Les Miserables, 10.7.07, 21.00Uhr, Stiftsruine Bad Hersfeld

Wie gefiel euch eine Vorstellung und was würdet ihr kritisieren?

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Les Miserables, 10.7.07, 21.00Uhr, Stiftsruine Bad Hersfeld

Beitragvon Elphaba » 14.07.2007, 02:21:56

So, dies ist jetzt mein erster „richtiger“ Musical-Bericht hier im Forum *aufgeregtbin* aber ich versuch mal mein Bestes und bitte, mir eventuelle Fehler nachzusehen! :wink:
Hier also mein Bericht:


Der Tag begann ziemlich grau in grau, so, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte. Aber die Hoffnung soll man ja niemals aufgeben! :)
Bei der Festspiel-Leitung hatte man uns mitgeteilt, dass bisher in diesem Jahr nur eine einzige Vorstellung der Festspiele wegen schlechten Wetters abgesagt wurde und dass man bei zu starkem Regen eben die Vorstellung kurz unterbrechen werde…
Dazu muss ich vielleicht kurz erwähnen, dass die Stiftsruine zwar ein Dach besitzt, das bei schlechtem Wetter aufgespannt wird, welches aber leider nur den Zuschauerraum, den Orchestergraben und nur einen kleinen vorderen Teil der Bühne überdacht. Die Schauspieler sind also die meiste Zeit Wind und Wetter ausgesetzt.:roll:
Nun, um viertel vor neun stiefelten wir (meine Mutter, meine Schwester und ich) bewaffnet mit Jacken und warmen Wolldecken vom Parkplatz zur Bad Hersfelder Stiftsruine. Am Nachmittag hatte es ziemlich heftig geregnet, daher hofften wir, dass das Schlimmste vorbei wäre. Und tatsächlich: bei beginn der Vorstellung war es trocken. Das Dach war zwar über die Ruine gespannt (bei meinen beiden vorherigen Besuchen, nämlich bei Jesus Christ Superstar war es beide male nicht da), aber das war wohl auch sicherer so.
Um kurz nach neun begann dann die Vorstellung und von Anfang an waren wir total in den Bann des Stückes gezogen, der Spielort macht doch eine Menge aus! Es war noch einmal etwas ganz anderes, solch ein Musical unter (zumindest teilweise) nfreiem Himmel zu sehen und dazu noch in einer Kirchenruine! Bevor ich jetzt ein bisschen über die Show selbst spreche, beschreib ich wohl am besten erstmal kurz die örtlichen Gegebenheiten:
Der ganze halbrunde Altarraum und ein gutes Stück davor wurden von einer riesigen, zum Publikum hin (ziemlich stark) abfallenden Bühne eingenommen. Dazu gab es zwei Seitenbühnen, die noch fast bis zu den Seitenschiffen der ehemaligen Kirche reichten und zwischen denen sich der Orchestergraben befand.
Wir hatten wirklich super Plätze: Reihe 15 (die Zuschauerreihen stiegen weiter nach hinten hin an), ziemlich mittig, sodass wir problemlos alle „drei“ Bühnen überblicken, bis ganz nach hinten in den Altarraum mit den hohlen Fenstern gucken konnten und dazu noch einen guten Blick in den Orchestergraben werfen konnten.
Schon der Anfang war einfach grandios: In der Mitte der großen Bühne befand sich ein Loch aus dem die in Lumpen gehüllten Strafgefangenen hervorgekrochen kamen. Man konnte so richtig das „Elend“ nachfühlen, da die Darsteller (wie auch später die „Leichten Mädels“) nur dünne Kleidung trugen und dazu noch Barfuß waren (bei gerade mal 11 Grad Außentemperatur sicherlich kein großes Vergnügen!:roll:)
Das besagte „Loch“ im Bühnenboden war später auch noch für den Selbstmord von Javert sehr nützlich: Er sprang einfach hinein (nachdem er über ein „Brückengeländer“ geklettert war) und war weg. Sehr gute Lösung! Gefiel mir persönlich besser als das „Herumkullern“ in Duisburg.:)
Zu den einzelnen Hauptdarstellern sage ich später noch etwas genaueres, aber schon jetzt möchte ich gerne mal das Ensemble hervorheben, welches wirklich eine großartige Leistung gebracht hat! Die Massenszenen waren nicht nur wunderbar kraftvoll gesungen, sie wurden auch von jedem einzelnen voll ausgespielt (jeder ging in den verschiedensten Rollen richtig auf). Man wusste gar nicht, wo man nun hingucken sollte!
