Sunset Boulevard
Verfasst: 02.06.2007, 21:32:00
Inhalt: Sunset Boulevard aus Bettys Sicht
Genre: hm, keine Ahnung... Romantik und noch irgendwas...
Disclaimer: Das Musical ist von Andrew Lloyd Webber, die Geschichte gab es schon vorher. Die gehört, wem sie halt gehört^^
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1. Kapitel
»Was fällt Ihnen eigentlich ein? Ich hatte diese Papiere für heute erwartet«, tobte mein Boss. Ich unterdrückte mit Mühe ein Seufzen und lächelte ihn freundlich an.
»Es tut mir schrecklich Leid, Mr DeMille. Ich bin sicher, die Papiere werden bald eintreffen.«
»Eintreffen?«, tobte Mr DeMille. »Sie meinen, Sie haben die Papiere noch nicht einmal erhalten, um sie zu bearbeiten?«
Ups. Jetzt war ich eindeutig dran. Schuldbewusst nickte ich.
»Aber wie konnte das passieren?« Mein Chef war völlig fassungslos. »Sie haben die Formulare doch bestellt – oder?« Streng sah er mich an.
Oh nein. Aber jetzt half kein Leugnen mehr.
»Ich – ich hab´s vergessen«, murmelte ich kaum hörbar. »Ich hab vorhin erst bei der Firma angerufen...«
»Also, das ist doch –« DeMille schnappte nach Luft, das Gesicht inzwischen rot wie eine Tomate, und suchte vergeblich nach Worten für mein Vergehen. »Wissen Sie, wie Sie damit meinen Zeitplan durcheinander geworfen haben?«, brüllte er schließlich völlig außer sich. Seine Hände ballten sich zu Fäusten und er verschüttete die Hälfte seines Kaffees über seinen Aktenordner, was nicht gerade zur Besserung seiner Laune beitrug. Ich schrumpfte unter seinem aufgebrachten Blick zusammen und murmelte Entschuldigungen.
»Es wird bestimmt nicht wieder vorkommen, Mr DeMille...« Flehend sah ich ihn an. Er durfte mich jetzt nicht entlassen; alles, nur das nicht, ich brauchte das Geld...
DeMille atmete tief durch und sah mich streng an. Die Stille war unerträglich. Schließlich seufzte er.
»Nun gut, junge Dame. Aber sorgen Sie dafür, dass sich das nicht wiederholt. Bis nächste Woche will ich die Papiere. Und jetzt gehen Sie schon endlich und holen Sie mir einen neuen Kaffee.«
Ein erleichtertes Lächeln breitete sich über mein Gesicht aus.
»Vielen Dank, Mr DeMille!«
Ich nahm seinen Becher und ging zum Kaffeeautomaten. Erst auf halbem Weg fiel mir ein, dass er mir kein Geld für den Kaffee gegeben hatte. Ich seufzte. Nun gut, ich würde das mal wieder von meinem Geld zahlen müssen. Ich stellte den Becher in den Automaten und suchte in meiner Tasche nach Kleingeld, als mich plötzlich jemand von hinten umarmte und mir einen stürmischen Kuss in den Nacken drückte. Ich lächelte glücklich.
»Hi, Artie.«
»Hallo«, erwiderte mein Freund und trat neben mich.
»Wie geht´s dir?«
»Nicht so toll«, berichtete ich mit einem leisen Seufzer, »DeMille hätte mich gerade fast rausgeschmissen.«
Artie sog scharf die Luft ein. Er wusste genauso gut wie ich, dass ich sein Geld brauchte.
»Was hast du denn gemacht?«
»Ich hab neulich dieses Buch gelesen – Blind Windows«, gestand ich. »Die Story ist wirklich spannend, Artie, ich habe darüber ganz vergessen, Formulare anzufordern, die DeMille bis heute fertig überarbeitet auf dem Schreibtisch liegen haben wollte...«
Artie schüttelte lächelnd den Kopf.
»Du Leseratte«, neckte er mich und küsste mich sanft auf die Wange. »Hast du trotzdem heute Abend Zeit für deinen armen Freund, oder musst du die Bestellung nachholen?«
Ich zögerte einen Moment. Die Bestellung war erledigt, aber DeMille wollte sicher noch irgendwas. Das war typisch für ihn... Aber als ich Arties Blick sah, warf ich alle Bedenken über Bord.
»Heute Abend geht klar«, entgegnete ich und erwiderte seinen Kuss, bevor ich ins Studio zurückging um meinem Boss seinen Kaffee zu bringen.
»Hey«, rief Artie mir nach und holte mich noch einmal ein, »Diese Story, Blind Windows – irgendwas reizt dich daran, oder? Was hast du vor? Willst du ein Drehbuch draus machen?«
Ich lachte. Er hatte mich wieder mal durchschaut.
»Ganz genau«, bestätigte ich mit einem Blitzen in den Augen. »Die Story reizt mich. Sie fordert mich geradezu heraus! Ich weiß nur noch nicht, wie ich die Rechte bekomme... Darum muss ich mich irgendwann noch kümmern.«
Artie sah mich zärtlich an.
»Alles geplant bis ins letzte Detail, typisch«, zog er mich auf. Ich musste wieder lachen.
