Jesus Christ Superstar, 1.1.2008, Essen

Wie gefiel euch eine Vorstellung und was würdet ihr kritisieren?

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Melly
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Jesus Christ Superstar, 1.1.2008, Essen

Beitragvon Melly » 03.01.2008, 15:08:35

So...ich muss auch mal meinen Bericht hier zum Bestene geben...
Ich hab - ich gebe es zu - einfach mal aus Faulheit meinen Bericht von meiner HP kopiert. Hoffe, er ist nicht zu lang...;-)



Am 1.1. sind wir dann – nachdem wir uns aufgerafft haben – nach Essen gefahren. Da wir auch diesmal wieder ewig Zeit hatten, haben wir erstma am Rasthof angehalten und mal watt ordentliches gegessen. In Essen haben wir erst mal ne bissl rumgegammelt, sind durch die Gegend gefahren und haben ne schicken kostenlosen Parkplatz gesucht. Um 16.45 Uhr sind wir dann rüber ins Aalto, haben dann auf Marieke, Evelyn und Christoph gewartet und dann gings los...oder sollte es zumindest. Um 18 Uhr kam dann die Durchsage, dass die Show wegen technischen Problemen 20-30 Minuten später anfängt. Also gings halt erst um 18.30 Uhr los. Okay..wo fang ich an? Besser mit dem Theater. Ich war zuvor nie im Aalto-Theater und ich muss sagen, es gefällt mir super. Die Innenausstattung ist sehr schön und auch der Theatersaal gefällt mir gut. Sehr imposant finde ich die Bühne. In anderen Theatern ist ja schon immer so viel Bühnetechnik gefragt und Einzelteile werden nach belieben rein und rausgefahren, nach oben gezogen oder im Boden versenkt, aber ich hab es bislang noch nicht gesehen, dass man 3 komplette Bühnen im Boden versenkt. Hat mir schon imponiert.
Unsere Cast:

Hendrik Wager – Jesus: Stimmlich fand ich ihn ganz große klasse. Dass er den Jesus mit fast Glatze spielt, stört mich persönlich nicht. Seine Mimik ist manchmal ne bissl eigenwillig, aber ich fand ihn wirklich gut und vollkommen überzeugend.

David Michael Jonson – Judas: Da Serkan krank war, hat DMJ gespielt. Ich hätte Serkan gern gesehen, aber DMJ war wirklich gut. Stimmlich fand ich ihn echt herausragend und auch die Verzweiflung kurz vor seinem Selbstmord hat man ihm stimmlich voll abgenommen. Schauspielerisch war er auch gut. Er spielt zwar mit seiner typischen DMJ-Art, aber ich fand gut.

Valerie Scott – Maria: Mmh..also diejenigen unter uns, die sie schon einmal gesehen haben, sagten, dass sie sonst besser sei. Gestern war sie wirklich schwach. Sie hat ja generell ne rauchige Soulstimme, die auch bei einigen Tönen gut durchkam, aber sie hat relativ viele Töne einfach nicht klar rausgebracht. Es hörte sich bei ihr an, als wäre sie sehr erkältet oder so. Ich weiß es nicht, aber ihre Leistung gestern, hat mich nicht überzeugt.

Jeremy Cummins – Simon: Hat mich sehr gefreut, ihn mal wieder onstage zu sehen. Ich fand ihn sowohl schauspielerisch als und gesanglich klasse. Die Rolle passt einfach auch super zu ihm.
Japeth Myers – Peter: Er hat mir stimmlich sehr sehr gut gefallen. Kannte ihn bis dato nur von der Miami Nights Kauf-DVD.

Michael Bergmann – Annas: Klasse. Obwohl er gesundheitlich angeschlagen war, hat er mich völlig überzeugt. War auch schön, ihn mal wieder on stage zu sehen. Er wirkte immer wie so ein kleiner Mafiosi. Klasse.

Rüdiger Frank – Herodes: Die Überraschung des Abends. Der kleine Mann hat echt Stimme. Ich fand ihn überragend.

Tom Tucker - Kaiphas: Stimmlich sowie schauspielerisch fand ich auch ihn sehr gut.