Am Anfang gab es gleich eine kleine Panne: Zu Anfang wird die Melodie von „Schaut her“ ja auf „Ahhhh….“ Gesungen. Und dann später mit dem Text „Zu gleich!“ weitergeführt. Einer der Sträflinge schmetterte aber gleich zu Anfang mit einem kräftigen „Schaut her!“ los, merkte aber sofort seinen Fehler und machte dann auch mit „Ahhhh…“ weiter. Na, ich denke, es wird ihm ziemlich peinlich gewesen sein.:wink: aber nicht weiter schlimm, da es ohnehin so schien als würde ein Großteil der Zuschauer das Musical an dem Tag zum ersten mal zu hören (hauptsächlich bestand es aus „älteren Herrschaften“:wink:).
Ansonsten lief das Stück weiter wie am Schnürchen. Auch die vielen Statisten, die wohl aus einem Bad Hersfelder Gesangsverein oder so stammten, wahren immer an der richtigen Stelle und mischten sich gekonnt unter das Ensemble. Außerdem waren die Statisten für die Umbauten zuständig. Diese waren sehr geschickt gemacht: Manche der Szenen (z.B. das Studenten-Cafe oder die Szene mit dem Bischof) fanden auf den Seitenbühnen statt. So konnte immer auf den jeweils anderen Bühnen schon für eine andere Szene umgebaut werden ohne dass man es bemerkte. Alle waren wirklich großartig aufeinander eingespielt, sodass man die Drehbühne aus Duisburg gar nicht vermisste.:)
Bei dem Lied „In meinem Schloss“ fing es dann leider an zu regnen, was sich bei „Herr im Haus zu einem wahren Wolkenbruch steigerte. Es wurde aber tapfer weitergespielt und niemand ließ sich etwas anmerken! Das Lied „Sterne“ (wunderbar gesungen von Norbert Lamla als Javert) konnte ich ja nun leider nicht unter freiem Himmel und mit echten Sternen bewundern, dafür gab es zu diesem Lied aus dem Himmel ein paar Blitze:D!
Bei „Morgen schon“ hatte der Regen dann aufgehört und so langsam senkte sich die Nacht herab. Vielleicht ja doch noch ein paar Sterne für´s Finale?
Nein! Zu früh gefreut: Pünktlich zu „Der Regen“ fing es wieder an. Da passte es ja ausnahmsweise mal. Nur leider hörte es anschließend nicht mehr auf… :roll:
Ich kann nur sagen: Die armen Darsteller! Ich habe jeden Moment damit gerechnet, dass die Vorstellung unterbrochen werden würde! Aber nein: Tapfer wurde weitergespielt und wir haben mit den Schauspielern mitgelitten! Wir hatten es ja warm und trocken mit unseren Decken unter dem Dach… Besonders nach dem letzten Angriff war es heftig: Einige der „Toten“ wurden ja mit der Barrikade zusammen herausgeschoben, aber etwa fünf oder sechs „Leichen“ mussten noch über mehrere Gesangsstücke dort liegen bleiben und zwar in strömendem Regen!!! Erst bei dem Lied „Weiter“ wurden sie von anderen Ensemblemitgliedern auf Karren verladen und abtransportiert. Und selbst auf der vorderen Bühne war es irgendwann trotz Dach nicht mehr trocken. Durch die Schrägstellung der Bühne lief das Wasser nun immer weiter nach vorne herunter und begann sogar schon in den Orchestergraben zu tröpfeln. Dennoch wurde eisern weitergespielt! Wirklich: Hut ab vor dieser Leistung! Ich war auch überrascht, dass die Darsteller nicht ständig ausrutschten! Nur Marius erwischte es einmal: Bei der „Flucht“ von Cosettes Gartentor nach Eponines Schrei, musste er auf die Seitenbühne rennen und schlitterte das letzte Stück auf den Knien bis er zum Halten kam. Aber sonst ist wirklich keinem was passiert.
Also den donnernden Schlussapplaus mit Standing Ovations hatten sich alle mehr als verdient! Und der dauerte auch ganz schön lange, was aber letztlich auch egal war, da alle sowieso schon ganz durchgeweicht waren.:wink:
Alles in allem eine großartige Aufführung und ich glaube, es gab kaum einen aus dem Publikum, der die Ruine nicht zufrieden verlassen hat!

