Eine folgenschwere Aktion
Verfasst: 21.10.2007, 22:33:35
Inhalt: Joa, das ist nun die angekündigte Wicked-Geschichte. Sie wird nicht allzu lang, aber immerhin so, dass es für drei vier Teile bestimmt reichen wird. Ein besserer Titel ist mir leider bisher nicht eingefallen -.-
Glinda gibt eine Pyjama-Party, doch Elphaba ist bei ihren Freundinnen nicht willkommen. Fängt vielleicht harmlos und lustig an, endet aber nicht so.
Genre: ? Drama
Disclaimer: SE, Gregory Maguire
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Eine folgenschwere Aktion
von Sisi
Unter fröhlichem Geplapper strömten die ersten gesättigten Studenten aus dem Speisesaal, um auf ihre Zimmer zu gehen. Manche hatten ihr Stück Biskuitroulade noch vor sich auf dem Teller. An den gebackenen Fisch, den es gegeben hatte, erinnerte jetzt nur noch schwacher Geruch. Es war keine Seltenheit, dass Elphaba schnell aufgegessen hatte, und ebenso wenig, dass sie nicht satt geworden war, weil sie Tiere als Nahrungsmittel verweigerte.
Glinda hingegen blieb mit ihren Freundinnen zumeist lange sitzen, da sie sich immer viel zu erzählen hatten. Doch an diesem Abend verließ das blonde Mädchen zusammen mit seiner Zimmergenossin den Speiseraum. Es war nämlich Samstag und Glinda hatte mit ihren besten Freundinnen eine Pyjama-Party geplant. Man sollte meinen sie wären für solch einen Spaß schon zu alt, doch das störte sie nicht. Pfanee und Shen Shen schienen nur weniger begeistert darüber, dass auch Elphaba dabei sein würde. Darauf hatte Glinda bestanden.
Im Zimmer angekommen, zog sich Elphaba rasch um und schlüpfte unter ihre Decke, um noch ein wenig zu lesen, bevor die anderen Mädchen ankamen. Glinda würde im Bad bestimmt noch eine Weile brauchen. Nachschminken, Frisur in Ordnung bringen, und alles wegen einer Pyjama-Party, das schaffte auch nur sie.
Zu ihrem Leidwesen war es ihr nicht gelungen ihre Freundin damit anzustecken. Elphaba begnügte sich mit einem schwarzen Lidstrich. Etwas mehr Schminke würde sie nicht beliebter machen, und wenn doch, konnte sie darauf gut verzichten. Sie wünschte sich nur akzeptiert zu werden, genau so wie sie war.
Nach einer halben Ewigkeit geruhte Glinda das Bad zu verlassen, um ausgelassen zu ihrem Bett zu hüpfen, wo sie damit begann ihr Tagesoutfit mit dem pinkfarbenen Pyjama zu tauschen.
„AAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHH!!!“
Bei diesem Schrei wäre das grünhäutige Mädchen beinahe aus dem Bett gefallen. Elphaba drehte sich irritiert in Richtung ihrer Mitbewohnerin, die in ihrer Spitzenunterwäsche auf einem Stuhl stand, und ängstlich auf ihre Schlafstatt starrte.
„Ähh... Glinda? Geht’s dir gut?“ Sie runzelte die Stirn.
Diese zeigte mit weit aufgerissenen Augen in Richtung Bett. „Da... da... Sp... Sp... Spinne!!! Elphiiiiieeee, tu sie weg... tu sie bloß weg!!“
Angesprochene konnte sich vor Lachen nicht mehr halten, was einen verständnislosen Blick Glindas zur Folge hatte. Diese Elphie, wie konnte sie sich im Angesicht eines solchen Monsters auch noch amüsieren?!
Nachdem sich Elphaba wieder im Griff hatte, ging sie hinüber zum Bett der Freundin, und nahm zu deren Entsetzen die widerliche haarige Kreatur einfach in die Hände, um sie ihr gleich darauf unter die Nase zu halten. Mit einem Geschrei, das einer wilden Indianerhorde gleichkam, sprang Glinda vom Stuhl und floh ins Bad.