Zur Inszenierung:
Tja...ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll, deshalb gehe ich einmal die einzelnen Szenen durch – JCS ist ja nicht so lang. Vorweg gesagt, hat mir die Inszenierung über weite Strecken nicht gefallen.

Ouvertüre wurde durch eine Szene unterstützt, bei der das Volk Jesus mit ihrer Begeisterung bedrängen. Fand ich okay, auch wenn man meiner Meinung nach die Ouvertüre halt als rein musikalisches Stück stehen lassen sollte.

Heaven on their minds gesungen von DMJ. Gesanglich fand ich das große klasse. Das Stück ist ja eh nicht so einfach, aber er hat es gut gemacht. Womit ich immer meine Probleme habe, ist, wenn der Judas den Jesus nicht direkt anspielt, denn textlich spricht er ihn ja direkt an. In Essen hat DMJ quasi die Hälfte des Songes vor sich hingesungen. Jesus war zwar auf der Bühne, wurde aber nicht angespielt. Erst nach der Hälfte des Stückes haben die beiden das Stück auch als Paar dargeboten.

What’s the buzz/Everything’s alright fand ich ganz gut. Die Jünger wirkten motiviert und die Stimmung des Stückes kam ganz gut rüber.

This Jesus Must Die war auch gut inszeniert. Auch wenn die Gruppe um Kaiphas eher aussah wie ne Mafiagang. Aber kam trotzdem gut rüber. Die Szene ging dann in Hosanna über, wobei das Volk inkl. Jünger und Jesus in die Besprechung von Kaiphas stürzen. Es wirkt zwar anfangs ne bissl chaotisch, aber es verfehlt seine Wirkung nicht. Nach dieser Szene gibt Kaiphas (oder wars Annas?) Judas eine Kamera. Diese Szene habe ich ganz ehrlich nicht verstanden. Soll Judas Jesus und seine Aktivitäten ausspionieren??? Wenn ja, passt das ganze ja nicht in die Geschichte oder? Judas verrät zwar Jesus, aber er bespitzelt ihn ja nicht über längere Zeit...mmh..Wenns jemand verstanden hat, ich wär um Aufklärung dankbar.

SimonZealotes/Poor Jerusalem war die erste Szene bei der ich echt Probleme hatte. Normalerweise ist Simon ja der Kämpfer unter den Jüngern, derjenige der Jesus am meisten angebetet hat. Er zeigt normalerweise durch seine Kampfbereitschaft gegen Kaiphas’ Leute, wie er hinter Jesus steht. In Essen fehlte die Kampfszene völlig. Hier wurde diese Szene zu einer Art Überraschungsparty für Jesus umfunktioniert. Von Kampf oder derartigem war keine Spur. Es wurden zwar Maschinengewehre und so mit auf die Bühne genommen, aber der Kampfcharakter kam dadurch einfach nicht so richtig rüber. Jeremy als Simon hat das Beste aus der Szene rausgeholt. Poor Jerusalem war dagegen dann wiederum gut umgesetzt und war schön gesungen von Hendrik.

Pilate’s Dream war sehr unscheinbar inszeniert, aber doch gut gesungen. Mir fehlte hier der obligatorische Morgenmantel von Pilatus, da er ja gerade aus diesem Traum erwacht ist, aber es war trotzdem gut.

The temple/Everything’s alright war die erste Szene bei der ich mich gefragt habe, ob ich in einer Satire oder in einem ernst gemeinten Musical sitze. Das die Tempelszene als Weihnachtsfeier inszeniert war, war einfach eigentümlich, aber nicht unbedingt schlecht. Was ich schlimmer fand war die Szene mit den normalerweise alten, schwachen und kranken, die Jesus bedrängen. In Essen gab es keine Alten, keine Kranken und auch keine Schwachen. Es gab nur übergewichtige Menschen, die sich scheinbar nur von Fast-Food ernähren. Ich persönlich fand es nicht gut. Wenn man eine moderne JCS Inszenierung macht, kann man dieses Übergewicht-Problem durch FastFood aufgreifen, aber nicht nur darauf reduzieren. Dann hätte man auch andere modere Gesellschaftsprobleme aufgreifen müssen wie z.B. Drogensucht oder Spielsucht oder ähnliches. Ich fands einfach fast ne Armutszeugnis für die Inszenierung die Probleme der moderen Gesellschaft auf Übergewicht zu reduzieren. Tut mir leid, aber mit dieser Interpretation kann ich mich nicht anfreunden.