So, nun sag ich noch mal kurz etwas zu den einzelnen Hauptdarstellern:

Jean Valjean: Olegg Vynnyk
Nur ein Wort: WOW!!!
Bisher wusste ich nicht viel über ihn, außer, dass er mal den Tod in Elisabeth gespielt hat. Gerade deswegen hatte ich ziemlich negative Befürchtungen, da für mich der Tod und Valjean zwei so völlig verschiedene Welten sind! (Bei Yngve, der ja erst für die Rolle vorgesehen war, hatte ich allerdings ähnliche Befürchtungen, da ich ihn mir bis heute auch nicht als Valjean vorstellen kann:wink:) ). Beim ersten Ton den Olegg sang, dachte ich nur „Oh Mann der singt ja mega-tief“ so gar nicht „todmäßig“ eben. Aber während des Stückes zeigte sich, dass er auch ganz viele andere Register seiner Stimme ziehen kann! Sein „Bring ihn heim“ (ein Lied, dass ich eigentlich gar nicht mag) sang er eben so ausdrucksstark wie den „Doppelten Schwur“ oder „Morgen Schon“. Was mich aber besonders beeindruckt hat war sein Schauspiel. Was der Mann mit seiner Sprechstimme machen kann, ist echt unglaublich! Von wütwnd über verzweifelt bis hin zu liebevoll war alles dabei. Teilweise mit nur ganz zaghaften untertönen erzielte er eine Wirkung die den Zuschauer jedes Gefühl glauben ließ. Da machte der kleine Akzent überhaupt nichts aus! Ich muss sagen: Bisher der eindrucksvollste Valjean, den ich gesehen habe! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Yngve das besser gemacht hätte!

Javert: Norbert Lamla
Wie erwartet war auch er großartig. Ich hatte ihn bereits als Max von Mayerling in Sunset Blvd. Gesehen und als Frollo im Glöckner von Notre Dame gesehen und war damals schon begeistert von ihm. Er passt eben von Typ und Stimme her wie angegossen in diese Art von Rolle! Für mich kann er sich ohne Probleme mit Hardy Rudoltz als Javert messen! Und den Selbstmord im Wolkenbruch soll ihm erstmal einer nachmachen!

Fantine: Barbara Köhler
Auch sie kannte ich schon aus Sunset Blvd. Wo sie die Betty Schaefer gespielt hat. Ich mag ihre Stimme total gerne und in der Rolle der Fantine hat sie mich zusätzlich noch mit ihrem Schauspiel überzeugt!

Mme Thenardier: Sanni Luis
Für mich ist sie eigentlich „DIE Eponine“ gewesen. In Duisburg fand ich sie in der Rolle einfach nur großartig. Nun ist sie quasi aus der Rolle herausgewachsen und spielt nun eben die Mutter. Und das mit sichtlich viel Spielfreude! Ihr total schrilles Spiel und ihr Gekeife waren einfach zum schreien!

