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In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 10.11.2008, 11:55:31
von athosgirl
*kreisch* warum hats meinen Bericht nicht gespeichert, dann muss ich den wohl nochmal schreiben

Also, ich hatte ja schon so viel negatives über das Stück gehört und vereinzelt auch positives. Ich war also schon sehr neugierig, was mich da erwartet

das Theaterzelt
Sehr gut mit der U-Bahn zu erreichen.
Von außen wirkte das alles noch sehr provisorisch und hatte Baustellen-Flair.
Schön fand ich den Eingang. Da war eine Fotoleinwand des "echten" Deutschen Theaters gespannt. Das hatte was.
Drinnen war das dann alles ganz schön, nur sehr enge Toiletten :D , aber sonst hatte das Zelt-flair irgendwie was.
Der Theatersaal größer als das von außen aussah. Allerdings fand ich einige Plätze eine Frechheit, da sah man nämlich von der Bühne so gut wie gar nichts. Die Bühen war genauso breit wie das Mittelparkett und dann kam nur schwarze Wand. Wenn man auf den äußeren PK 1 Plätzen sitzt, sieht man also nicht wirlich was. Davon hatte ich davor schon gehört udn dachte das wär übertrieben, aber nein, das ist wirklich so. Also wenn ihr ins Dt. Theater geht: bucht Mittelparkett
Die Sitzreihen waren ziemlcih eng. Vor allem in den ersten 3 Reihen, die noch nicht ansteigen, hat man eine Metallschiene, die schön ans Schienbein drückt.
Man hört ab udn zu die Flugzeuge und die jubelnden Fußballfans währed der Papst stirbt waren auch etwas störend.

Auslastung
ein Witz! Großzügig geschätzt würd ich sagen, dass es halb voll war. Allerdings konnten sich so alle in die Mitte umsetzen. Nach der Handy-Aus Durchsage wurde uns dafür auch ziemlich viel Zeit gelassen :D

Das Stück

Der erste Akt gefiel mir richtig gut. Die Geschichte hatte was und war nachvollziehbar.
Ein paar wirklcih tolle Regie-Einfälle.
Zum Beispiel ein Videoreporter, der den Nobelpreisball gefilmt hat. Und was er da auf der Bühne filmt, konnte man auf der Bühnenleinwand sehen.
Die Türen,die das Hotel darstellen fand ich toll. Dass man durch Verschieben der Türen plötzlich im anderen Zimmer war, hatte was
Den zweiten Akt fand ich schon etwas abstrus, den haben aber die Darsteller, allen voran Dean Welterlen, gerettet
Die Rolle des Reporters wurde hier auch noch etwas ausgebaut, was ich nicht wirklcih verstanden hab. Er wird vom bösen Paparazzi zum mitfühlenden Mann geläutert, aber das war für das Stück nicht wirklich nötig.
Allerdings hatte der Reporter dann eines der schönsten Lieder (wie ich fand) "Die Welt ist nicht verlorn". AUch das DUett zwischen Papst udn MArgarethe "Teufel udn Engel" war sehr schön. Udn natürlich Dr. Sands udn Margarethes Liebesduett "Mein zweites Ich" *seufz*

Darsteller:
Dean Welterlen als Papst war klasse. Eine tolle Stimme, wahnsinns Bühnenpräsenz und durch sein intensives Spiel hat er mich überzeugt. Schade, dass die Zerrissenheit im zweiten Akt in Wahnsinn übergehen musste

Jasmina Sakr als seine Tochter Margarethe hat eine tolle Stimme und wirkte sowohl als junge naive Nonne als auch nachher als verzweifelte Frau glaubhaft. Toll gespielt und sie hat super mit Dean udn mit Patrick harmoniert

Conny Zenz als ihre Mutter Eva hat mich jetzt nicht so überzeugt. Lag für mich aber eher an der Rolle, wo sich der Autor wohl irgendwie nicht richtig entscheiden konnte, wohin die Rolle geht.

Patrick Stanke als Dr. Sand hat mir sehr gut gefallen. Mit der Rolle war er aber eindeutig unterfordert. Als leicht weltfremder Wissenschaftler war er richtig gut, toll gesungen und mit Jasmina zusammen hat das toll harmoniert.