I don’t know how to love him fand ich soweit wieder gut umgesetzt, auch wenn Valerie einfach an diesem Tag stimmlich sehr schwach war. Dadurch, dass Judas nach dem Lied an Jesus und Maria herangetreten ist und Maria Geld gegeben hat, unterstrich noch mal das Gerücht Maria wäre eine Prostituierte gewesen. Das fand ich wiederum gut gelöst.
Damned for alle time/Blood Money war anfangs wieder ne Szene die Fragen aufgeworfen hat. Judas kommt auf die Bühne und fängt an mit denen zu sprechen – nur es war keiner auf der Bühne. Im Grunde spricht er ja Annas etc an, aber die kamen erst wesentlich später auf die Bühne. Mich hat’s irritiert.

The last supper war dann der Knackpunkt für mich. Das letzte Abendmahl ohne Wein und Brot, nur mit 5 Kisten Bier. Ähm...okay...die Jünger wurden zu einer besoffenen Partytruppe, die selbst dann noch feierte, als sich Judas und Jesus im wahrsten Sinne des Wortes geprügelt haben. Die Mühe den Text von Wein und Blut in Bier zu verwandeln hat man sich nicht gemacht (weiß nicht, ob es rechtlich möglich ist), aber so wirkte die Szene einfach überhaupt nicht. Ich weiß auch nicht, was ich dazu sagen sollte. Spätestens hier hatte man wieder das Gefühl man sitzt in einer JCS Satire.

Gethsemane war gesanglich ohne Zweifel ne Highlight. Hendrik hat den Titel klasse gesungen. Nur hatte ich auch hier bei der Inszenierung wieder meine Probleme. Zu Anfang singt er ja noch, dass er so allein ist („Will non of you wait with me? Peter, John, James....“ etc.). Und gerade diese Tatsache, dass er sich so allein fühlt bewegt ihn doch dazu, diese Zweisprache mit Gott zu halten und hinzu kommt ja noch, dass Judas Annas bei dem Verrat sagt „Ihr findet ihn da wo ihr ihn haben wollt, allein im Garten Gethsemane“ und plötzlich stehen 20 Ensemblemitglieder hinter ihm. Hab ich auch nicht verstanden warum die da plötzlich stehen.

The Arrest/Peter’s Denial war okay. Mir fehlte zwar in dieser Szene Simon, der ja normalerweise mit Maria und Peter übrig bleibt, aber ansonsten war es gut.
Pilate and Christ war auch okay.

King Herods Song ist ja eh immer so die Gretchenfrage von JCS. Wird ja eh immer ne bissl irre und sehr frei inszeniert. In Essen lies man Herods als Engel einschweben begleitet mit seinen weiblichen Teufelinnen. Also der Anblick, als der Engel so vom Bühnendach herunterschwebte war schon irgendwie gut. Und vor allem auch Rüdiger Frank hat einfach die Szene wirklich sehenswert gemacht.

Could we start again, please? war von Japeth und Valerie ganz schön gesungen. Mich hat nur irritiert, dass Peter und Maria gefesselt und mit verbundenen Augen auf die Bühne geführt wurden und so gesungen haben. Passte irgendwie nicht so gut. Allerdings fand ich gut, dass die Bühne aufgeteilt wurde und Jesus im Hintegrund misshandelt wurde. Das passte einfach gut in die Szene.

Judas Death fand ich von DMJ sehr sehr gut gesungen. Schauspielerisch hätte ich mir jedoch ne bissl mehr erwartet. Der Selbstmord an sich kommt durch einen Sprung in ein Loch auf der Bühne sehr plötzlich.

