Christine Daaé meets Fiyero...

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Christine Daaé meets Fiyero...

Beitragvon ChristineDaae » 09.11.2007, 21:19:16

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Inhalt: Lasst euch überraschen... Eine etwas lustigere Story mit Charakteren aus verschiedenen Musicals. Ausnahmsweise kein Drama :mrgreen: Ich hoffe, es hat nicht zu viel mit Sisis Crazy4-FF zu tun... Die Charaktere wohnen zwar nicht zusammen, aber darübre bin ich auf meine Idee gekommen. Nur damit das auch bei den Rechten drinsteht, falls es ähnlich werden sollte (was ich nicht hoffe...) :wink:

Genre: Humor/Parodie

Disclaimer: Mir gehört nur die Idee. Die Musicalcharaktere, die vorkommen, gehören den jeweiligen Autoren.

Author´s Note: Mir ist das hier vorhin eingefallen – Jetzt erst mal das 1. Kapitel ohne Änderungen, frei wies mir eingefallen ist... Würde mich über Kommis freuen :)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Verliebt in Berlin – eine Musical-Story :wink:

1. Kapitel

»Excusez-moi, monsieur, est-ce qu´où est l´opéra, s´il vous plaît?« Eine junge Frau in altmodischer Kleidung schob sich ängstlich durch die U-Bahn-Station an der Berliner U-Bahn-Station am Potsdamer Platz.
Der angesprochene junge Türke sah sie seltsam an.
»Mann, Alte, wie komisch redest du denn, ey? Was soll die Scheiße, Kleine, hast du Probleme oder was?«
Die junge Frau wich erschrocken zurück. Sie sah sich unsicher um und entschied schließlich, den Menschen zu folgen, die aus diesem seltsamen Gebäude nach draußen hasteten. Draußen sah sie sich wieder um. Wie war sie nur hier gelandet?
Sie hatte im Zimmer ihres Gesangslehrers an einigen Knöpfen am Tisch gespielt und hatte sich plötzlich an diesem merkwürdigen Ort wiedergefunden, wo die Menschen eine fremde Sprache sprachen und Glasgebäude kilometerweit in den Himmel ragten. Staunend ging sie Schritt für Schritt weiter und sang zur Beruhigung leise die Arie der Elissa in ihrer Muttersprache vor sich hin.
»Pense à moi... Pense à nous deux après nos au revoirs. Ne m'oublie pas où que tu ailles promets-le-moi ce soir... Quand l'instant te semblera venu de regagner ta liberté, glisse-moi de temps à autre là, dans tes pensées...«
Sie hielt inne. Während ihres leisen, beruhigenden Gesangs hatte sie den ganzen Platz überquert und blickte zurück auf eine große Menschenmasse. Wo war sie hier nur gelandet? Sie konnte niemanden in ihrer Muttersprache sprechen hören; alle gaben merkwürdige Laute von sich. Ab und zu schnappte sie einen Fetzen Englisch auf, traute sich aber nicht, die Leute anzusprechen, weil sie fürchtete, wegen ihrer schlechten Aussprache nicht verstanden zu werden. Es musste doch hier irgendjemanden geben, der Französisch sprach...
Plötzlich horchte sie auch und strich ihre langen, brauen Locken hinter die Ohren zurück, um besser zu hören. Tatsächlich! Jemand sprach Französisch, wenn auch mit starkem Akzent und zwischendurch immer wieder eine andere Sprache. Aber zweifelsfrei Französisch! Auch wenn sie sich nicht erklären konnte, warum jemand unregelmäßige Verbformen vor sich hin murmelte...
»Excusez-moi, Mademoiselle...« Sie tippte dem Mädchen auf die Schulter. Diese war in ein Buch versunken gewesen und schreckte hoch. Fragend sah sie die junge, unsichere Frau an, die erleichtert lächelte. Wenigstens war dieses Mädchen nicht so feindselig wie der junge Mann vorher!
»Mademoiselle, où est l´opéra, s´il vous plaît?«, wiederholte sie ihre Frage nach dem Standort der Oper. Sie war sicher, dass ihr Lehrer dort auf sie warten würde und ihr erklären konnte, was passiert war.
Das Mädchen sah sie unsicher an und lächelte schüchtern. Dann begann sie langsam und ungelenk, Französisch zu sprechen – mit starkem ausländischem Akzent und einigen Fehlern, aber verständlich.
»Excusez, mon français n´est pas bon... Je ne sais pas où l´opéra est, mais la... le... Französische Botschaft est près de là...«
Sie überlegte, als würde ihr ein Wort nicht einfallen, und machte schließlich eine Handbewegung, die der jungen Frau signalisierte, ihr zu folgen.
»Là, ils parlent français«, erklärte sie ihr. Sie lächelte erleichtert.
Sie wusste zwar nicht, was das Mädchen mit „Französische Botschaft“ meinte, aber klar war, dass sie sie an einen Ort bringen konnte, wo die Leute Französisch sprachen. Sie würde ihr helfen können, auch wenn sie nicht wusste, wo die Oper war. Die junge Frau folgte dem Mädchen glücklich, und schon nach wenigen hundert Metern erreichten die beiden ein Gebäude, auf dessen Dach zur großen Erleichterung der jungen Frau die französische Flagge wehte.
»Merci beaucoup, Mademoiselle«, bedankte sie sich überschwänglich bei dem Mädchen, dass offensichtlich nicht wusste, was es auf Französisch antworten sollte. Schweigend und mit einem Lächeln auf den Lippen ging sie hinein und hielt für die junge Frau die Tür auf. Diese betrat mit einem Gefühl von Geborgenheit das Gebäude.
Zuletzt geändert von ChristineDaae am 10.11.2007, 15:41:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Sisi Silberträne » 09.11.2007, 22:21:11