M. Thenardier: Heinz Kloss
Er wirkte neben seiner „Frau“ leider etwas blass. Er hatte es aber auch nicht leicht, gegen sie anzukommen:lol:. Ein bisschen schriller hätte er jedoch schon sein können!

Cosette: Eva Asgaard
Sie hat eine wunderbare glockenklare Stimme, die ohne Probleme auch in eine Operette passen würde. Über ihr Spiel kann ich leider nicht viel sagen, da die Rolle der Cosett meiner Meinung nach nicht wirklich viel zu spielen bietet, man den fehlenden Facettenreichtum also nicht unbedingt den Darstellerinnen anlasten kann. Sie war eben wie Cosette nun mal zu sein hat: lieblich.:wink:

Marius: Patrick Schenk
Auch er hat ja nicht gerade eine dankbare Rolle. Dennoch finde ich, hätte er etwas ausdrucksvoller spielen können! Er ging meiner Meinung nach etwas in dem großartigen Ensemble unter. Sein „Dunkles Schweigen an den Tischen“ war jedoch sehr schön gesungen!

Eponine: Janina Goy
Von ihr war ich als einziger wirklich etwas enttäuscht. Sie hat zwar nicht schlecht gespielt, aber ich mochte ihre Stimme so ganz und gar nicht. Sie klang ziemlich blechern und manchmal etwas schrill. Das hat mich eben enttäuscht, weil ich die Rolle der Eponine nun mal so gerne mag und es dann schade finde, wenn die Darstellerin dann keine so schöne Stimme hat. Nichts desto trotz hab ich bei „Der Regen“ doch wieder weinen müssen…:oops:

Enjolras: Ivar Helgason
Er war wie ein Enjolras zu sein hat: Draufgängerisch, mit Führungsqualitäten und nicht gerade unattraktiv…:lol: Er hat seine Parts einwandfrei gesungen.

Gavroche: Antje Eckermann
Ja, das fand ich ehrlich gesagt etwas schade, dass sie diese Rolle mit einer erwachsenen Frau besetzt haben.:( Sie hat zwar zweifellos gut gesungen, es war aber doch für jemanden, der das Stück nicht kennt nicht so leicht ersichtlich, dass es sich bei Gavroche um einen kleinen Jungen handeln sollte. Sie ist zwar keine Riesin, war aber auch nicht viel kleiner als die anderen Ensemblemitglieder. Bei den Angriffen, war es nicht wirklich leicht, sie zwischen den Studenten ausfindig zu machen. Warum man also hier kein Kind genommen hat, war mir echt ein Rätsel. :roll:

Kleine Cosette: Sophie Charlotte Elflein / Leah Lomb (ich weiß nicht, welche an dem Abend dran war:))
Man deutlich gehört, wie aufgeregt sie war, aber sie hat jeden Ton klar getroffen (was, wie ich in Duisburg feststellen musste, bei der kleinen Cosette alles andere als selbstverständlich ist!) und ihre Rolle sehr niedlich gespielt, wie sie sich so an Valjeans Arm geklammert hat. Nur leider war auch dieses Mädchen schon etwas groß: Sie war fast so groß wie ihre „Mutter“ Mme Thenardier *gg*. Aber immerhin war es ein Kind! :)

Kleine Eponine: Malin Martach / M arie Rosenfeld (auch hier weiß ich nicht, welche wir gesehen haben)
Sie war auch sehr niedlich und hatte sogar die richtige Größe! :)

Wie gesagt waren auch die anderen Darsteller egal wie „klein“ ihre Rollen auch waren große Klasse:

Fabrikmädchen: Josefine Nickel

Arbeiterin/Hure/Bettlerin: Constanze Möricke, Leigh Martha Klinger, Barbara Obermeier, Cornelia Löhr, Jessie Roggemann, Dominika Szymanska

