RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

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Traumtaenzerin
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Traumtaenzerin » 19.08.2011, 14:37:47

Immer mehr Leute meldeten sich zu Lukas Freude fürs Einkaufen und sie versammelten sich im Flur zum Schuhe anziehen.
Lukas trat einen Schritt nach hinten und machte ein Foto von dem Gewirr aus Schuhen, Armen und Haaren.
Nachdem er sich dann auf einem Bein hüpfend auch die Schuhe zugeknotet hatte folgte er den anderen in den Vorgarten und der Trupp machte sich auf den Weg.
"Hat wer eine Karte oder eine Ahnung wo wir lang müssen?"
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Sunny
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Sunny » 28.08.2011, 21:43:01

"Ich bin vorhin an einem Supermarket vorbeigekommen, glaube ich", sagte Shareen auf dem Geweg vor dem Haus stehend. Sie hatte wieder ihre Absatzschuhe angezogen, obgleich sie lieber in Turnschuhe geschlüpft wäre, aber die lagen ganz unten in ihrem Koffer.

"Wenn ich mich also nicht irre, dann müssten wir einfach hier lang gehen und da vorne rechts abbiegen." Sie gestikulierte langsam, ihre Worte unterstreichend, mit dem Arm, sodass auch alle sie verstehen konnten, was in einem Pulk, zu dem sie irgendwie geworden waren, manchmal etwas schwierig sein konnte.

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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Tessa » 01.09.2011, 22:45:22

Als Helena wieder erwachte, war es merkwürdig ruhig im Haus. Verwirrt richtete sie sich auf. Von ihrer Zimmerpartnerin war nichts mehr zu sehen. Aber offensichtlich hatte sie ihre Sachen verstaut, bevor sie wieder das Zimmer und vielleicht auch das Haus verlassen hatte. Hatten die anderen vorhin nicht auch gesagt, dass sie Einkaufen gehen wollten? Verschlafen sah sie auf ihre Armbanduhr. Sie konnte nicht lange geschlafen haben. Es war nicht viel Zeit vergangen. Folglich konnten die anderen auch noch nicht lange weg sein. Sie stand auf und ging wieder runter. Beim Vorbeigehen an der Tür, sah sie die anderen in einem Pulk auf der Straße sehen. Ob die alte Frau wohl immer noch die Straße beobachtet, fragte sie sich amüsiert. Sie verspürte nicht die Lust, sich den anderen anzuschließen und mit einkaufen zu gehen. Deshalb ging sie geradewegs in die Küche und holte sich was zu trinken. Gedankenverloren lehnte sie sich an die Arbeitsfläche und schaute aus dem Fenster.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Sisi Silberträne » 05.09.2011, 20:51:31

Diana grinste in Lukas' Richtung. "Ein kompromitierendes Foto für Faceb..."
Ihr linker Fuß traf jäh auf einen Widerstand, sie strauchelte und ruderte ungelenk mit den Armen im Versuch das Gleichgewicht zu halten. Es gelang ihr gerade noch sich an der Wand abzufangen.
"Bloody hell", schimpfte sie, sich nach dem Übeltäter umsehend. Es war ihre eigene große Tasche, die sie wie immer mitten im Weg stehen gelassen hatte, um sich die Schuhe anzuziehen. Rasch blickte sie zu den anderen, in der Hoffnung, dass niemand diesen Fauxpas bemerkt hatte, doch anhand deren Grinsern hoffte sie da vergeblich. Sie wurde ein wenig rot. Rasch folgte sie ihren Mitbewohnern aus dem Haus.
Schon nach wenigen Metern war man unschlüssig in welche Richtung man sich nun zu halten hatte, doch es schien als hätte ihre Zimmergenossin das beste Gedächtnis. Sie konnte Shareens Aussage nur unterstreichen.
"Ja, stimmt. Der Supermarkt ist ziemlich gleich bei der Bushaltestelle und die ist zwei Straßen weiter."
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Gaefa » 06.09.2011, 15:33:50