Kopfschüttelnd setzte Elphaba die harmlose nur zwei Zentimeter kleine Spinne draußen aufs Fensterbrett. „So, sie ist weg. Du kannst wieder kommen.“
„Wi... wirklich?“ kam es dumpf aus dem versperrten Bad.
Sie nickte. „Wenn ich es doch sage... übrigens, vorhin hab ich überm Waschbecken auch eine Spinne an der Decke gesehen.“
Im nächsten Moment flog die Tür auf, und Glinda stürmte schreiend ins Zimmer. „Uuuäääähhhhhh!!!!!“
Elphaba setzte ein schalkhaftes Grinsen auf. „Beruhig dich wieder, das war nur ein Spaß.“ Im nächsten Moment bekam sie ein Kissen an den Kopf geworfen, ein nachdrücklicher Hinweis, dass der Scherz keinen besonderen Anklang fand.
Etwa zehn Minuten später trafen Glindas Freundinnen Pfanee und Shen Shen ein, ebenfalls in ihren Schlafanzügen und ausgerüstet mit Sekt, reichlich Wodka und allerlei zum Mixen. Während das blonde Mädchen herzlich begrüßt wurde, bekam seine Zimmergenossin sogleich mit Blicken signalisiert, dass ihre Anwesenheit hier nicht erwünscht war.
Die beiden Neuankömmlinge und die Gastgeberin trugen Pyjamas mit kurzen Höschen und bedruckten Oberteilen. Elphabas Nachtkleidung war ein weites schwarzes Shirt und eine graue Jogging-Hose. Kaum hatten sich alle irgendwo hin gelümmelt, begannen Gespräche über Jungs. Die grünhäutige Munchkinländerin beschäftigte sich in Gedanken lieber mit den nächsten Aufgaben für Madame Morribles Kurs, als mit männlichen Wesen, die sie sowieso keines Blickes würdigten. Das würde sich rasch ändern, wenn sie erst ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatte.
„So Mädels“, verkündete die schon ein wenig angeheiterte Shen Shen schließlich. „Die Stunde der Wahrheit schlägt. Wann hattet ihr euer erstes Mal? Und mit wem?“
Pfanee beantwortete die Frage als erste und ihre Zimmergenossin folgte. Danach schauten alle neugierig Glinda an, die allerdings zögerte.
„Drücken ist unfair“, beschwerte sich die dunkelhaarige Shen Shen augenrollend. „Wir haben es ja auch erzählt. Also los, wir hören.“
Das Mädchen aus den Upperuplands seufzte leise. „Ich war sechzehn, und er war eine Klasse über mir. Zufrieden?“
„Uuund? Wie kam es dazu?“ bohrte Pfanee sofort weiter.
Elphaba, die bisher nur zugehört hatte, richtete sich ein wenig auf ihrem Bett auf. „Jetzt lasst’s doch gut sein, wenn sie nicht gerne darüber reden möchte.“
Zwei Paar Augen richteten sich sofort auf sie. „Ach, du bist ja nur neidisch, weil du noch nie mit einem Jungen zusammen warst. Korrigiere mich, wenn ich mich irre“, kommentierte Pfanee trocken und Shen Shen kicherte.
„Neidisch? Worauf denn bitte? Ob ihr es glaubt, oder nicht, ich möchte nicht auf Gedeih und Verderb mit dem nächstbesten Kerl ins Bett hüpfen, nur um hinterher damit anzugeben.“
„DAS sagst du nur, weil du keinen abbekommst.“ Pfanee warf ihre rotbraune Mähne zurück und lachte hämisch.
Elphaba machte eine wegwerfende Geste. „Ach, glaubt doch was ihr wollt.“ Sie nippte an ihrem Glas Hollundersaft. Zuvor hatte sie ein Glas Sekt mit den Mädels getrunken, das reichte ihr dann auch. Auf Wodka und dergleichen verzichtete sie. Sollten die anderen deswegen ruhig gleich weiter lästern.