Oh, das macht neugierig :)
Hoffentlich kommt bald Kap 2!

Das erste Kap würde am Anfang etwas mehr Gliederung vertragen, ich finde es grad am Computer ziemlich schwierig so lange Würschte ohne Absatz zu lesen.

Weeeeiter :D
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Beitragvon Marie Antoinette » 10.11.2007, 11:55:28

Oh, noch eine neue Geschichte von dir, Christine! :D

Da bin ich auch mal gespannt wie es weitergeht.. der Anfang ist schonmal gut geworden. Weiter so! *anfeuer*

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Beitragvon ChristineDaae » 10.11.2007, 15:38:44

Danke, ihr zwei :) Ist nicht zu viel auf Französisch? Ich hab schon versucht, das Wichtigste zu übersetzen, aber ich weiß nicht, obs nicht immer noch zu viel ist...?

@Sisi: Danke für den Tipp, werds gleich ändern :)
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Beitragvon Sisi Silberträne » 10.11.2007, 15:56:24

Für meine eingerosteten Kenntnisse nicht ;) Ich denk ich hab alles verstanden.
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Beitragvon Kitti » 10.11.2007, 15:59:00

Ich kann kein Französisch, aber die Idee find ich trotzdem super. Bin gespannt, wer deine junge Französin ist und was du dir noch so ausdenken wirst! Du bist ja ganz schön fleißig mit deinen Stories. :)
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Beitragvon ChristineDaae » 10.11.2007, 16:04:46

Danke, Kitti :)

Dann ist ja gut, wenn man alles versteht. Ich hoffe nur, ich hab keinen Fehler eingebaut, wenn diese Französin spricht, das wäre peinlich :wink: Aber ich glaube es stimmt... Erkennt jemand von euch den Liedtext? :wink:
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Beitragvon Marie Antoinette » 10.11.2007, 16:25:42

@Christine: Also ich glaube auch nicht, dass da Fehler drin sind, hab alles verstanden... :)

Ist das Lied "Denk an mich" aus dem Phantom der Oper?