"So ein Mist", murmelte der blonde Mann, als er endlich aus dem Zug stieg. Es kam ihm vor wie eine Ewigkeit, die er unterwegs war. Außerdem war er viel zu spät dran und wenn er etwas nicht ausstehen konnte, dann war es Unpünktlichkeit. Doch er selbst konnte ja recht wenig für seine Verspätung. Diese verfluchte Bahn - nie konnte man sich auf sie verlassen. Er hatte extra einen ICE gebucht, um entspannt und pünktlich in Wien anzukommen. Aber genau das war nicht der Fall. Der Zug war nichtmals bis nach München gekommen. Irgendetwas stimmte mit der Zugstrecke nicht oder mit dem Zug, so genau hatte er es nicht verstanden. Auf jeden Fall musste er von da aus dann mit dem Nahverkehr und den Bummelzügen weiterreisen. Aufgrund dieser Verzögerungen war er erst einige Stunden später in Wien angekommen als er eigentlich geplant hatte.
Elias schaute sich verzweifelt auf dem Bahnsteig um. Er kannte sich in Wien nicht aus und war auch zuvor noch nie da gewesen. Der Google-maps Ausdruck musste reichen, um seine neue Bleibe zu finden. Erstmal kämpfte er sich mit seinem Koffer, dem Rucksack sowie seiner Reisetasche, die er sich umgehangen hatte durch die Menschenmengen, die ihm entgegen strömten. Leise seufzte er. Warum konnte er jetzt nicht bei seiner Familie sein und mit seinen beiden kleinen Kindern spielen? Nein, er musste ja auch Geld nach Hause bringen und das Angebot aus Wien konnte er unmöglich abschlagen, allein schon, weil Luigi Lucheni eine Rolle war, von der er schon lange träumte. Den Gedanken seine Familie für diese Zeit mit nach Wien zu nehmen, hatte ich lange nicht losgelassen, aber der Aufwand wäre zu groß gewesen. Er hätte kaum Zeit gehabt und seine Frau hätte sich mit den Kleinen allein in einer fremden Stadt und sogar einem anderen Land zurechtfinden müssen. Nein, da war es besser, wenn sie in ihrem gewohnten Umfeld blieben, da hatte sich schließlich alles eingependelt. Des Weiteren würde sich seine Schwester Sophia seine Frau unterstützen und die Kinder konnten mit seinem 3-Jährigen Neffen spielen. Ja, so war es besser, aber schon jetzt vermisste er alle drei sehr.
Als er die Straßenbahn erreicht hatte, hetzte er in einen der Wagen und schon fuhr sie los. Einen Sitzplatz gab es nicht mehr, so verzog er sich in eine Ecke, in der er wenigstens das Gleichgewicht halten konnte. Er kramte nach seinem Handy und wählte Venias Nummer aus. "Hallo mein Schatz. Ich bin jetzt endlich in Wien angekommen. Nein, an der Wohnung bin ich noch nicht angekommen, aber das dauert wohl nicht mehr lange. Wie gehts den Kleinen? Das freut mich. Ich vermisse euch schon sehr." So ging die Fahrt in der Unterhaltung unter und er hätte beinahe den Ausstieg verpasst. "Oh, ich muss hier aussteigen. Moment, Schatz, ich bin gleich wieder da." Er packte sich seinen Koffer und hievte ihn hinaus und setzte seinen Weg in Richtung Himmelstraße fort. "So, jetzt müsste ich gleich da sein. Die Wohnhäuser sehen ganz schön aus, allerdings sieht es mir ganz nach Familienhäusern aus. Würden mir gefallen, wenn ihr auch hier wärt." Elias berichtete seiner Frau seine Eindrücke. Plötzlich stockte er. Eine Ansammlung von Menschen kam ihm entgegen und er wechselte mühsam die Straßenseite, um nicht durch seinen Koffer den ganzen Gehweg zu blockieren. Als er an ihnen vorbei ging, kam ihm das ein oder andere Gesicht irgendwie bekannt vor, aber er wusste nicht genau warum. "Ich müsste jetzt gleich da sein, ah da ist die Nummer 13. Seltsam, sieht irgendwie auch aus wie ein Einfamilienhaus. Bist du sicher, dass ihr nicht mit eingeplant worden seid?", neckte er Venia noch ein letztes Mal. "Ich melde mich, wenn ich meine Koffer los bin. Knuddel Mia und Lenni von mir. Ich liebe dich.", verabschiedete er sich schweren Herzens.
Mittlerweile stand der voll bepackte Mann vor dem Haus, in dem er die nächste Zeit wohnen sollte, nach Angabe des Theaters zumindest. "Also gut, dann mal hinein.", sagte er sich. Elias atmete noch einmal tief durch und lief dann auf die Haustür zu - es gab nur eine Klingel, die Tür war verschlossen. Er schaute sich noch einmal um, strich sich die Haare aus dem Gesicht und drückte vorsichtig die Klingel.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Tessa » 06.09.2011, 16:58:17

