
Elisabeth: Annemieke van Dam
Tod: Oliver Arno
Lucheni: Bruno Grassini
Franz-Josef: Markus Pol
Rudolf: Thomas Hohler
Sophie: Christa Wettstein
Herzog Max in Bayern - Thomas Bayer
Erstmal gab’s ja die große Odyssee mit einem Koffer voll Wäsche mit der U-Bahn von meiner Wohnung nach Fröttmaning. Am Ende saß ich ganz alleine im Wagen, auch nicht so schön...
Endlich angekommen war auch die Gruppe aus meinem Heimatdorf, die an dem tag mit dem Bus gekommen war, schon da und ich wurde von meiner Mutter erwartet. Zum Glück konnte ich meinen Koffer noch in den Bus schmeißen, mit dem ich ja nach der Vorstellung mit nach Hause fuhr.
Wir saßen dann alle noch im Restaurant, bis auch endlich Herr Levay ankam ,der ja seit vielen Jahren in meinem Kaff wohnt und die (klasse) Karten organisiert hatte. Saßen in der 18. Reihe Mitte und man hatte echt eine tolle Sicht auf die Bühne und einen schönen Überblick.
Die Show war der absolute Oberhammer, die Schauspieler wussten offenbar, dass der Komponist da war und haben mehr als ihr bestes gegeben. Hab das Stück ja zum ersten Mal life gesehen und war echt... überwältigt. Aus der kleinen Bühne wurde wirklich alles rausgeholt, was ging, vor allem die Effekte mit der Drehbühne und das große Wappen oben links, dass ja in der Wand gespiegelt wird, sah toll aus. Auch die Projektionen sind echt passend und witzig, vor allem hat man da mit wenig (?) Aufwand tolle Effekte.
Annemieke:
Ich finde, sie ist eine wirklich überzeugende Elisabeth. Vor allem die Entwicklung im Laufe des Stückes stellt sie überzeugend dar. Am Anfang noch das Kind mit der zuckersüßen Pieps-Stimme und am Ende die verbitterte Frau. Gesungen hat sie total klar und deutlich und beim Schlusston von „Ich gehör nur mir“ hab nicht nur ich gestaunt, glaub ich.
Oliver:
Wow... mehr kann man kaum sagen. Er hat ne irre Ausstrahlung auf der Bühne und hat eine Wahnsinns-Stimme. Vom verführerischen, ruhigen bis zum rockigen Singen hat er echt alles mit Bravour gemeistert.
Bruno:
Ein wirklich cooler Lucheni! Herrlich, wenn er immer auf italienisch vor sich hin schimpft. Ich hatte das Gefühl, er ist die ganze Zeit nur am Rennen in dem Stück ^^ Lustig fand ich ja, dass ihm die ganze Show lang die Haare ins Gesicht hängen, mich wird das unheimlich stören. Aber das passt irgendwie zur Rebellen-Rolle.

Thomas:
Jaaaaa, ich hab mich so gefreut, dass er den Rudolf gespielt hat. Kenn ihn ja noch von den Musketieren in Stuttgart und fand ihn da schon klasse. Aber als Rudolf war er echt der Hammer, er hat die Verzweiflung super rübergebracht. Und er ist stimmlich seit 2007 auch noch besser geworden, finde ich.
Markus:
Ein klasse Kaiser. Vor allem sein Zusammenspielt mit Sophie, die ihn ja die ganze Zeit über unterbuttert. Er hat auch echt super gespielt und gesungen. Vor allem die Tatsache, dass seine Rolle ja zwischen dem Pflichtbewusstsein und der Liebe zu Elisabeth die ganze Zeit hin und her gerissen ist.
Die Darsteller bekamen am Ende dann natürlich tosenden Applaus und nach einiger Zeit standen sogar die hartnäckigsten Zuschauer auf zu den Standing Ovations.
Nach der Show blieb ja die „Busladung“ noch im Saal und schon kam ein fröhlicher Herr Levay auf uns zu, der mehr als zufrieden wirkte. Er hat uns dann zur Bühne runter gebracht wo der Vorhang ging noch einmal auf. Die Darsteller kamen alle nochmal und bekamen von uns Extra-Applaus und ein dickes Lob von Levay. Sie haben sich sichtlich gefreut, dass es ihm und uns gefallen hatte und auch der Dirigent (wow, ist der noch jung!) wurde nochmal auf die Bühne gerufen, um vom Komponisten begeistert empfangen zu werden. Annemieke und Oliver blieben dann auch noch da und standen uns für Fragen, Autogramme und Fotos (ich bekomme demnächst welche auf CD-Rom und stell sie dann hier rein) zur Verfügung.
Schließlich gingen wir alle müde und happy zum Bus zurück und ich war kurz vor Mitternacht auch froh, endlich wieder mal zu Hause zu sein. Es war ein genialer Abend und es war toll, dass Herr Levay und die Darsteller sich so viel Zeit für uns genommen haben.
Auf der Rückfahrt wurde übrigens gesagt, dass es sein könnte, dass „Marie Antoinette“ nächstes Jahr nach Wien kommt. Würde mich freuen, dann kann ich es doch nochmal sehen (würden dann auch wieder mit dem Bus hinfahren). Denke auch, dass Wien eher das Publikum für so ein Stück hat.