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Beitragvon ChristineDaae » 10.11.2007, 16:49:30

Ja, ist es :)
Gut, wenn ihr alles versteht kanns ja nicht sooo falsch sein :wink: Wenn jemand trotzdem Fehler findet, sagt mirs bitte! :)
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Beitragvon ChristineDaae » 10.11.2007, 17:35:25

So, ein neuer Teil... Viel Spaß :)


2. Kapitel

Staunend sah die junge Frau sich in dem Zimmer um, dass sie gerade betreten hatte. Es war groß und hell; große Fenster ließen viel Licht ein.
Der ganze Eindruck wurde durch die helle Holzmöbeleinrichtung und die weißen Vorhänge noch verstärkt. An zwei Wänden standen helle Ledersessel und kleine Holztische, im übrigen Raum waren in mehreren Reihen Tische mit merkwürdigen, schmalen Geräte, die Bilder zeigten und vor denen Menschen saßen, vor jedem dieser Gegenstände einer.
Sie berührten mit den Fingern immer wieder eine merkwürdige, helle Fläche vor den Gegenständen. Jedesmal, wenn die Fläche berührt wurde, klickte es leise und das Bild auf den Gegenständen veränderte sich. Sie sah staunend zu.
Das etwa 15-jährige Mädchen, das sie hergebracht hatte, sprach auf einen Mann an einem der Computer gerade in einer fremden Sprache ein. Die junge Frau vermutete, dass das Mädchen ihn über sie aufklärte.
Wenig später stand der junge Mann auf und ging zu ihr.
Sie musterte ihn mit einer Mischung aus Neugierde und Zurückhaltung. Er war ein wenig größer als sie und trug die gleiche merkwürdige Kleidung, die hier alle Menschen anhatten. Das ganze war keine Uniform; jeder trug etwas anderes – und doch, vom Schnitt und vom Stoff her ähnelten sich alle.
Der Mann hatte kurz geschnittene, blonde Haare. Es stand ihm gut, aber die junge Frau wunderte sich – in Paris hatten alle Männer etwa schulterlanges Haar. Fast alle, fiel ihr ein – ihr Gesangslehrer hatte kurze, dunkle Haare.
Der Mann, der vor ihr stand, sprach sie jetzt an – zu ihrer Erleichterung in einem fließenden, fast akzentfreien Französisch.
»Guten Tag, es freut mich, Sie kennenzulernen. Diese junge Frau hat mir erzählt, dass sie wohl Hilfe brauchen. Wie kann ich Ihnen helfen?«
»Ein Glück, dass hier endlich jemand meine Sprache spricht!«, rief die junge Frau erleichtert.
»Ich weiß nicht, was mit mir passiert ist. Es klingt verrückt, aber es ist so: Ich hatte Gesangsunterricht bei meinem Lehrer in der Oper. Ich habe versehentlich einen der Knöpfe auf seinem Tisch berührt und dann war ich an diesem merkwürdigen, unterirdischen Ort, wo große... Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, so Dinger fahren dort, die machen eine Menge Lärm, aber die Leute haben doch keine Angst... Jedenfalls, dann bin ich wieder an die Luft gekommen, nach draußen, und da waren riesige Gebäude aus Glas. Es ist hier so eine wundersame Welt... Ich weiß nicht, wie ich hierher gekommen bin, ich will einfach nur zurück! Können Sie mir helfen?«
Der junge Mann sah sie nachdenklich an und schwieg.
»Ich glaube, Sie haben ein ziemlich großes Problem«, sagte er nach einer langen Pause. »Ich will sehen, was ich für Sie tun kann. Dürfte ich Ihren Namen erfahren, bitte?«
»Christine«, erwiderte die junge Frau, erleichtert, dass er ihr helfen wollte. »Christine Daaé.«
Der junge Mann schrieb ihren Namen in einer engen, geschwungenen Handschrift auf einen Bogen Papier, den er aus einem Schreibtisch geholt hatte.
»Und... Und wie heißen Sie?«, fragte Christine schüchtern. Sie wollte gerne den Namen ihres Helfers wissen. Vielleicht ergab sich ja zurück in Paris die Möglichkeit, ihm ein Dankeschön zu schicken...
Er zögerte.
»Nennen Sie mich Fiyero«, antwortete er.
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Beitragvon Marie Antoinette » 10.11.2007, 18:08:53

Schon eine Fortsetzung, schön! :)

Jetzt hat sie also Fiyero getroffen... und wie gehts weiter? Wieso arbeitet gerade der in der französischen Botschaft? Da fallen einem Fragen über Fragen ein... schnell weiter! Der Teil hat mir wieder gut gefallen..