Helena erwachte aus ihrer Träumerei, als es an der Haustür klingelte. Erstaunt stellte sie ihr Glas ab und ging zur Tür. Ob wohl einer von den anderen was vergessen hatte und keinen Schlüssel mitgenommen hatte? Vorzustellen wäre das ja bei dem ganzen Chaos. Aber als sie Tür öffnete, sah sie keinen, ihr schon bekannten Mitbewohner. Sondern einen anderen Musicaldarsteller, den sie meinte schon mal bei "We will rock you" und "Wicked" gesehen zu haben. Ihr wollte aber einfach kein Name zu dem Gesicht einfallen. "Äh...hallo", fing Helena etwas verunsichert an, "Ich nehme an, dass Sie auch in Elisabeth mitspielen werden?" Sie wartet erst gar nicht die Antwort ab und fuhr weiter fort: "Es gab ein kleines Missverständnis, was die Unterkunft anbelangt, aber das erkläre ich am besten drinnen weiter." Sie zeigte einladend in die Wohnung.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Gaefa » 06.09.2011, 17:17:32

Lange musste Elias nicht warten und eine junge Frau öffnete ihm die Tür. Sie schien jemand anderen erwartet zu haben, denn sie blickte ihn verwundert an. Dann versuchte sie ihm etwas von Missverständnissen zu erklären und woher wusste sie, dass er bei Elisabeth spielen würde? Er folgte ihrer Armbewegung und betrat das Haus. Es sah nicht so aus als gäbe es hier mehrere Wohnungen, das würde wohl das Missverständnis sein. "Ach ja, ich bin übrigens Elias Frangenberger. Ich spiele tatsächlich bei Elisabeth. Aber was ist hier bitte los? die Vereinigten Bühnen sollten eine Unterkunft für mich suchen und nicht gleich für die ganze Familie." Während dieser Worte ging er in das Wohnzimmer und setzte sich auf eines der Sofas. Erwartungsvoll blickte er die junge Frau an, deren Namen er nicht wusste, aber er vermutete, dass auch sie eine Darstellerin ist.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Tessa » 06.09.2011, 17:40:15

Elias Frangenberger. Natürlich, jetzt, wo er den Namen sagte, fragte sie sich, wieso sie ihn vergessen hatte. Sie hatte ihn vor allem in "We will rock you" gut gefunden. Bevor sie sich auf das andere Sofa setzte, ging sie in die Küche und holte ihr Glas und ein weiteres Glas mit Wasser. Das unbenutzte Glas stellte sie vor Elias. Es wunderte sie nicht, dass er wissen wollte, was das alles hier zu bedeuten hatte. Aber sie war schon etwas irritiert, als er von einer Familie sprach. "Familie? Wieso Familie?", fragte sie verwirrt. "Ach egal...", schob sie den Gedanken beiseite. "Wo fange ich am besten an?" Sie sah ihn unschlüssig an. Dann fiel ihr ein, dass sie sich noch gar nicht vorgestellt hatte.
"Also, ich bin Helena Fuchs und spiele auch in Elisabeth mit. Die Sache sieht so aus: Als ich vorhin an dem Haus hier ankam, waren schon zwei andere Darsteller hier. Wir waren natürlich alle verwirrt und haben deswegen die Hausverwalterin angerufen, die uns sagte, dass sie noch mal vorbeikommen würde, um das Missverständnis aufzuklären. Während der Zeit kamen auch noch weitere Darsteller an. Sie müssten sie eigentlich eben noch auf der Straße gesehen haben", unterbrach sie sich nachdenklich. "Und wenn nicht, werden Sie sie gleich noch alle kennen lernen. Auf jeden Fall kam heraus, dass einem von den Vereinigten Bühnen ein Fehler unterlaufen ist. Es wurden daher für die Darsteller keine seperaten Wohnungen gesucht, sondern eine gemeinsame. Wir werden von nun an in so einer Art WG leben. Also herzlich Willkommen im Chaos", endete sie.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Gaefa » 07.09.2011, 13:42:35

