Besuch bei Chess mit Theaterführung am 01.11.08
Verfasst: 02.11.2008, 09:12:57
Hallo zusammen,
anbei eine kleine Zusammenfassung von allen Akteuren von diesem Abend, vorher aber nochmals der Hinweis: macht, wenn ihr die Zeit habt, eine Theaterführung, sie lohnt sich.
Wir haben an diesem Tag wieder eine Theaterführung gemacht und sind voll auf unsere Kosten gekommen. Die Führung dauerte 2:20. Architektonische Besondernheiten des Theaters werden erklärt, man darf auf die Hauptbühne treten und kann in den Zuschauerraum blicken und kann sich ein Stück in die Darsteller hineinversetzen, der Zuschauerraum wirkt von der Bühne aus richtig klein, weiter geht es über die Nebenbühnen auf die hintere Bühne, hier befindet sich eine Drehbühne, hoch in die Werkstätten, weiter zur Probenbühne, die die gleichen Ausmaße hat wie die Hauptbühne, weiter in die Damen- und Herrenschneiderei, ab in den Maskenbereich und bekommt vieles, ja sehr vieles erklärt. Die Historie des Theater, warum es überhaupt in Essen steht usw. usw. Wir hatten sogar das Glück, während wir oben im Bereich der Männergarderobe und Maskenbereich unterwegs waren, auf einige Darsteller zu treffen (ich hätte dabei fast Günter Kiefer über den Haufen gerannt
, er grinste nur) Romeo Salazar kam aus einem Raum heraus und guckte völlig irritiert, so nach dem Motto, was ist denn hier los, aber ein nettes Zunicken ließ auch ihn lächeln) Im Maskenbereich, hier werden auch Perücken u.a. angefertigt, standen wir ganz hinten und ein junger Mann vom Ensembel setzte sich neben uns. Vorne wurde vom Anfertigen der Perücken erzählt, und er meinte nur zu uns, ja, ja er hätte auch Haare dazu beigetragen (er hatte die Haare raspel kurz), wir mußten so laut lachen, dass sich alle umdrehten, klasse. Irgendwann geht jede Führung zu Ende und wir fanden uns tief unten im Lager wieder und mußten jetzt gezwungener Maßen vier Etagen wieder hoch laufen. Es war ein tolles Erlebnis.
nun aber zu den Akteuren an diesem Abend:
Am 04.10. hatten wir Kai Hüsgen als Frederick, der uns schon sehr überzeugt hatte. Wir waren also mehr als gespannt auf Henrik Wager (es ist ja bekannt, dass Henrik einer meiner Favorten ist)
Frederick Trumper: Henrik Wager
Anatoly Sergievsky: Kristian Vetter
Florence Vassy: Femke Soetenga
Walther de Courcy: Günter Kiefer
Alexander Molokov: Thomas Sehrbrock
Arbiter: Romeo Salazar
Svetlana Sergievsky: Claudia Hauf
Leider war ich ein wenig enttäuscht von diesem Abend, was das Zusammenspiel von Frederick und Anatoly angeht. Kristian Vetter hat mich als Anatoly nicht wirklich überzeugt, stimmlich ist er zwar sehr gut, aber an der Umsetzung der Rolle hat es mir gefehlt. Viel zu dünn kam " where I want to be" rüber, sein "anthem" dagegen war gut. Der schauspielerische Teil hatte leider kleine Mängel, aber man sollte nicht vergessen, dass er nicht so in der Rolle drin sein wird, wie Serkan Kaya. Für mich sah er als Molokov zu alt aus, es harmonierte nicht wirklich mit Frederick, so dass ich zeitweise Probleme hatte ihm den jungen Russen abzunehmen.
Femke Soetenga war erneut hervorragend, stimmgewaltig bis ins kleinste Detaill, Claudia wirkte dagegen ein wenig blass, sie haben wir schon besser erlebt, vielleicht lag es aber auch nur daran, dass das Mikro nicht weit genug geöffnet war, denn gestern kam sie gegen die mächtige Stimme von Femke nicht an.
Romeo Salazar, was soll man dazu noch weiter sagen, ein genialer Arbiter, ausdrucksstarke, tolle Stimme und sehr gut zu verstehen. Günter Kiefer solide, wie immer, nichts wirklich herausstechendes aber immer gut auf der Bühne. Thomas Sehrbrock klasse, hat mir persönlich von der Stimme her besser als Molokov gefallen, als beim letzten Besuch Michael Haag.
Tja, und nun Henrik Wager, als großer Fan hatte ich sehr hohe Ansprüche an ihn und wurde nicht enttäuscht. sein "Pity the child" war grandios; leise und leidend, sowie sauer und agressiv, alles paßte. Nur "one night in Bangkok" wirkte mir zu dünn, dass hätte er besser bringen können, dennoch, er bringt den selbstherrlichen und arroganten Ami sehr gut auf die Bühne, und wie kann man mit einem Kaugummi im Mund noch so gut und deutlich singen ? Ein Wahnsinn. Neben Femke ist er der einzige, den man vom Text her sehr gut verstehen kann, egal ob er leise oder laut singt.