»Tja, das bin ich«, gab ich grinsend zurück. In diesem Moment rief Mr DeMille nach mir und seinem Kaffee.
Genre: hm, keine Ahnung... Romantik und noch irgendwas...
Disclaimer: Das Musical ist von Andrew Lloyd Webber, die Geschichte gab es schon vorher. Die gehört, wem sie halt gehört^^
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1. Kapitel
»Was fällt Ihnen eigentlich ein? Ich hatte diese Papiere für heute erwartet«, tobte mein Boss. Ich unterdrückte mit Mühe ein Seufzen und lächelte ihn freundlich an.
»Es tut mir schrecklich Leid, Mr DeMille. Ich bin sicher, die Papiere werden bald eintreffen.«
»Eintreffen?«, tobte Mr DeMille. »Sie meinen, Sie haben die Papiere noch nicht einmal erhalten, um sie zu bearbeiten?«
Ups. Jetzt war ich eindeutig dran. Schuldbewusst nickte ich.
»Aber wie konnte das passieren?« Mein Chef war völlig fassungslos. »Sie haben die Formulare doch bestellt – oder?« Streng sah er mich an.
Oh nein. Aber jetzt half kein Leugnen mehr.
»Ich – ich hab´s vergessen«, murmelte ich kaum hörbar. »Ich hab vorhin erst bei der Firma angerufen...«
»Also, das ist doch –« DeMille schnappte nach Luft, das Gesicht inzwischen rot wie eine Tomate, und suchte vergeblich nach Worten für mein Vergehen. »Wissen Sie, wie Sie damit meinen Zeitplan durcheinander geworfen haben?«, brüllte er schließlich völlig außer sich. Seine Hände ballten sich zu Fäusten und er verschüttete die Hälfte seines Kaffees über seinen Aktenordner, was nicht gerade zur Besserung seiner Laune beitrug. Ich schrumpfte unter seinem aufgebrachten Blick zusammen und murmelte Entschuldigungen.
»Es wird bestimmt nicht wieder vorkommen, Mr DeMille...« Flehend sah ich ihn an. Er durfte mich jetzt nicht entlassen; alles, nur das nicht, ich brauchte das Geld...
DeMille atmete tief durch und sah mich streng an. Die Stille war unerträglich. Schließlich seufzte er.
»Nun gut, junge Dame. Aber sorgen Sie dafür, dass sich das nicht wiederholt. Bis nächste Woche will ich die Papiere. Und jetzt gehen Sie schon endlich und holen Sie mir einen neuen Kaffee.«
Ein erleichtertes Lächeln breitete sich über mein Gesicht aus.
»Vielen Dank, Mr DeMille!«
Ich nahm seinen Becher und ging zum Kaffeeautomaten. Erst auf halbem Weg fiel mir ein, dass er mir kein Geld für den Kaffee gegeben hatte. Ich seufzte. Nun gut, ich würde das mal wieder von meinem Geld zahlen müssen. Ich stellte den Becher in den Automaten und suchte in meiner Tasche nach Kleingeld, als mich plötzlich jemand von hinten umarmte und mir einen stürmischen Kuss in den Nacken drückte. Ich lächelte glücklich.
»Hi, Artie.«
»Hallo«, erwiderte mein Freund und trat neben mich.
»Wie geht´s dir?«
»Nicht so toll«, berichtete ich mit einem leisen Seufzer, »DeMille hätte mich gerade fast rausgeschmissen.«
Artie sog scharf die Luft ein. Er wusste genauso gut wie ich, dass ich sein Geld brauchte.
»Was hast du denn gemacht?«
»Ich hab neulich dieses Buch gelesen – Blind Windows«, gestand ich. »Die Story ist wirklich spannend, Artie, ich habe darüber ganz vergessen, Formulare anzufordern, die DeMille bis heute fertig überarbeitet auf dem Schreibtisch liegen haben wollte...«
Artie schüttelte lächelnd den Kopf.
»Du Leseratte«, neckte er mich und küsste mich sanft auf die Wange. »Hast du trotzdem heute Abend Zeit für deinen armen Freund, oder musst du die Bestellung nachholen?«
Ich zögerte einen Moment. Die Bestellung war erledigt, aber DeMille wollte sicher noch irgendwas. Das war typisch für ihn... Aber als ich Arties Blick sah, warf ich alle Bedenken über Bord.
»Heute Abend geht klar«, entgegnete ich und erwiderte seinen Kuss, bevor ich ins Studio zurückging um meinem Boss seinen Kaffee zu bringen.
»Hey«, rief Artie mir nach und holte mich noch einmal ein, »Diese Story, Blind Windows – irgendwas reizt dich daran, oder? Was hast du vor? Willst du ein Drehbuch draus machen?«
Ich lachte. Er hatte mich wieder mal durchschaut.
»Ganz genau«, bestätigte ich mit einem Blitzen in den Augen. »Die Story reizt mich. Sie fordert mich geradezu heraus! Ich weiß nur noch nicht, wie ich die Rechte bekomme... Darum muss ich mich irgendwann noch kümmern.«
Artie sah mich zärtlich an.
»Alles geplant bis ins letzte Detail, typisch«, zog er mich auf. Ich musste wieder lachen.
»Tja, das bin ich«, gab ich grinsend zurück. In diesem Moment rief Mr DeMille nach mir und seinem Kaffee.