"Chaos, ja danach hört sich das wirklich an.", dachte Elias laut. Aber immerhin musste er sich dann nicht so sehr umgewöhnen was den Lärm im Haus betraf. Er hatte schon ein wenig Angst gehabt, dass er sich so ganz allein in einer ruhigen Wohnung gar nicht mehr wohl fühlen konnte. Schließlich war Ruhe seit über einem Jahr ein Fremdwort für den jungen Vater.
Er nahm einen Schluck Wasser. "Dann werden das wohl in der Traube Menschen draußen auf der Straße die restlichen Mitbewohner und Kollegen gewesen sein.", sinnierte er. Das erklärte auch, warum ihm einige Gesichter bekannt vorgekommen waren. Einige Kollegen müsste man wohl schon mal irgendwo getroffen oder wenigstens gesehen haben.
"Wie sieht denn die genaue Wohnsituation aus?", erkundigte er sich nun. "Vor allem die Zimmer würden mich zugegebener maßen interessieren oder muss ich auf dem Sofa schlafen, weil ich so spät gekommen bin?"
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Beteigeuze » 07.09.2011, 15:47:43

Marielle schloss sich ihren Mitbewohnern zum Einkauf an. Da sie mit dem Taxi gekommen war und während der Fahrt auch ziemlich in Gedanken versunken war, hatte sie nicht viel von ihrer Umgebung wahrgenommen. Kurz nachdem sie das Haus verlassen hatten, hatte sie, und wie sie feststellen musste, auch einige andere nicht gewusst, wohin sie denn nun gehen mussten. Zum Glück war sie nicht die Einzige, die nun hoffnungslos verloren gewesen wäre, wenn nicht Diana gewusst hätte, wo es lang geht.

"Bei der Bushaltestelle zwei Straßen weiter, das scheint ja zum Glück nicht allzu weit weg zu sein. Sagte vorhin nicht jemand etwas von einem Billa? Ich bin aus Deutschland, kenne diesen Markt nicht. Mit welchem Supermarkt ist der denn zu vergleichen?" plapperte sie, während dem Laufen, drauf los.
Zuletzt geändert von Beteigeuze am 07.09.2011, 19:37:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Tessa » 07.09.2011, 16:24:05

Ah, anscheinend lag sie richtig mit ihrer Vermutung, dass er die anderen schon gesehen hatte. Helena hatte ihn auf jeden Fall sowas sagen hören. Als er sie fragte wie die gegenwärtige Wohnsituation aussah, sah sie ihn etwas überfordert hat.
"Also, wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege, sind alle Zweierzimmer belegt. Zwei der Einzelzimmer müssten eigentlich auch schon belegt sein...", überlegte sie laut, "...hm, ich glaube du musst doch auf dem hartem Sofa vorlieb nehmen". Als sie seinen leicht geschockten Gesichtsausdruck sah, fügte sie noch gespielt vergesslich hinzu: "Ach ja,... da war noch ein Einzelzimmer. Was für ein Glückspilz du doch bist. Erst zu spät kommen und trotzdem ein Einzelzimmer abbekommen." Sie sah ihn leicht neckisch an.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Fetzi » 07.09.2011, 17:56:28

