Christmas Carol, 22.12. International Theatre Wien
Verfasst: 03.01.2009, 02:09:49
Ok, ist schon ein Weilchen her, aber ich dachte ich teils trotzdem mit euch. Es ist kein Musical, aber gesungen wird doch einiges. Ich hab das Stück vor zwei Jahren schon einmal gesehen, damals noch im Fundus neben dem International, die gehören zusammen.
Erst mal ist eindeutig die Spielstätte hervor zu heben. Das International hat 8 Reihen mit je 12 Plätzen, wenn überhaupt. Also seeeeeehr klein und die Atmosphäre ist dadurch der Wahnsinn, man ist irgendwie mittendrin. Das war im Fundus (noch ein wenig kleiner!) durch die spezielle Anordnung der Sitzplätze noch mehr gegeben, nur leider kann der Fundus derzeit nicht mehr bespielt werden, Notausgang fehlt. Vor der Vorstellung gingen ein paar Darsteller im Foyer herum, sodass man mit ihnen plaudern konnte und dabei diesbezügliche Erkundungen einholen. Meine Mum und ich haben mit einer Schauspielerin ein paar Worte (natürlich auf Englisch) gewechselt, die uns auch schon von anderen Stücken im International und im Englisch Theatre bekannt ist.
Ein Großteil der Darsteller ist an dem Theater fix angestellt und war schon in der Produktion vor zwei Jahren dabei. Letztes Jahr haben wir leider keine Karten mehr bekommen. Teilweise aber in anderen Rollen, so hat derjenige, der diesmal Ebenezer Scrooge gegeben hat, vor zwei Jahren den Geist des Marley, des ehemaligen Partners gespielt... "Marley is dead, you got that?!"
Das Stück war gespickt von amüsanten Bemerkungen, ich hab mich schon in den ersten zwei Minuten gekugelt vor Lachen. Selbst der Hinweis die Handys auszuschalten, war SEHR nachdrücklich
"Switch of your mobile phones."
"Also your cell phones."
"And your handys!"
"So no mobile phones, no cell phones, no handys..."
"No tractors..."
"Ah... tractors???"
"Yeah, absolutely no tractors allowed!"
Dann ging es also an die Geschichte, die abwechselnd von den verschiedenen Darstellern, die (außer Scrooge) alle mehrere Rollen hatten. Über die Handlung muss ich wohl nimmer gar viel erzählen? Der griesgrämige Scrooge wird von drei Weihnachtsgeistern, die ihm sein verstorbener Partner schickt, damit es ihm nicht genauso ergeht, am Ende zu den Freuden der Weihnacht bekehrt. Die gute alte Weihnachtsgeschichte kennt ja wohl jeder
"This is a family play, so keep your hands to yourself!"
Der erste Geist entführte ihn also in die Vergangenheit, und das Publikum wurde schön immer wieder einbezogen, war sehr amüsant.
"They can't see me?"
"No, they can't see you!"
Später, als er in seiner Zeit zu Hause war.
"What are they doing in my house??"
"They paid to be here!"
Und noch später.
"You said they can't see me!"
"Yeah, but they can see you now!"
Neben dem vielen Witz gab es vor allem in der zukünftigen Weihnacht auch sehr traurige Szenen, zum Beispiel, den Tod des Tiny Tim (der Sohn von Scrooges Mitarbeiter). Und auch Scrooges eigenes mögliches Ende war natürlich sehr ernst. Der Geist der zukünftigen Weihnacht war im Gegensatz zu den beiden Damen der vergangenen und gegenwärtigen Weihnacht ohnehin ein unheimlicher Geselle, der in schwarzer Kutte nur reglos in den Schatten im Bühnenhintergrund stand.
Scrooge wurde also geläutert, dass Weihnachten kein "Humbug!" ist, um nicht wie Marley in den Ketten des Geizes zu enden. Zum Schluss gabs noch einen kleinen hm... Wettbewerb welche Hälfte des Publikums lauter "Merry Christmas!" schreien kann. Unsere Hälfte, die von Scrooge, hat da sicher gewonnen
Und dann wurde noch "Christmastree" gesungen, zunächst auf Englisch von allen Darstellern, dann auf Deutsch zum Mitsingen.
Herrlich, das Stück!
Ich kann es für dieses Jahr nur allen empfehlen, die in Wien zu Hause sind.
Werds mir bestimmt nicht entgehen lassen
Erst mal ist eindeutig die Spielstätte hervor zu heben. Das International hat 8 Reihen mit je 12 Plätzen, wenn überhaupt. Also seeeeeehr klein und die Atmosphäre ist dadurch der Wahnsinn, man ist irgendwie mittendrin. Das war im Fundus (noch ein wenig kleiner!) durch die spezielle Anordnung der Sitzplätze noch mehr gegeben, nur leider kann der Fundus derzeit nicht mehr bespielt werden, Notausgang fehlt. Vor der Vorstellung gingen ein paar Darsteller im Foyer herum, sodass man mit ihnen plaudern konnte und dabei diesbezügliche Erkundungen einholen. Meine Mum und ich haben mit einer Schauspielerin ein paar Worte (natürlich auf Englisch) gewechselt, die uns auch schon von anderen Stücken im International und im Englisch Theatre bekannt ist.
Ein Großteil der Darsteller ist an dem Theater fix angestellt und war schon in der Produktion vor zwei Jahren dabei. Letztes Jahr haben wir leider keine Karten mehr bekommen. Teilweise aber in anderen Rollen, so hat derjenige, der diesmal Ebenezer Scrooge gegeben hat, vor zwei Jahren den Geist des Marley, des ehemaligen Partners gespielt... "Marley is dead, you got that?!"
Das Stück war gespickt von amüsanten Bemerkungen, ich hab mich schon in den ersten zwei Minuten gekugelt vor Lachen. Selbst der Hinweis die Handys auszuschalten, war SEHR nachdrücklich

