt das Ensemble sicherlich mehr auf.
„Keiner weint um Hexen“ und „Marsch der Hexenjäger“ waren die beiden Lieder, an denen das Ensemble am meisten beteiligt war & gleichzeitig auch die beiden Songs, die mir nicht ganz so gut wie der Rest gefallen haben.
Die Special Effects und die Kulissen sind beeindruckend und man entdeckt immer wieder Neues, wodurch das Musical nie langweilig wird. In den wichtigen Szenen wird die Aufmerksamkeit nicht auf zu viele Teile der Kulisse gelenkt sondern auf die Hauptpersonen der jeweiligen Szene.
Beim Schlussapplaus hat man niemanden mehr sitzen gesehen und ich habe mich in den Gang direkt neben meinem Platz gestellt, da ich die Darsteller durch einen 2-Meter-Mann vor mir nicht mehr sehen konnte.
Beim nächsten Mal würde ich mich wahrscheinlich (wenn möglich) etwas weiter vorn hin setzen um die Darsteller noch etwas besser zu sehen. Andererseits hat man aus Reihe 8 Platz 9 nicht die ganze Kulisse im Blick gehabt, aber der Drache und die fliegenden Affen und die Schauspieler auf der (Haupt-)Bühne waren sehr gut zu erkennen.
Alles in allem sind meine Erwartungen mehr als übertroffen worden und es war ein ganz besonderer Tag in der grünen Smaragdstadt.