Das Grüppchen machte sich also auf zum Einkaufen. Wirklich ein Glück, dass Diana wusste, wo ein Billa war, denn Chris selbst kannte sich hier nicht wirklich aus. Eine wirklich schöne Gegend zum Wohnen, und Chris verzieh den VBW diesen Fehler. Im 19.Bezirk zu wohnen ist ja wirklich nicht schlecht.
Als sie gerade ein paar Meter zurückgelegt haben, kam ein Mann mit Gepäck die Himmelstraße entlang. "Bestimmt auch einer von uns", murmelte Chris. Er kam ihm auch irgendwie bekannt vor... Seine Gedanken wurde jäh unterbrochen, also eine der Damen - wie hieß sie? Marielle? - fragte, was ein Billa ist. Chris erhob die Stimme: "Meine lieben nicht-österreichischen Kollegen, ihr werdet jetzt Wien kennen lernen. Erste Station: BILLA! Ein österreichischer Lebensmittelmarkt, den ihr hier noch öfter sehen werdet. Dort gibt es so ziemlich alles, was irgendwie essbar ist. Und wenn das der einzige Supermarkt hier in der Nähe ist, werden wir dort wohl noch öfter sein. Und der Hausverstand wird euch das auch bald sagen."
Die Anspielung auf die Billa-Werbung mit dem Hausverstand bracht ein paar verwunderte Blicke, was Chris nicht wunderte. Er genoss es, wieder in der Heimat zu sein.
Nicht mehr lang, und sie standen vor dem Billa. "Meine Damen, mein Herr: ein Billa."

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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Gaefa » 07.09.2011, 18:50:42

Elias atmete auf, als Helena doch noch ein weiteres Einzelzimmer nannte, in das er einziehen konnte. Trotz seiner durchaus guten Schauspielfähigkeiten waren ihm bei diesen Worten die Gesichtszüge entglitten. Seine Frage war eigentlich rein rhetorisch und nicht ernst gemeint gewesen. Ein eigenes Bett - wenigstens das brauchte er dann doch.
"Ja, da hab ich noch mal Glück gehabt. Doch ich hab gelernt, dass man sich auf niemanden verlassen sollte. Die Bahn bringt einen nie pünktlich oder überhaupt zum Ziel und die Vereinigten Bühnen können keine Wohnungen organisieren.", gab er mit sarkastischem Unterton zurück. "Kannst du mit vielleicht zeigen, wo sich das freie Zimmer befindet? Dann würde ich gern mal ein paar meiner Sachen auspacken." Bisher hatte er es vermieden sein Gegenüber direkt anzusprechen, aber da die junge Frau nun selbst vom Sie zum Du gewechselt hatte, konnte er sie ebenfalls duzen.
Elias erhob sich und blickte Helena erwartungsvoll an.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Sisi Silberträne » 07.09.2011, 21:12:29

"Nicht mehr lang, und sie standen vor dem Billa. "Meine Damen, mein Herr: ein Billa."

Die Erklärung ihres Kollegen, vor allem die Anspielung auf die leicht dümmliche Hausverstand-Werbung amüsierte Diana. Da sie den Abschluss des Grüppchens bildete, wartete sie bis alle durch den gelb gerahmten Eingang getreten waren. Dabei fiel ihr Blick auf ein Plakat neben demselben, das für neue Sammelsticker bei jedem Einkauf ab einem gewissen Preis warb. Sie dachte sofort an ihre Tochter, weil Maximilian ihr noch die Tage am Telefon erzählt hatte, dass Annie ihn bereits überredet hatte das Sammelheft zu kaufen und sie daher die Päckchen mitnehmen solle, wenn sie mal zum Billa kam.
Vor den Einkaufswagerln angelangt, begann das große Kramen, weil jeder nach einer Münze suchte. Irgendeiner rief dann als erster: "Hier, ich habe einen Euro", doch Diana wusste nicht wem die Stimme gehörte. Sie sah erwartungsvoll in Richtung der anderen, insbesondere zu Lukas, der soweit sie mitbekommen hatte, den Einkaufszettel eingesteckt hatte.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Traumtaenzerin » 07.09.2011, 21:37:08

