Elisabeth: Sabrina Weckerlin
Was soll ich zu ihr sagen? Ich mag sie unglaublich gerne in dieser Rolle und hab mich gefreut sie ein drittes Mal als Elisabeth erleben zu dürfen. Als die Show unterbrochen wurde, hatten wir für einen Moment ziemlich Angst, dass sie es war, da sie am Anfang etwas blass oder nicht so fit aussah. Zum Glück waren unsere Bedenken ohne Grund und im weiteren Verlauf wurde sie noch besser. Sie hat wieder wunderschön gesungen. Ihr Zusammenspiel mit der kleinen Elisabeth war total süß. Als sie begann von den Armen vor der Tür zu reden, hab ich sofort an Margrid Arnaud denken müssen, irgendwie sind die beiden Rollen ähnlich und doch total gegensätzlich, aber es passt zu ihr. Ihr Zusammenspiel mit Armin war durchweg toll, aber auch mit Karl hat sie toll harmoniert. Ihr weißes Kleid mit dem türkis schimmernden Mantel im ersten Akt find ich immer wieder total schön. Schauspielerisch war sie total überzeugend und ihre Mimik passte immer sehr gut. Vor allem das Ende des zweiten Aktes, wo sie dann so geschwächt ist, hat sie super gespielt. Man hat es ihr wirklich abgenommen und sie sah schlecht aus. Ihre Soli waren wunderschön, teilweise sanft und ruhig und dann wieder kraftvoll und laut, wirklich toll. Aufgefallen ist mir, dass sie die Vokale dieses Mal nicht ganz so doll gezogen hat, wobei aus dem „Blick“ trotzdem ein „Bli-eck“ wurde, was aber nicht störte. Auch ihr Zusammenspiel mit Mara war sehr herzlich, vor allem als sie ihr das Kind gezeigt hat und später in Marburg, wirklich schön. Bei „Miserere Mei“ hat sie diesmal ziemlich schnell und leise gesprochen, aber trotzdem konnte man es recht gut verstehen. Zum Schluss sei noch ein wenig was zu erzählen. Das neue Duett zwischen ihr und Konrad kommt nach „Liebe ist alles“ und ist wirklich großartig. Sabrina bietet Konrad endlich die Stirn und hat ihn durchschaut, was sie ausspricht (in ihm sei nur Hass). Erst haben beide abwechselnd gesungen bis ein Teil der ehemaligen „Weltvernichtung“ kam, woraufhin dann Sabrina ihren Part sang und Konrad dagegen ansang. Da konnte sie noch mal richtig zeigen, was in ihr steckt, wirklich toll. Sie hat eine echt tolle Stimme und sie konnte sich gut behaupten, auch wenn ich bei dem Lied leider nicht den gesamten Text verstanden hab. Es war ein sehr eindrückliches Lied, das total gut dazu passt, weil es noch mal eine Art Duell zwischen den beiden widerspiegelt und von Sabrina echt wunderschön gesungen wird. Ihr Tod ist auch noch zu erwähnen. Ich meine, dass es letztes Jahr etwas anders war. Auf jeden Fall kam Karl herein und begann zu singen, während sie noch saß und demnach lebte. Er sang zu ihr und man hatte das Gefühl, dass sie es mitbekam. Auch die kleine Elisabeth kam noch mal und strich Sabrina über die Stirn, was sie auch noch merkte. Mit dem Lied ist sie dann auch gestorben, was sehr ergreifend, aber auch schön war. Leider wurde „Es gleitet ein Traum durch die Zeit“, eines meiner Lieblingslieder, gestrichen. Aber was meinte Sabrina danach: „Wenn es dem Stück gut tut…“ Wie dem auch sei. Sie war wirklich eine tolle Elisabeth. Stimmlich wieder gewohnt große Klasse und schauspielerisch richtig toll. Sie hat jede Facette der Fürstin toll verkörpert. Ich kann mir echt niemand anderen in dieser Rolle vorstellen, sie war genial!
Konrad von Marburg: Norbert Conrads
In den letzten beiden Jahren hatte ich Chris Murray als Wanderprediger und ich muss sagen, dass er mir gefehlt hat… Allein äußerlich passt Chris mit seinen Locken besser in diese Rolle, da man ihn einfach gewohnt ist. Norbert hat ohne Zweifel eine kräftige Stimme, wie sie für die Rolle wichtig ist, aber es singt sehr klassisch. Außerdem kam er nicht so hoch und hat diese Töne dann immer nach unten gesungen. War nicht schlimm, aber es hat irgendwie was gefehlt. Er hatte seine eigene Interpretation der Lieder, was ganz gut war. Teilweise hat er auch andere Wörter genutzt als Chris und an einigen Stellen hab ich ihn ein wenig besser verstanden. Schauspielerisch kam leider nicht sehr viel von ihm. Mimik hat in den meisten Szenen gefehlt und er war da recht einseitig. Gudas Einwende, dass sie Angst vor Konrad habe, war nicht mehr so ganz nachzuvollziehen, da man vor Norbert nicht sonderlich viel Angst haben brauchte, dafür hat er die Rolle nicht so gut ausgefüllt, wie wir es von Chris gewohnt waren. Gesanglich hat er mir an einigen Stellen nicht so gut gefallen zum einen, da er recht klassisch angehaucht ist und zum anderen, da er die Vokale so zog, dass z.B. aus einem e ein ü wurde… Das Duett mit Elisabeth hat mir gut gefallen und er ist angemessen laut geworden. Die Änderungen seine Rolle betreffend am Schluss haben eindeutig zur Folge, dass seine Persönlichkeit nicht mehr ganz so verrückt wirkt, wie es in den letzten beiden Jahren der Fall war. Trotzdem tut dies dem Stück keinen Abbruch, passte ganz gut. Alles in Allem hat er eine solide Leistung erbracht, auch wenn er schauspielerisch nicht so stark war und er stimmlich mir nicht so zusagt. Chris habe ich auf jeden Fall vermisst, da er für mich einfach Konrad ist.