Seemann/Feuilly: Christopher Morandi

Seemann/Brujon/Armeeoffizier: Hans Steunzer

Bischof/Lesgles: Jon Geoffrey Goldsworthy

Joly: Markus Dinhobl

Courfeyrac/Bauer: Tomas Tomke

Grantaire/Bamatabois: Matthias Sanders

Prouvaire/Fauchelevent/2.Polizist: Georg Münzel

Claquesous/Zuhälter: Gerd Achilles

Combeferre/Vorarbeiter/1.Polizist: Rüdiger Reschke

Seemann/Babet: Frank Wöhrmann

Montparnasse: Christian Schleinzer

Extrachor: Chorverein Bad Hersfeld

Das Stück wurde ja auf etwa 2 ½ Stunden gekürzt, was aber kaum störte. Bei den „Leichten Mädels“ oder bei “Schaut her“ fehlte eben mal ne Strophe und die Kämpfe auf der Barrikade waren auch ziemlich gekürzt (meine Schwester und ich waren der Meinung, es ist sogar einer der Angriffe ganz weggelassen worden). Was ich als einziges wirklich schmerzlich vermisst habe war das kleine Duett-Stück zwischen Valjean und der kleinen Cosette, wo er sie aus dem dunklen Wald wieder mit zu den Thenardiers nimmt (die Stelle finde ich immer sooo niedlich).:(
Aber ansonsten habe ich nichts Wichtiges vermisst und alles in allem einen wunderbaren Abend erlebt.

Auch mein Vater, der keine Karte hatte und draußen auf uns gewartet hat, hatte einen netten Abend: Er verbrachte einen großen Teil der Vorstellung im „Barzelt“ neben der Ruine und untehielt sich blendend mit ein Darstellern, die, wenn sie gerade mal nicht dran waren auf ein Bier oder ne Limo ins Zelt kamen und ein wenig von der Stimmung auf der Bühne und im Publikum erzählten…Naja, die werden sich wohl schon gewundert haben, was da so ein komischer älterer Kauz mit weißem Vollbart in ihrem Kantinenzelt will, aber da er ja keinen gestört hat, durfte er bleiben…:lol:

Was bleibt noch zu erwähnen? Ach ja: In dem Moment, als wir die Stiftsruine nach der Vorstellung verließen, hörte es auf zu regnen…

So, ich fürchte mein Bericht ist etwas lang geworden. Denen, die sich trotzdem „durchgekämpft“ haben vielen Dank für eure Mühe und entschuldigt, dass der Bericht vielleicht manchmal etwas konfus geraten ist!:oops:
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Beitragvon Netty » 14.07.2007, 12:07:38

Schöner, ausführlicher Bericht, Elphaba. Danke!

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Beitragvon Kitti » 14.07.2007, 13:36:51

Danke für deinen ausführlichen Bericht, toll geschrieben! Und konfus find ich ihn ganz und gar nicht! Die armen Darsteller im Regen!!

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Beitragvon Gaefa » 14.07.2007, 14:17:09

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht! War toll zu lesen und hat mich sehr gefreut so viel zu lesen!
Endlich schreibt mal jemand mehr über Hersfeld *g*. Wollte doch schon die ganze Zeit wissen, was weggelassen wurde ;)
Hört sich, trotz Regen, nach einer sehr tollen Show an!
Bin mal sehr gespannt, wie es ist, schaue es mir am Montag ja selbst an. Aber ich weiß jetzt schon, dass mich Gavroche auch stören wird... Die hätten sicher nen Jungen gefunden!