"Switch of your mobile phones."
"Also your cell phones."
"And your handys!"
"So no mobile phones, no cell phones, no handys..."
"No tractors..."
"Ah... tractors???"
"Yeah, absolutely no tractors allowed!"
Dann ging es also an die Geschichte, die abwechselnd von den verschiedenen Darstellern, die (außer Scrooge) alle mehrere Rollen hatten. Über die Handlung muss ich wohl nimmer gar viel erzählen? Der griesgrämige Scrooge wird von drei Weihnachtsgeistern, die ihm sein verstorbener Partner schickt, damit es ihm nicht genauso ergeht, am Ende zu den Freuden der Weihnacht bekehrt. Die gute alte Weihnachtsgeschichte kennt ja wohl jeder

"This is a family play, so keep your hands to yourself!"
Der erste Geist entführte ihn also in die Vergangenheit, und das Publikum wurde schön immer wieder einbezogen, war sehr amüsant.
"They can't see me?"
"No, they can't see you!"
Später, als er in seiner Zeit zu Hause war.
"What are they doing in my house??"
"They paid to be here!"
Und noch später.
"You said they can't see me!"
"Yeah, but they can see you now!"
Neben dem vielen Witz gab es vor allem in der zukünftigen Weihnacht auch sehr traurige Szenen, zum Beispiel, den Tod des Tiny Tim (der Sohn von Scrooges Mitarbeiter). Und auch Scrooges eigenes mögliches Ende war natürlich sehr ernst. Der Geist der zukünftigen Weihnacht war im Gegensatz zu den beiden Damen der vergangenen und gegenwärtigen Weihnacht ohnehin ein unheimlicher Geselle, der in schwarzer Kutte nur reglos in den Schatten im Bühnenhintergrund stand.
Scrooge wurde also geläutert, dass Weihnachten kein "Humbug!" ist, um nicht wie Marley in den Ketten des Geizes zu enden. Zum Schluss gabs noch einen kleinen hm... Wettbewerb welche Hälfte des Publikums lauter "Merry Christmas!" schreien kann. Unsere Hälfte, die von Scrooge, hat da sicher gewonnen

Herrlich, das Stück!
Ich kann es für dieses Jahr nur allen empfehlen, die in Wien zu Hause sind.
Werds mir bestimmt nicht entgehen lassen