Thomas Jutzler als Reporter. Hat mir gut gefallen, schöne Stimme udn ein toller skrupelloser Reporter am Anfang. Allerdings war dann die plötzlcihe Wandlung nicht glaubhaft, was aber doch wohl am Skript und nicht am Darstller lag.

Marc Liebisch als Jesus wirkte schon als Jesus ziemlich dämonisch. Manche Sachen, wie er den Papst in den Wahnsinn bringt, waren schauspielerisch richtig gut. Allerdings hat mir persönlcih seine Singstimme überhaupt nicht gefallen.

Das Ensemble war sehr gut, wirkte motiviert, toll getanzt.

Ich bin dann also sehr positiv überrascht aus dem Theater gegangen und würd mir das Stück durchaus nochmal ansehen, wenn ich näher dort wohnen würde

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 10.11.2008, 13:49:58
von ~Radu~
Danke für den Bericht. Nun hab ich ein genaueres Bild vom Deutschen Theater-Zelt und vom Stück. :)

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 10.11.2008, 19:01:14
von Marie Antoinette
Von mir auch danke für den Bericht :)

dann war es ja doch gar nicht so schlimm...

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 11.11.2008, 02:24:16
von Elphaba
Auch von mir vielen Dank für den schönen Bericht! :)



Ähm, der PAPST hat eine TOCHTER?!? :shock:

Kann ich mal irgendwo die Handlung nachlesen? :oops:
Das klingt irgendwie reizvoll! :lol:

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 11.11.2008, 11:56:46
von Calypse
Danke für den Bericht.
Ich bin jetzt am Überlegen, ob ich auch reingehen soll.

Die Cast reizt mich ja soooo sehr ^^

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 11.11.2008, 18:35:11
von athosgirl
ja, geht das nur angucken. Dean hat am Schlussapplaus so lieb Werbung gemacht. "Bitte empfehlen Sie uns weiter, wir spielen doch nur noch eine Woche" Tat mir ja irgendwie leid :(

@ Elphaba
Zur Handlung:
Es beginnt mit der Wahl eines neuen Papstes, Anastasios Christos. In einer RÜckblende sieht man, dass er im Priesterseminar damals in Eva verliebt war und mit ihr abhauen wollte.
Diese Eva kommt jetzt 21 Jahre später zu ihm, er will ihr erklären, warum er sie damals verlassen hatte: er hatte eine Vision eines weinenden Jesus.
Eva ist noch immer sauer, vor allem als er sagt, dass er alle ihre Briefe bekommen, sie aber nie gelesen hat. Sie knallt ihm an den Kopf, dass er eine 21jährige Tochter hat.
Er findet seine Tochter (Margarethe), sie ist Novizin und glaubt, dass der Papst sie zu sich ruft, um sie bei der Gründung eines Ordens zu unterstützen. Er schickt sie dann aber mit einer Delegation nach Stockholm zur Nobelpreisverleihung um dort den Wissenschaftler Dr. Sand in den Vatikan zu holen. Dr. Sand hat die Weltformel entdeckt, mit der sich die Nichtexistenz Gottes beweisen lässt - und dagegen muss die Kirche ja etwas tun. Eva ist damit gar nicht einverstanden, muss dann aber erkennen, dass sie wieder jemandenan die Kirche verloren hat, ihre Tochter.
Der Nobelpreisball ist echt witzig :D und da verlieben sich dann auch Dr. Sand und Margarethe. Sie wollen heiraten, der Papst ist natürlich "begeistert", aber mit der Hochzeit endet der erste Akt.