Nochmal danke für den tollen Bericht!
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Beitragvon Angel » 14.07.2007, 14:45:51

Ein wirklich toller und interessanter Bericht, Elphaba, wirklich klasse!!
Da 'Les Mis' ja bei mir nach der letzten Vorstellung in Detmold wieder auf die vordersten Plätze der Lieblingsmusicals gerückt ist, ist es natürlich umso interessanter auch etwas über andere Vorstellungen zu lesen. :D
Schade, dass das Wetter so schlecht war, aber so wie Du es schreibst, war es in gewisser Weise ja auch ein besonderes Erlebnis! :wink:
Vielen Dank nochmal für Deine 'Mühe' hat sich echt gelohnt und es macht auch Spaß es durchzulesen :D

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Beitragvon June » 14.07.2007, 14:48:38

sehr toller und vor allem auch ausführlicher Bericht!
Schön, dass Olegg Vynnyk dir so gefallen hat, ich find ihn einfach nur toll. Bei seinem "Bring ihn heim" hab ich geheult :D
Doch immer, wenn ich nach dem Leben greif,
spür ich, wie es zerbricht.
Ich will die Welt verstehen und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.

Doch die wahre Macht, die uns regiert,
ist die schändliche, unendliche, verzehrende,
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Beitragvon Elphaba » 15.07.2007, 01:13:46

Danke euch! :oops:
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Beitragvon ~Rose~ » 15.07.2007, 10:34:53

Schöner ( und langer ) Bericht. Regen bei solchen Vorstellungen ist immer schlecht. :roll:
Von den Darstellern sagt mir leider nur Olegg Vynnyk etwas. Aber das heißt ja nicht, dass die anderen schlecht sind ;)

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Beitragvon Elphaba » 15.07.2007, 23:37:26

Danke Rose! :)

Besonders schlimm war es ja nicht mal für uns sondern für die armen Darsteller! :(

Die meisten Namen sagten mir auch nichts. Ich kannte nur Norbert Lamla und Sanni Luis und eben Olegg Vynnyk vom hörensagen.
Aber die anderen haben mich (fast alle) auch überzeugt! :)
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Beitragvon Annie » 16.07.2007, 12:36:08

Wow, ein wunderbarer Bericht Elphaba und kein bißchen konfus! :) Hoffentlich folgen noch viele weitere! :wink: Die armen Darsteller, macht sicher keinen großen Spaß im Regen zu spielen.

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Beitragvon Elphaba » 17.07.2007, 01:40:25

Danke Annie! :)

Ich hoffe auch, dass ich noch ein paar mal die Gelegenheit haben werde, einen Bericht zu schreiben. :wink:
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Beitragvon Gaefa » 17.07.2007, 11:46:26

Ich meld mich noch mal zu Wort, ich hab nämlich ne Frage an dich, Elphaba. Im Programmheft hat der Marius so nen komischen Bart... Gestern hatte er ihn nicht... erte Raektion von uns: Ist das der selbe? Würde gern mal wissen, ob er ihn bei deiner Show hatte oder nicht?!?
Bericht zu meiner Show folgt in den nächsten Tagen!
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Beitragvon Elphaba » 18.07.2007, 01:56:59

Hmm. Also ob das der gleiche ist, kann ich ehrlich gesagt nicht feststellen. Laut Programmheft ist das ja Patrick Schenk.
So wie ich das von Reihe 15 aus beurteilen konnte, hatte er keinen Bart. :wink:

Bin schon gespannt, auf deine Eindrücke! :)
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Beitragvon KrolocksErbe » 18.07.2007, 03:06:53

oh das is ein schöner bericht... ich wusste gar net dass ivar auch in hersfeld spielt :shock: den hätt ich ja zu gern mal inner andern rolle, als nur als kaiser gesehen *g*

@gaefa wenn du auch patrick hattest, am sonntag bei mm hatte er keinen bart ;)
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Beitragvon Gaefa » 18.07.2007, 11:18:12

Danke euch beiden! Dann wird ers wohl gewesen sein :)

Und noch eine Frage, Elphaba, konnte man von deinem Platz aus, auf den Barrikaden das Blut noch spritzen sehen? Von unsern Plätzen aus wars sehr zu sehen, aber wir haben uns irgdendwann gefragt, ob man das etwas weiter hinten auch noch sieht?!?
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Beitragvon Elphaba » 18.07.2007, 20:23:32

@Erbe: Dankeschön! Ivar hat seine Sache ziemlich gut gemacht! :)