Trial before Pilate war auch wieder son Knackpunkt. Allerdings konnte man die Message der Szene sehr gut verstehen. In Essen wurde diese Szene so inszeniert, dass Pilatus mit Jesus in der Mitte der Bühne steht. Das Volk verlangt seine Kreuzigung. Als Pilatus die 39 Schläge anordnet, wird Jesus nicht ausgepeitscht oder ähnliches sondern einzelene Vertreter des Volkes schlagen ihn mit bloßer Hand. Hierdurch wird natürlich sehr gut versinnbildlicht, dass das Volk an seiner Lage maßgeblich Anteil hat, nur leider war das nicht gut umgesetzt. Zum einen hat man bei mehreren „Volksvertretern“ gesehen, dass die nur ne bissl Kunstblut abfeuern und zum anderen hatte bei Schlag 35 scheinbar keiner mehr ne bissl Kunstblut übrig, denn es kam einfach keiner mehr von denen in die Mitte. Komisch komisch. Na ja...

Superstar war....ja...wie sagt man das?? Strange.... DMJ hats gut gesungen – keine Frage. Nur..mmh...ab hier ging irgendwie die Story baden. Also ne Kreuz welches Jesus tragen musste gabs nicht, ebenso hatte man Jesus auch die Dornenkrone wieder abgenommen. Okay..damit hätt ich leben können. Nur im Grunde ist das ja ne sehr ironischer Song. In Essen half Judads Jesus auf. Gab ihm eine Jacke und die beiden waren wieder die besten Freunde und haben sich zusammen die Kreuzigung angesehen (die von einem Ensemblemitgleid gespielt wurde).

John Nineteen: Forty One war auch gut gedacht. Jesus und Judas sitzen vorne wiedervereint am Bühnenrand. Der gekreuzigte Jesus hängt hinter den beiden. Die beiden vorne lesen nun die letzten Worte Jesu aus der Bibel. Jesus las sie in englisch vor und Judas hat sie ins deutsche übersetzt. Fand ich gut, dass die letzten Worte noch mal auf deutsch gebracht wurden, allerdings sah es mehr aus, wie ne Schüler-Lehrer Szene im Englischunterricht. Und Jesus muss seine eigenen Worte wohl nicht aus der Bibel lesen oder?

Nun gut..man..son langen Bericht hab ich glaub ich noch nie geschrieben. Was mir noch negativ aufgefallen ist, ist einfach das Bild der Jünger. Das letzte mal, dass man sie so richtig sieht ist besoffen beim letzten Abendmahl. Sie trauern nicht bei der Kreuzigung oder sonst irgendwo. Selbst die Szene bevor Peter Jesus 3 mal verleugnet beginnt damit, dass Peter besoffen auf die Bühne stolpert.
Also insgesamt eine Inszenierung die mir nicht gefallen hat. Die Darsteller haben fast alle wirklich überzeugt und das Beste daraus gemacht, aber die Art der Umsetzung war einfach sehr eigenwillig und nicht mein Fall. Ich bin generell auch nicht dafür, dass man JCS in mittlelalterlicher Manier inszenieren muss, aber so bitte auch nicht. Die Ernsthaftigkeit und Dramatik des Stückes sollte doch irgendwo erhalten sein. Mir kam es so vor, als würde versucht aus diesem eher schweren Stoff ne Komödie zu zaubern.

Bereuen tu ich es nicht, weil ich mich total gefreut habe Jeremy und Michael auf der Bühne zu sehen, aber noch mal würde ich es mir nicht ansehen, obgleich ich vom Theater wirklich begeistert war. Tja..und so gingen zwei schöne und anstregende Tage zu Ende. Lieben Gruß noch an dieser Stelle an Ramona, Evelyn & Christoph und Marieke.
LG
Melly

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Beitragvon Annie » 03.01.2008, 15:28:53

@Melly: Vielen Dank für den interessanten und ausführlichen Bericht! :) Ich mag es nicht, wenn alte Stücke unbedingt auf modern getrimmt werden müssen...da kommt nicht immer was gutes bei raus!

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Beitragvon toma » 03.01.2008, 16:15:48

Ich war eigentlich versucht, mir das Stück anzusehen, bin aber jetzt ganz froh, dass ich es nicht getan habe.
Ich habe JCS 3x konzertant gesehen, 2x Remscheid mit Alex Melcher und 1x Essen mit Jesper Tydén als Jesus.
Beide Aufführungen haben mich sehr beeindruckt.