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Beitragvon Sisi Silberträne » 10.11.2007, 18:28:26

Oh die arme Christine hat ja keine Ahnung wo sie überhaupt ist, und von U-Bahnen wohl auch nicht. Na Fiyero hat sie offenbar und wird ja doch helfen? :D

Sehr interessant wieder!
Schreib schnell weiter!
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Beitragvon ChristineDaae » 10.11.2007, 21:29:47

Danke, ihr zwei! :)

@Elektra: Deine Fragen werden in den nächsten Teilen noch beantwortet... :wink:

@Sisi: Ja, ich hab mir gedacht Christine kommt ja aus dem Jahr 18irgendwas und kennt weder U-Bahnen noch Computer... Kann noch lustig werden :wink:
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Beitragvon June » 11.11.2007, 13:35:52

ChristineDaae hat geschrieben:Danke, ihr zwei :) Ist nicht zu viel auf Französisch? Ich hab schon versucht, das Wichtigste zu übersetzen, aber ich weiß nicht, obs nicht immer noch zu viel ist...?

@Sisi: Danke für den Tipp, werds gleich ändern :)


für jmd. der kein Wört Französisch kann, ist es schon ein bisschen viel Französisch...
aber toll sind die ersten 2 Teile deiner Geschichte trotzdem :D :wink:
Freu mich schon auf den nächsten!
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spür ich, wie es zerbricht.
Ich will die Welt verstehen und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.

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Beitragvon Kitti » 11.11.2007, 14:56:40

Interessante Ideen für Fiyero und Christine! :D Wird der Gesangslehrer eigentlich zornig, wenn sein Schützling einfach verschwindet? :wink:
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Beitragvon ChristineDaae » 30.11.2007, 18:49:14