@Gaefa:Also die Klamotten waren schon sichtbar besudelt. Richtiges "Spritzen" ist mir nur einmal aufgefallen, als einer der Studenten oben auf der Barrikade getroffen wurde und dann "sein" Blut auf diese weiße Tür, dei Teil der Barrikade war, gespritzt ist. Das fand ich auch etwas übertrieben viel. :roll:
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Re: Les Miserables, 10.7.07, 21.00Uhr, Stiftsruine Bad Hersfeld

Beitragvon ~Radu~ » 18.08.2009, 03:36:11

Muss jetzt einfach alle Les-Miz-Berichte ausgraben, auch wenn sie alt sind! :oops: Es gibt einfach so viele, verschiedene Inszenierungen, und da interessieren mich die Berichte hier einfach. :)

So, ich fürchte mein Bericht ist etwas lang geworden. Denen, die sich trotzdem „durchgekämpft“ haben vielen Dank für eure Mühe und entschuldigt, dass der Bericht vielleicht manchmal etwas konfus geraten ist!:oops:

Elphie, den Bericht ist lang geworden, aber wer 1 x Les Miz gesehen hat, ist auch hart genug für einen langen Bericht! :lol: Nun mal im Ernst: Gerade bei solch speziellen Inszenierungen ist es doch einfach schön, einen ausführlichen Bericht darüber zu lesen und mehr über die Inszenierung, und nicht nur über die Darsteller zu erfahren. :D Ich habe mir mit diesem Bild: http://service.bad-hersfeld.de/festspie ... uer-gr.jpg noch ein genaueres Bild von der Location gemacht. :D Das sieht wirklich sehr interessant aus und diese Inszenierung interessiert mich nun auch ein wenig!
Allerdings muss ich ganz klar sagen, dass ich für den allerersten Besuch eines Musicals unbedingt eine aufwändige Produktion in einem Theater mit allem drum und dran vorziehe! Vor allem die Kürzungen hätten mich sehr gestört. Aber jetzt, da ich es schon in der wunderbaren Klagenfurter Inszenierung gesehen habe, bin ich auch offen für solche Inszenierungen, und da würden mich die Kürzungen wohl auch nicht mehr allzusehr stören, da ich das Musical in Originallänge ja schon kenne. :wink:

Schade, dass es so stark geregnet hat! Aber irgendwie passt das ja auch zum Stück! Also das miese Wetter repräsentiert die Geschichte: Trotz der elenden Bedingungen wird ehrgeizig und tapfer bis zum (bitteren) Ende gekämpft! :^^:

Dass Javert in ein Loch gesprungen ist, finde ich irgendwie voll lustig. :lol: Aber die Vorstellung, dass er rumkullert, finde ich noch lustiger! :lachtot:


Zu Marius: Ich denke auch, dass diese Rolle generell recht blass bleibt, wenn der Darsteller nicht überzeugend genug und nicht kraftvoll genug spielt und singt! Ich habe mir die Rolle viel bedeutsamer vorgestellt, aber Marius hat gar nicht so viele Parts, v.a. wenn die Studenten zusammen sind, ist fast immer Enjolras im Vordergrund!
Es wird eigentlich nur durch die Handlung klar, wie bedeutsam die Rolle ist, vor allem zum Schluss hin. Deshalb denke ich, braucht diese Rolle einfach einen starken Sänger! Mir gefällt z.B. Michael Ball bei Empty Chairs At Empty Tables sehr gut: http://www.youtube.com/watch?v=CJnjcX8skXk Er singt das Lied sehr eindringlich und dadurch wirkt es sehr dramatisch, und die Rolle gewinnt an Wichtigkeit.

Was ich als einziges wirklich schmerzlich vermisst habe war das kleine Duett-Stück zwischen Valjean und der kleinen Cosette, wo er sie aus dem dunklen Wald wieder mit zu den Thenardiers nimmt (die Stelle finde ich immer sooo niedlich).