Das Orchester war erneut ein riesen Genuß, es ist immer wieder schön Heribert Feckler als Dirigenten zu erleben. Er lebt förmlich die Musik.
Wir sind nun gespannt auf den nächsten Besuch, dann werden wir wohl Henrik Wager und Serkan Kaya zusammen erleben können, mal sehen, ob ich dann zufriedener bin.
Gesamt gesehen, war die Inzinierung gelungen, wenn es auch für mich kleine Schwächen gab, ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.
einen schönen Sonntag euch allen noch
Liebe Grüße
anbei eine kleine Zusammenfassung von allen Akteuren von diesem Abend, vorher aber nochmals der Hinweis: macht, wenn ihr die Zeit habt, eine Theaterführung, sie lohnt sich.
Wir haben an diesem Tag wieder eine Theaterführung gemacht und sind voll auf unsere Kosten gekommen. Die Führung dauerte 2:20. Architektonische Besondernheiten des Theaters werden erklärt, man darf auf die Hauptbühne treten und kann in den Zuschauerraum blicken und kann sich ein Stück in die Darsteller hineinversetzen, der Zuschauerraum wirkt von der Bühne aus richtig klein, weiter geht es über die Nebenbühnen auf die hintere Bühne, hier befindet sich eine Drehbühne, hoch in die Werkstätten, weiter zur Probenbühne, die die gleichen Ausmaße hat wie die Hauptbühne, weiter in die Damen- und Herrenschneiderei, ab in den Maskenbereich und bekommt vieles, ja sehr vieles erklärt. Die Historie des Theater, warum es überhaupt in Essen steht usw. usw. Wir hatten sogar das Glück, während wir oben im Bereich der Männergarderobe und Maskenbereich unterwegs waren, auf einige Darsteller zu treffen (ich hätte dabei fast Günter Kiefer über den Haufen gerannt

nun aber zu den Akteuren an diesem Abend:
Am 04.10. hatten wir Kai Hüsgen als Frederick, der uns schon sehr überzeugt hatte. Wir waren also mehr als gespannt auf Henrik Wager (es ist ja bekannt, dass Henrik einer meiner Favorten ist)
Frederick Trumper: Henrik Wager
Anatoly Sergievsky: Kristian Vetter
Florence Vassy: Femke Soetenga
Walther de Courcy: Günter Kiefer
Alexander Molokov: Thomas Sehrbrock
Arbiter: Romeo Salazar
Svetlana Sergievsky: Claudia Hauf
Leider war ich ein wenig enttäuscht von diesem Abend, was das Zusammenspiel von Frederick und Anatoly angeht. Kristian Vetter hat mich als Anatoly nicht wirklich überzeugt, stimmlich ist er zwar sehr gut, aber an der Umsetzung der Rolle hat es mir gefehlt. Viel zu dünn kam " where I want to be" rüber, sein "anthem" dagegen war gut. Der schauspielerische Teil hatte leider kleine Mängel, aber man sollte nicht vergessen, dass er nicht so in der Rolle drin sein wird, wie Serkan Kaya. Für mich sah er als Molokov zu alt aus, es harmonierte nicht wirklich mit Frederick, so dass ich zeitweise Probleme hatte ihm den jungen Russen abzunehmen.
Femke Soetenga war erneut hervorragend, stimmgewaltig bis ins kleinste Detaill, Claudia wirkte dagegen ein wenig blass, sie haben wir schon besser erlebt, vielleicht lag es aber auch nur daran, dass das Mikro nicht weit genug geöffnet war, denn gestern kam sie gegen die mächtige Stimme von Femke nicht an.
Romeo Salazar, was soll man dazu noch weiter sagen, ein genialer Arbiter, ausdrucksstarke, tolle Stimme und sehr gut zu verstehen. Günter Kiefer solide, wie immer, nichts wirklich herausstechendes aber immer gut auf der Bühne. Thomas Sehrbrock klasse, hat mir persönlich von der Stimme her besser als Molokov gefallen, als beim letzten Besuch Michael Haag.
Tja, und nun Henrik Wager, als großer Fan hatte ich sehr hohe Ansprüche an ihn und wurde nicht enttäuscht. sein "Pity the child" war grandios; leise und leidend, sowie sauer und agressiv, alles paßte. Nur "one night in Bangkok" wirkte mir zu dünn, dass hätte er besser bringen können, dennoch, er bringt den selbstherrlichen und arroganten Ami sehr gut auf die Bühne, und wie kann man mit einem Kaugummi im Mund noch so gut und deutlich singen ? Ein Wahnsinn. Neben Femke ist er der einzige, den man vom Text her sehr gut verstehen kann, egal ob er leise oder laut singt.
Das Orchester war erneut ein riesen Genuß, es ist immer wieder schön Heribert Feckler als Dirigenten zu erleben. Er lebt förmlich die Musik.
Wir sind nun gespannt auf den nächsten Besuch, dann werden wir wohl Henrik Wager und Serkan Kaya zusammen erleben können, mal sehen, ob ich dann zufriedener bin.
Gesamt gesehen, war die Inzinierung gelungen, wenn es auch für mich kleine Schwächen gab, ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.
einen schönen Sonntag euch allen noch
Liebe Grüße