Aber ich mag es auch nicht, wenn ein Regisseur ein Stück total "auf den Kopf stellt" und was Du geschildert hast, wäre nicht so mein Fall.
Von daher DANKE für Deinen sehr aufschlussreichen Bericht
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Beitragvon Netty » 03.01.2008, 17:15:21

Danke für deinen interessanten und ausführlichen Bericht, Melly.
Ich habe JCS bereits zweimal gesehen, allerdings mit Serkan Kaya als Judas. Serkan ist ja sowieso schon eine Klasse für sich. Ich werde mir JCS noch ein drittes Mal ansehen. Ich finde es nämlich total klasse! Es ist ja in die heutige Zeit adaptiert, das gefällt natürlich nicht jedem und ist letztlich auch Geschmackssache. Ich finde die Inszenierung sehr reizvoll und gelungen, und die Musik ist sowieso toll! Und alle Sänger/-innen sind Extraklasse, allen voran das Gespann Serkan Kaya/Henrik Wager. Ich kenne David Michael Johnsen nicht, kann also insofern auch nicht vergleichen.
Ich freue mich schon auf die nächste Vorstellung. :lol:

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Beitragvon Kitti » 03.01.2008, 17:52:52

Netty: David Michael Johnson ist auch auf der CD aus Remscheid als Judas zu hören. Dort ist Alex Melcher Jesus gewesen.
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Beitragvon Netty » 03.01.2008, 17:54:30

Danke für den Tipp, Kitti!
Zuletzt geändert von Netty am 03.01.2008, 19:32:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Kitti » 03.01.2008, 17:56:25

Mit I! ;) Nach der CD müsstest du einfach mal googeln, da es eine Aufnahme aus der Kirche ist, wo JCS aufgeführt wurde.

@ Melly: Schöner Bericht. Ich wollte JCS eigentlich heute sehen, aber leider hat es doch nicht mehr geklappt. Weiß jemand, wie lange es noch gespielt wird?
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Beitragvon Netty » 03.01.2008, 18:03:52

Sorry, Kitti!
Die restlichen Termine für JCS sind:
8. Februar 2008
13. April 2008
12. Mai 2008.
Zuletzt geändert von Netty am 03.01.2008, 19:36:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Angel » 03.01.2008, 19:31:13

Danke für Deinen ausführlichen Bericht Melly :wink:
Ich sehe das auch so wie Netty, außerdem war ich auch immer gegen moderne Aufführungen, aber diese hat auch schon allein durch die Musik beeindruckt und uns durch die extreme Inszenierung gezeigt in welch 'extremer' Welt wir heute leben und wie es wäre wenn Jesus heute agieren würde.
Mit Sicherheit wurde bei dieser Inszenierung auch teilweise stark übertrieben, aber das ist halt Kunst, den einen gefällt's, den anderen nicht :wink:
Mir hat's auch sehr gefallen und ich freue mich auch schon auf's nächste Mal :D

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Beitragvon Elphaba » 04.01.2008, 01:16:52

Danke für deinen schönen und ausführlichen Bericht Melly! :)

Ja, JCS ist schon ein tolles Musical (immernoch eins meiner Liebsten), aber manchmal kann man es mit den Modernisierungen auch echt übertreiben! :roll:
Die Musik an sich, ist ja eigentlich für die Handlung schon modern genug, da muss man nicht noch wer weiß was auffahren...
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Beitragvon toma » 04.01.2008, 06:59:39

Die Musik an sich, ist ja eigentlich für die Handlung schon modern genug, da muss man nicht noch wer weiß was auffahren...

@Elphaba
Da gebe ich Dir Recht. Manchmal ist weniger MEHR...
Bei den konzertanten Aufführungen gab es ja gar kein "Drumherum" wie Requisiten/Kostüme... aber die Akteure haben trotzdem sehr intensiv GESPIELT.
Was Alex Melcher als JESUS in Remscheid und als JUDAS in Essen dabei geboten hat war sehr eindringlich.
SEIN "Getsemane" ist für MICH unerreicht ! (habe es auch von Yngve, Sascha Krebs, Jesper und Niko Brucker gehört)

In Remscheid hat Claus Dam den PILATUS gesungen und mich zu Tränen gerührt.