Kann es sein, dass du da was verwechselst? Ich glaube, dieses wunderschöne Duett singen die beiden erst, nachdem Valjean Cosette "freigekauft" hat und die beiden dann Hand und Hand das Haus der Thénardiers verlassen. :wink:

Ein paar Darsteller sagen mir auch was vom Namen. Olleg Vynnyk sowieso, Barbara Köhler war ja mal Sarah in TdV Stuttgart, und von Norbert Lamla sagt mir auch was, er wird auch demnächst Turpin in Sweeney Todd, Klagenfurt spielen, was ich gerne sehen würde!

Ist Sanni Luis die Darstellerin, die auch auf der CD der Duisburger Version die Eponine singt? Ich kann sie mir nämlich gesanglich nicht in der Rolle der Mme Thénardier vorstellen, aber vielleicht hat sich ihre Stimme ja verändert!

Eine Frau als Gavroche ist natürlich mehr als unglücklich gewählt, vor allem, weil diese Rolle von den 3 Kindern die präsenteste von allen ist, Gavroche kommt ja ziemlich oft vor!

Nochmal danke für den tollen Bericht!

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Re: Les Miserables, 10.7.07, 21.00Uhr, Stiftsruine Bad Hersfeld

Beitragvon armandine » 19.08.2009, 00:53:01

Es gibt auch an der von Elphaba beschriebenen Stelle ein Duett-Stück ("Ganz ruhig, hab doch keine Angst vor mir..."). Ich denke, das meinte sie.

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Re: Les Miserables, 10.7.07, 21.00Uhr, Stiftsruine Bad Hersfeld

Beitragvon Elphaba » 19.08.2009, 02:16:42

Danke für deinen ausführlichen Kommentar Von*Krolock!

Ja, Sanni Luis ist die Ponine von der Duisburger CD. Und da ich das Stück damals zweimal in Duisburg mit ihr als Eponine gesehen habe (sie ist bis heute "The One and Only" Eponine für mich! :D ), war es natürlich sehr interessant, sie jetzt mal in der Rolle "ihrer Mutter" zu sehen! :D
Ich denke einfach, sie ist eben aus dem Alter für die Rolle der Ponine raus seit damals, aber auch die fiese Thenardier hat sie mit deutlicher Spielfreude gespielt! :lol:
Mein Vater hat in Hersfeld draußen auf uns gewartet und ist, um dem Regen zu entfliehen, irgendwo hinter der Ruine in einem Zelt untergekommen, wo es auch was zu trinken gab und da waren wohl auch zwischendurch immer die durchgeweichten Darsteller, wenn sie grad nicht dran waren. Da hat er sich dann ausführlich mit der kleinen Cosette unterhalten und Sanni Luis gleich erzählt, wie toll wir sie damals in Duisburg fanden! :lol:

Ich glaube nicht unbedingt, dass ich da etwas verwechsele, obwohl es schon etwas her ist, dass ich das kleine "Duett" (und ich meine das mit "Lalala" :wink: ) in Duisburg gesehen habe. Aber ganz sicher bin ich, dass auf meiner englischen Gesamtaufnahme dieses Duett gesungen wird, wenn Valjean mit der Kleinen aus dem Wald zu den Thenardiers kommt. Aber es passt ja an beiden Stellen, ist also variabel einsetzbar. Ich bin mir im Moment auch nicht mehr ganz sicher, ob sie es nicht sogar vor UND nach der "Verschacher-Szene" bei den Thenardiers gesungen haben. Ich muss doch mal meine alten Kassetten wieder rauskramen...
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Re: Les Miserables, 10.7.07, 21.00Uhr, Stiftsruine Bad Hersfeld

Beitragvon ~Radu~ » 19.08.2009, 02:28:15

OK, ich bin mir auch nicht mehr so sicher :lol: , aber wenigstens meinen wir beide das gleiche Lied (lalala), das ich ja auch in meinem Bericht erwähnt habe.


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