Glinda gibt eine Pyjama-Party, doch Elphaba ist bei ihren Freundinnen nicht willkommen. Fängt vielleicht harmlos und lustig an, endet aber nicht so.
Genre: ? Drama
Disclaimer: SE, Gregory Maguire
~~~~~~~~~~
Eine folgenschwere Aktion
von Sisi
Unter fröhlichem Geplapper strömten die ersten gesättigten Studenten aus dem Speisesaal, um auf ihre Zimmer zu gehen. Manche hatten ihr Stück Biskuitroulade noch vor sich auf dem Teller. An den gebackenen Fisch, den es gegeben hatte, erinnerte jetzt nur noch schwacher Geruch. Es war keine Seltenheit, dass Elphaba schnell aufgegessen hatte, und ebenso wenig, dass sie nicht satt geworden war, weil sie Tiere als Nahrungsmittel verweigerte.
Glinda hingegen blieb mit ihren Freundinnen zumeist lange sitzen, da sie sich immer viel zu erzählen hatten. Doch an diesem Abend verließ das blonde Mädchen zusammen mit seiner Zimmergenossin den Speiseraum. Es war nämlich Samstag und Glinda hatte mit ihren besten Freundinnen eine Pyjama-Party geplant. Man sollte meinen sie wären für solch einen Spaß schon zu alt, doch das störte sie nicht. Pfanee und Shen Shen schienen nur weniger begeistert darüber, dass auch Elphaba dabei sein würde. Darauf hatte Glinda bestanden.
Im Zimmer angekommen, zog sich Elphaba rasch um und schlüpfte unter ihre Decke, um noch ein wenig zu lesen, bevor die anderen Mädchen ankamen. Glinda würde im Bad bestimmt noch eine Weile brauchen. Nachschminken, Frisur in Ordnung bringen, und alles wegen einer Pyjama-Party, das schaffte auch nur sie.
Zu ihrem Leidwesen war es ihr nicht gelungen ihre Freundin damit anzustecken. Elphaba begnügte sich mit einem schwarzen Lidstrich. Etwas mehr Schminke würde sie nicht beliebter machen, und wenn doch, konnte sie darauf gut verzichten. Sie wünschte sich nur akzeptiert zu werden, genau so wie sie war.
Nach einer halben Ewigkeit geruhte Glinda das Bad zu verlassen, um ausgelassen zu ihrem Bett zu hüpfen, wo sie damit begann ihr Tagesoutfit mit dem pinkfarbenen Pyjama zu tauschen.
„AAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHH!!!“
Bei diesem Schrei wäre das grünhäutige Mädchen beinahe aus dem Bett gefallen. Elphaba drehte sich irritiert in Richtung ihrer Mitbewohnerin, die in ihrer Spitzenunterwäsche auf einem Stuhl stand, und ängstlich auf ihre Schlafstatt starrte.
„Ähh... Glinda? Geht’s dir gut?“ Sie runzelte die Stirn.
Diese zeigte mit weit aufgerissenen Augen in Richtung Bett. „Da... da... Sp... Sp... Spinne!!! Elphiiiiieeee, tu sie weg... tu sie bloß weg!!“
Angesprochene konnte sich vor Lachen nicht mehr halten, was einen verständnislosen Blick Glindas zur Folge hatte. Diese Elphie, wie konnte sie sich im Angesicht eines solchen Monsters auch noch amüsieren?!
Nachdem sich Elphaba wieder im Griff hatte, ging sie hinüber zum Bett der Freundin, und nahm zu deren Entsetzen die widerliche haarige Kreatur einfach in die Hände, um sie ihr gleich darauf unter die Nase zu halten. Mit einem Geschrei, das einer wilden Indianerhorde gleichkam, sprang Glinda vom Stuhl und floh ins Bad.