Michael Bergmann war in Remscheid übrigens auch ANNAS und den hat er so toll "schleimig" gespielt... ich kannte JCS vorher nicht und habe nicht den ganzen Text verstanden, aber an seiner Mimik konnte man wirklich ablesen, worum es ging...

Ich habe mich da ganz auf die Musik und die PERSONEN konzentrieren können und es war einfach grandios.
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Marius

Beitragvon Marius » 04.01.2008, 14:03:50

JCS ist ein Stück was schon immer polarisiert hat. ich habe es mehrfach in essen gesehen sowohl mit Serkan als auch mit DMJ. Mir persönlich gefällt die Inszenierung in Essen sehr gut. gerade dieser Mix aus Historie und moderne lässt das Stück so zeitlos erscheinen wie es bei diesem Stoff sein sollte. Auch ist das Bühnenbild in Essen nicht überladen und die Emotionen werden sehr gut von den Darstellern getragen.
Allerdings finde ich man sollte sich immer erst eine eigene Meinung von einem Stück machen, bevor man es ablehnt oder annimmt, denn die Geschmäcker sind bekanntlich sehr verschieden.

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Beitragvon toma » 04.01.2008, 15:04:40

Ich lehne ja nicht DAS STÜCK ab. Finde die Musik wirklich toll.
GETHSEMANE und COULD WE START AGAIN gehören zu meinen absoluten Lieblingssongs.
Da ich es mehrmals, wenn auch nur konzertant, gesehen habe, glaube ich schon, mir eine Meinung bilden zu können... über DAS STÜCK.. nicht über die Inszenierung.
Aber DIE hat Melly hier so toll beschrieben, dass ich FÜR MICH sagen kann, dass ich nicht das Bedürfnis habe, sie mir anzusehen.

Natürlich ist es jedem unbenommen, eine andere Meinung dazu zu haben!
MEIN WAHLSPRUCH : Die Vielfalt macht das Leben bunt !
Wäre ja langweilig, wenn alle das Gleiche gut finden würden :wink:
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Beitragvon Kitti » 04.01.2008, 16:16:34

Netty hat geschrieben:Sorry, Kitti!
Die restlichen Termine für JCS sind:
8. Februar 2008
13. April 2008
12. Mai 2008.


Danke!! :)
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Beitragvon Melly » 04.01.2008, 20:59:36

Schön, dass euch mein Bericht gefallen hat. Ich dachte schon, es liest den keiner, weil ich mich diesmal nicht gerade kurz gefasst habe.

Ich geb euch allen aber Recht, dass das völlige Geschmackssache ist. Meine Sache ist es einfach nicht, obwohl JCS für mich auch eines meiner Lieblingsstücke ist.

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Beitragvon Netty » 06.01.2008, 14:05:24

@ Melly:
Apropos Parkplatzsuche:
Falls es dich noch mal ins Aalto-Theater Essen verschlägt:
Die Tiefgarage unter dem Theater steht kostenlos zur Verfügung. :lol:

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Beitragvon Melly » 06.01.2008, 14:49:04

@Netty: ja..das haben wir hinterher auch festgestellt. Nur scheinbar beim Parkplatzsuchen die Einfahrt dazu irgendwie verpasst... :?

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Beitragvon Netty » 06.01.2008, 16:48:58

@ Melly:
Da muss ich dir leider recht geben. Die eine Einfahrt ist nicht so gut zu finden, da bin ich beim letzten Mal auch erst einmal dran vorbeigefahren! :wink: Und ich wohne in Essen, nur ca. 1 km vom Aalto und vom Colosseum entfernt. :lol:

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Beitragvon Melly » 07.01.2008, 17:55:38

@netty: Na gut..jetzt bin ich beruhigt... :lol: :lol:
Vielleicht wird es mich ja nochmal ins Aalto verschlagen, denn ich bin ziemlich begeistert vom Theater an sich und dann werd ich mich erneut auf die Suche machen ;-)


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