3. Kapitel

Zögernd ging Christine neben Fiyero die Straße entlang und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese riesigen Gebäude und die vielen Menschen und diese seltsamen Fahrzeuge...
Sie sah Fiyero fragend an, als der neben einem dieser rollenden Fahrzeuge stehen blieb und es öffnete. Zögernd und ein bisschen misstrauisch spähte Christine hinein. Innen waren Sitze, so ähnlich wie die Sessel in ihrer Garderobe, nur ohne Armlehnen und nicht schön rot, sondern in einem tristen Grau gehalten.
Vor dem Sessel an der gegenüberliegenden Seite war ein merkwürdiges Rad. Sie erinnerte sich, einmal etwas Ähnliches im Zimmer ihres Lehrers gesehen zu haben.
»Nun steigen Sie schon ein«, ermunterte Fiyero sie mit einem freundlichen Lächeln. Christine sah ihn erschrocken an.
»Was, da rein?«
»Ja, da rein.«
»Komme ich so zurück?«, wollte sie wissen.
Fiyero zögerte einen Moment.
»Das habe ich auch einmal gedacht«, flüsterte er, so leise, dass Christine nicht sicher war, ob sie es hatte hören sollen. Dann sah er sie wieder an und antwortete in normaler Lautstärke.
»Nein, leider nicht. Aber ich kann Sie an einen Ort bringen, wo sie vorerst bleiben können, in das Haus einer guten Freundin.«
»Spricht sie meine Sprache?«, fragte Christine. Sie wollte auf keinen Fall nach all den verwirrenden Ereignissen wieder zu jemandem kommen, mit dem sie sich nicht verständigen konnte.
»Oh ja. Sie kommt aus Marseille. Sie ist diejenige, die mir Französisch beigebracht hat. Aber sie spricht auch Deutsch – wir sind hier in Deutschland, falls Sie das noch nicht wussten – und kann sich auch mit allen anderen Menschen hier verständigen und Ihnen die Sprache beibringen.«
»Kann ich nicht wieder zurück? Ich will Ihre Freundin nicht mit Sprachstunden belasten, wirklich, wenn ich wieder in Paris bin, brauche ich ja ohnehin nicht Deutsch zu sprechen.«
Fiyero schwieg einen Moment.
»Glauben sie mir, Sie werden lange genug Zeit hier verbringen, dass es sich lohnt, die Sprache zu lernen«, sagte er dann brüsk.
Verwundert und etwas ängstlich, was er damit meinte, kletterte Christine vorsichtig in dieses merkwürdige Gefährt und beobachtete, wie Fiyero auf der anderen Seite einstieg.
»Schnallen Sie sich an«, empfahl er mit einem Seitenblick auf sie.
Aber wie war das jetzt wieder gemeint? Christine sah ihn verwirrt an.
Mit einem Seufzen lehnte er sich zu ihr herüber und half ihr, einen Gurt zu befestigen, den sie vorher noch nicht bemerkt hatte.
»Wozu brauche ich das?«, wollte sie wissen und zupfte an dem schwarzen Etwas.
»Das ist nur eine Sicherheitsmaßnahme«, erklärte Fiyero, der offensichtlich mit den Gedanken woanders war. Er hantierte kurz an einigen merkwürdig aussehenden Hebeln, dann zitterte plötzlich das ganze Gefährt und gab ein merkwürdiges Brummen von sich. Ängstlich klammerte Christine sich an den Sitz.
»Ist das denn gefährlich?«, fragte sie.
»Nein, keine Sorge.«
Er drehte an dem merkwürdigen Rad und das Gefährt bewegte sich auf die Straße.
Nach einigen Minuten erkannte Christine, dass diese merkwürdige Fahrt nicht sehr gefährlich war. Fiyeros Ruhe übertrug sich auf sie und sie entspannte sich langsam.
Den Rest der Fahrt verbrachte sie damit, aus dem Fenster zu sehen. Noch nie hatte sie diese Tätigkeit als so spannend empfunden. Draußen liefen so viele Menschen in merkwürdiger Kleidung vorbei. Diese Mode war äußerst ungewöhnlich – sogar viele der Frauen trugen Hosen, was doch eigentlich nur Männer durften!
Die Dunkelheit brach herein. In der letzten halben Stunde hatten sich die Straßen gefüllt, viel mehr der seltsamen Fahrzeuge waren jetzt unterwegs und sie kamen nur langsam voran.
In vielen Häusern gingen Lichter an; keine Kerzen, sondern viel hellere Lichter. Auch an den Fahrzeugen strahlten jetzt Lichter; rote an der Rückseite und helle vorne.
Schließlich lenkte Fiyero den Wagen in eine Parklücke und stieg aus. Wenige Sekunden später erschien er vor der Tür und hielt sie für Christine auf.
»Wir sind da.«
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Beitragvon June » 30.11.2007, 18:51:23

Danke, für den neuen Teil, er gefällt mir.
Sehr amüsant zu lesen, was Christine für Eindrücke hat *gg*
Doch immer, wenn ich nach dem Leben greif,
spür ich, wie es zerbricht.
Ich will die Welt verstehen und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.

Doch die wahre Macht, die uns regiert,
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Beitragvon Marie Antoinette » 30.11.2007, 18:58:15

Ich find den neuen Teil auch wieder sehr schön! :D

Wer ist denn die Freundin, zu der Fiyero Christine bringen will? Schnell weiter...

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Beitragvon Kitti » 01.12.2007, 13:57:27

Ich habe da ja eine Vermutung, wer die Freundin von Fiyero sein könnte! Sehr schöner Teil! :)
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Beitragvon Sisi Silberträne » 01.12.2007, 17:15:52

Schöner Teil! Süß beschrieben, wie sie sich über alles wundert, was wir jeden Tag sehen.

Schnell weiter! :D
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