Lukas hatte während des kleinen Spaziergangs zum Supermarkt kaum an den Gesprächen der anderen teilgenommen. Er war viel zu sehr damit beschäftigt die Umgebung zu erkunden und all das Neue in sich aufzusaugen.
Jetzt muss ich nur noch anfangen an jedem Auto zu schnüffeln und sie halten mich für einen Hund, dachte er bei sich während er einen mit Blumen bemalten Briefkasten bewunderte.
Irgendwann hörte er das Wort 'Billa' und sie waren an einem großen, ziemlich gelben Gebäude mit ebendieser Aufschrift angekommen.
Lukas Magen knurrte, also griff er in seine Hosentasche, holte einen Euro hervor und löste einen EInkaufswagen von der Kette.
"Hier, ich habe einen Euro",
rief er, woraufhin das Gewühle und Gekrame der anderen aufhörte.
Auf Dianas auffordernden Blick hin zog er auch den Einkaufszettel, der inzwischen vollgekritzelt war mit allen möglichen Essensachen - Lukas Magen knurrte erneut -, aus der Tasche und drückte ihn dem neben ihm stehenden Chris in die Hand.
Dann stellte er sich mit Schwung auf die Radstange des Einkaufswagens, verfehlte allerdings die Tür und knallte mit lautem Geschepper gegen die massive Wand des Gebäudes.
Bedröppelt schüttelte er sich und fuhr sich durch die Locken.
"Vielleicht sollte ich doch endlich mal meinen Führerschein machen!"
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Tessa » 10.09.2011, 20:06:27

Helena hatte gar nicht bemerkt, dass sie zum du gewechselt war. Nach kurzem Überlegen erschien ihr das Siezen aber auch lächerlich. Vor allem, wenn man bedachte, dass sie mit Elias und den anderen zusammen wohnen und arbeiten würde. Anscheinend hatte er, weil sie ihn gesiezt hatte, sich auch nicht getraut, sie direkt anzusprechen.
Sein ironischer Unteron gefiel ihr. Damit konnte sie sehr gut umgehen. Schließlich neigte sie selber zum Sarkasmus.
Als er nach dem Zimmer fragte, antwortete sie: "Ich bin mir nicht ganz sicher, welches von den drei Zimmern noch unbelegt ist. Aber die Einzelzimmer liegen alle oben. Am besten gehen wir nach oben und schauen nach, welches noch frei ist." Abwartend sah sie ihn an.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Sunny » 11.09.2011, 08:25:14

Shareen, die diesen Weg schon einmal in umgekehrter Richtung gegangen war, musterte nun ihre neuen Kollegen, zumindest die, die mitgekommen waren. Es war ein bunter Haufen, aber alle aufgeschlossen und freundlich, soweit sie feststellen konnte.

Als sie beim "Billa", was auch immer das für ein Name war... vielleicht leitete er sich ja vom Wort "bill" ab..., angekommen waren, richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf das gelbe Haus, bis Lukas einen Euro herauskramte und cool und lässig den Einkaufswagen fahren wollte...

Sie konnte sich ein Kichern auf seinen lauten, kleinen Unfall nicht verkneifen, trotzdem fragte sie: "Alles in Ordnung?"

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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Gaefa » 15.09.2011, 16:07:28

"Prima. Dann mal ab nach oben.", antwortete Elias. Langsam wollte er auch gern mal ein paar Minuten für sich haben, vor allem bevor der Rest vom Einkaufen wieder kommen würde. Er folgte Helena ins Obergeschoss des Hauses. Er schaute sich nicht übermäßig genau um, dazu würde er sicherlich noch genug Zeit bekommen. Helena zeigte ihm welche Zimmer die Einzelzimmer waren. Vorsichtig klopfte der blonde Mann an die Tür des Zimmers, das neben dem Bad lag. Helena hatte ihm nur sagen können, dass sie dort niemanden hineingehen gesehen hatte.
Da sich nichts tat, drückte er vorsichtig die Türklinke herunter. Nachdem er die Tür einige Spalt breit geöffnet hatte, schaute er neugierig hinein. Niemand war zu sehen, aber was noch viel wichtiger war: Es waren auch keine Koffer zu sehen. "Da scheint noch niemand eingezogen zu sein.", kommentierte er, als er die Tür weit geöffnet hatte und das ganze Zimmer überblicken konnte.
Glück gehabt, dachte er bei sich. Es wäre doch ziemlich unangenehm gewesen ein bereits bewohntes Zimmer zu öffnen.
Rasch holte er sein Gepäck aus dem Flur, brachte es die Treppe hoch und stellte seine Sachen unter dem Fenster ab.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Tessa » 18.09.2011, 12:42:33