Kopfschüttelnd setzte Elphaba die harmlose nur zwei Zentimeter kleine Spinne draußen aufs Fensterbrett. „So, sie ist weg. Du kannst wieder kommen.“
„Wi... wirklich?“ kam es dumpf aus dem versperrten Bad.
Sie nickte. „Wenn ich es doch sage... übrigens, vorhin hab ich überm Waschbecken auch eine Spinne an der Decke gesehen.“
Im nächsten Moment flog die Tür auf, und Glinda stürmte schreiend ins Zimmer. „Uuuäääähhhhhh!!!!!“
Elphaba setzte ein schalkhaftes Grinsen auf. „Beruhig dich wieder, das war nur ein Spaß.“ Im nächsten Moment bekam sie ein Kissen an den Kopf geworfen, ein nachdrücklicher Hinweis, dass der Scherz keinen besonderen Anklang fand.
Etwa zehn Minuten später trafen Glindas Freundinnen Pfanee und Shen Shen ein, ebenfalls in ihren Schlafanzügen und ausgerüstet mit Sekt, reichlich Wodka und allerlei zum Mixen. Während das blonde Mädchen herzlich begrüßt wurde, bekam seine Zimmergenossin sogleich mit Blicken signalisiert, dass ihre Anwesenheit hier nicht erwünscht war.
Die beiden Neuankömmlinge und die Gastgeberin trugen Pyjamas mit kurzen Höschen und bedruckten Oberteilen. Elphabas Nachtkleidung war ein weites schwarzes Shirt und eine graue Jogging-Hose. Kaum hatten sich alle irgendwo hin gelümmelt, begannen Gespräche über Jungs. Die grünhäutige Munchkinländerin beschäftigte sich in Gedanken lieber mit den nächsten Aufgaben für Madame Morribles Kurs, als mit männlichen Wesen, die sie sowieso keines Blickes würdigten. Das würde sich rasch ändern, wenn sie erst ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatte.
„So Mädels“, verkündete die schon ein wenig angeheiterte Shen Shen schließlich. „Die Stunde der Wahrheit schlägt. Wann hattet ihr euer erstes Mal? Und mit wem?“
Pfanee beantwortete die Frage als erste und ihre Zimmergenossin folgte. Danach schauten alle neugierig Glinda an, die allerdings zögerte.
„Drücken ist unfair“, beschwerte sich die dunkelhaarige Shen Shen augenrollend. „Wir haben es ja auch erzählt. Also los, wir hören.“
Das Mädchen aus den Upperuplands seufzte leise. „Ich war sechzehn, und er war eine Klasse über mir. Zufrieden?“
„Uuund? Wie kam es dazu?“ bohrte Pfanee sofort weiter.
Elphaba, die bisher nur zugehört hatte, richtete sich ein wenig auf ihrem Bett auf. „Jetzt lasst’s doch gut sein, wenn sie nicht gerne darüber reden möchte.“
Zwei Paar Augen richteten sich sofort auf sie. „Ach, du bist ja nur neidisch, weil du noch nie mit einem Jungen zusammen warst. Korrigiere mich, wenn ich mich irre“, kommentierte Pfanee trocken und Shen Shen kicherte.
„Neidisch? Worauf denn bitte? Ob ihr es glaubt, oder nicht, ich möchte nicht auf Gedeih und Verderb mit dem nächstbesten Kerl ins Bett hüpfen, nur um hinterher damit anzugeben.“
„DAS sagst du nur, weil du keinen abbekommst.“ Pfanee warf ihre rotbraune Mähne zurück und lachte hämisch.
Elphaba machte eine wegwerfende Geste. „Ach, glaubt doch was ihr wollt.“ Sie nippte an ihrem Glas Hollundersaft. Zuvor hatte sie ein Glas Sekt mit den Mädels getrunken, das reichte ihr dann auch. Auf Wodka und dergleichen verzichtete sie. Sollten die anderen deswegen ruhig gleich weiter lästern.