Der Papst hat eigentlich schon von Anfang an irgendwie den Draht zu Gott verloren, aber jetzt im zweiten Akt, hat er Visionen von Jesus, der ihn bitten ihm udn der Kirche zu helfen, weil immer mehr Menschen vom Glaube und der Kirche abfallen. Margarethe ist inzwischen Ärztin und irgendwo in der dritten welt unterwegs. Ein Vortrag eines Genforscherst bringt den Papst dann auf die Idee, aus Blut an der Dornenkrone Jesus zu klonen udn von Margarethe austragen zu lassen. Wie praktisch, dass sie krank wird und ins Krankenhaus muss, wo sie dann also schwanger wird.
Sie und Dr. Sand sind glücklich, bis sie vom Arzt erfährt, dass mit den DAten was nicht stimmen kann. Sie glaubt, dass sie im Krankenhaus vergewaltigt wurde und heult sich beim PApst aus, weil der die ganze Krankenhausbehandlung usw. bezahlt hat. Er erzählt ihr schließlich war los ist und dass er ihr Vater ist.
Margarethe ist verzweifelt und stürtzt sich aus nem Fenster. Im Krankenhaus bittet sie iher Mutter noch, dem Papst zu verzeihen udn dafür zu sorgen, dass er die Liebe finden. Dann stirbt sie.
Alle natürlich am Boden zerstört, aber Eva verzeiht natürlich dem Papst und überzeugt ihn, dass sich die Kirche öffenen muss und dass Liebe erlaubt sein muss. Der Papst legt sein Amt nieder und will mit Eva weggehene, aber den Kardinälen passt das gar nicht, Angst vor dem Skandal, alsso bringt einer den Papst um. Und der sterbende Papst kommt dann zum Ergebnis, dass er jetzt endlich frei ist. Also trotz vieler Toten noch ein Happy end irgendwie.

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 11.11.2008, 19:07:35
von Becca
Sorry, ich hab das Stück nicht gesehen und möchte mir auch nicht anmaßen, es zu beurteilen, aber die Story ist schon etwas abstrus, oder?

Novizin, die einen Orden gründet; Entdeckung der Weltformel (Illuminati läßt wohl grüßen); geklontes Jesuskind; Ermordung des Papstes (schon wieder Illuminati).

Auweia!

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 11.11.2008, 19:14:43
von athosgirl
nicht Selbstmord des Papstes, er wird umgebracht :D
aber ansonsten trifft es abstrus ganz gut, ist ja auch immer die hauptsächliche Kritik dadran.

Aber wie gesagt, so im Stück als ganzes war es eigentlcih ganz gut, Gehirn auf langsam schalten udn genießen :wink:

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 11.11.2008, 21:17:25
von Becca
Ups! Hab's editiert. Wie gesagt, über das Stück kann ich ja nichts sagen und ich glaube gerne, daß die Musik sehr schön dazu ist.

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 11.11.2008, 22:29:21
von Angel
athosgirl hat geschrieben:*kreisch* warum hats meinen Bericht nicht gespeichert, dann muss ich den wohl nochmal schreiben


Das ist mir auch schon zweimal passiert...! :schockiert: :kopfwand: :motz:

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 12.11.2008, 05:31:57
von Elphaba
Oh vielen Dank für die Handlung athosgirl!!! :)

Mann, das klingt ja wirklich ziemlich wild. Aber dennoch nicht uninteressant... Gut, es sind vielleicht doch etwas viele dramatische Handlungsaspekte für die Zeit eines einzigen Musicals, aber an dramatik fehlt es nicht! :D
So lange es nicht alles ins Lächerliche abrutscht...

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 12.12.2008, 23:01:14
von Archimedes
Grüß Euch, ich kann mich da Athosgirl fast nur anschließen, auch ich fand den ersten Akt bedeutend besser als den zweiten, der ein für mich sehr abstruses Ende nahm...naja....wir hatten 29,-Eur Ticktes und konnten auch mehr zur Bühne rutschen, da es nicht mal halb voll war, der Service war sehr freundlich, da bin ich von anderen Theatern und Produktionen auch schon was anderes gewöhnt.....Uns hat es alles in allem sehr gut gefallen, und das Thema selber fand ich sehr gut, da es zwar fiktiv, jedoch schon deutlich auch die Problematik zwischen Kirche und Gesellschaft und der Moderne aufzeigt....

Was aber für mich wichtiger erscheint, wäre endlich die Etablierung eines Long-Run-Musical in der "Weltstadt mit Herz" München, es ist für mich fast ein Skandal, daß wir in Bayern so hinterher sind...oder?!

LG

Archi

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 12.12.2008, 23:24:54
von ~Radu~
Für die Bayern-Problematik haben wir auch einen eigenen Thread, da kannst du gerne mal vorbeischauen :wink:

posting.php?mode=edit&f=24&t=1911&p=113079

Re: In nomine patris München 09.11.08

Verfasst: 16.12.2008, 18:46:20
von Jeremiah
danke für den bericht. hätt mir das gerne mal angeschaut, aber ist sich nicht ganz asugegangen...