Nachdem Elias seine Sachen geholt hatte und auch in seinem Zimmer verschwunden war, beschloss Helena wieder nach unten zugehen. Diesmal wollte sie jedoch nicht wieder in die Küche, sondern etwas frische Luft schnappen. Sie hatte die Wahl zwischen den Vorgarten und den richtigen Garten. Sie beschloss sich auf die Stufen vor der Haustür zu setzten. Als sie davor saß, blickte sie sich um.
Sie konnte fast ihren Augen nicht trauen, als die alte Frau immer noch draußen stand und mit Adler-Augen herüber spähte. Das kann ja was werden, dachte sie bei sich und fing an, ihrerseits die Umgebung zu beobachten.
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Re: RPG: 'Unter einem Dach' - Die Musical WG

Beitragvon Gaefa » 21.09.2011, 16:01:33

Erleichtert schloss der blonde Mann die Tür hinter sich. Er war froh vorerst allein zu sein. So konnte er die ganze Situation erst einmal verdauen. Er würde also hier mit den anderen Darstellern in einem Haus zusammen wohnen. Na hoffentlich würde das Bad nicht ständig blockiert sein. Das war eigentlich das Einzige, was ihn an WGs störte.
Gedankenverloren kramte er nach seinem Handy. Während er die Nummer seiner Frau wählte, ließ er sich auf sein Bett niedersinken. "Papa", quäkte eine Kinderstimme ins Telefon und in Elias Augen sah man ein heftiges Funkeln. "Hallo Lenny, passt ihr beiden gut auf die Mami auf?", fragte er seinen kleinen Sohn liebevoll. Eine Antwort bekam er von dem Einjährigen nicht, aber er war sich sicher, dass er auf der anderen Seite heftig nickte. Dies bestätigte ihm Venia, als sie nun am Telefon war. "Und wie ist deine Wohnung? Findest du dich allein zurecht?", wollte sie wissen. "Naja, das muss ich wohl gar nicht. Hier wird es auch drunter und drüber gehen.", gab er zur Antwort. "Wie denn das?", wollte seine Frau sehr verdutzt wissen. "Naja, den Vereinigten Bühnen ist ein grober Fehler unterlaufen und jetzt wohnen alle Darsteller, die eine Wohnung beantragt haben in einem großen Haus.", erklärte der junge Vater. "Oh Gott. Also eine riesige WG?" - "Ja, so ungefähr. Ich hab bisher nur eine junge Kollegin getroffen. Der Rest schein gerade einkaufen zu sein." - "Junge Kollegin?", hörte er seine Frau wiederholen. "Ja, Schatz. Und sie sieht echt gut aus, ich tippe mal davon laufen hier noch mehr rum, freie Auswahl also.", feixte er. "Also vor zehn Jahren hätte ich wohl schwach werden können, aber jetzt..." Er grinste. Elias war seiner Frau treu, egal wie viele junge Frauen in seinem Haus auch wohnen würden, seine Familie war das größte für ihn. "Ich muss jetzt erstmal meine Sachen auspacken und dann bin ich mal auf den Rest gespannt. Wird sicherlich eine chaotische Truppe und die Proben fangen ja auch schon gleich an. Ich melde mich morgen Abend wieder. Gib Mia und Lenny einen Kuss von mir. Ich liebe dich.", verabschiedete er sich von seiner Frau.
Er brauchte nicht lange und schon hatte er die Meisten seiner Sachen im Schrank verstaut und die Koffer unter das Bett geschoben. Das Bild von sich und seiner Familie stellte er auf den Nachttisch.
So, das wars, dachte er bei sich und betrachtete die lachenden Gesichter. "Ich vermisse euch.", flüsterte er. Dann stand er auf und wandte sich zur Tür.
Im Flur angelangt blieb er unschlüssig stehen, wohin sollte er jetzt gehen?
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