Ludwig: Armin Kahl (1. Akt)
Nun kommen wir zur besonderen Rolle des Abends. Ich hab mich sehr gefreut, dass Armin spielte, da ich ihn total gern in der Rolle sehe. Zu Anfang war ja auch noch alles in Ordnung

Deshalb:
Ludwig: Karl Grunewald (2. Akt)
Mein erster Gedanke, als er auf die Bühne kam, war: Ui, ist der groß! Er überragte alle anderen, weshalb man ihn natürlich noch viel besser erkennen konnte. Als er das erste Mal zu reden begann, hörte man gar keinen so großen Unterschied zu Armin, das änderte sich aber noch. Auch sein Zusammenspiel mit Sabrina war sehr schön, was er dann bei dem Duett „Der Augenblick“ unter Beweis stellen konnte. Gesanglich hat er mir gut gefallen und auch schauspielerisch war er überzeugend. Als er dann hinter Sabrina stand, konnte man noch mal gut sehen, wie groß er war, da er einen ganzen Kopf größer war als sie, was aber durchaus passte. Beobachtete man beide als sie sangen, waren sie sehr im Einklang, wirklich toll wie schnell sie sich aufeinander einstellen konnten. Er war dann der zweite Ludwig, der seine Hand auf ihren Bauch legen durfte. Man musste sich schon erstmal dran gewöhnen, dass er nun diese Rolle verkörperte. Dann hatte er ja wieder eine Verschnaufpause. Bei „Soweit der Himmel reicht“ tauchte er dann in dem weißen Gewand auf und kümmerte sich rührend um Sabrina. Gesanglich war das Lied sehr schön, auch wenn er scheinbar mit den Höhen etwas zu kämpfen hatte, was er aber dann durch sachte Kopfstimme sauber gelöst hat. Auch sein Zusammenspiel mit der kleinen Elisabeth, der er das Holzpferd zurückgab, war schön. Finds generell schön gelöst, dass die Kleine noch mal auftaucht, da Ludwig (Armin) ja vorher gesagt hatte, dass es für ihn Elisabeth als Kind und als Frau gibt, das wird noch mal schön aufgegriffen. Toll wie die beiden während des Liedes Elisabeth begleitet haben und dann Hand in Hand von der Bühne gegangen sind. Schöner Song von ihm.
Insgesamt hat er ne tolle Leistung erbracht und der Show gerettet. Er wurde wohl während des ersten Aktes noch eingeflogen „mit 150 Stundenkilometer in der Kutsche“, wie Jesse es am Schluss so schön ausdrückte. Dafür hat er es echt klasse gemacht, schön gespielt und toll gesungen.
Wolfram von Eschenbach: Kristian Vetter
Er war großartig! Ich seh ihn immer wieder gerne und es wird auch nicht langweilig, denn bei ihm ist keine Show wie die andere. Selbst in der Wiederholungsszene hat er anders gespielt. Einfach toll! Eine sarkastische Art das ganze zu erzählen und zu kommentieren ist einfach herrlich und er hat für den einen oder anderen Lacher gesorgt. Schauspielerisch hat er alle Facetten von ernst und trocken bis zu lustig und verschmitzt bedient, was ihm wieder toll gelungen ist. Gesanglich ging es gleich stark los mit dem Prolog. Bei „Hol mich heim“ und der Reprise fand ich es sehr bewundernswert, dass er einfach nur an der Wand stehen muss und singt, um trotzdem alle in seinen Bann zu ziehen, echt toll. Das gesangliche Highlight war eindeutig „Wunder oder Wahrheit“, mit dem er wieder zeigen konnte, dass er immer variiert. Wenn man bei anderen CD-Version und live relativ gleichsetzen kann, ist das bei Kristian nicht möglich, weil er sich das Lied immer wieder neu aneignet, was ich total genial fand. Auch wie er dabei mit Jesse zusammengespielt hat, war klasse. Dieser Song war so toll von Kristian gesungen, das kann ich gar nicht oft genug sagen, einfach großartig. Sein Improvisationstalent ist auch gut, da es an ihm war irgendwie die Szene, als das Bett nicht da war, zu Ende zu bringen. Was genau er dann gesagt hat, was aufgrund des Flüstertons allerdings nicht mehr auszumachen. In seinem Schauspiel sind es gerade die Kleinigkeiten, die besonders auffallen. Bei der Szene vor der Hochzeitsnacht tut er so, als fungieren seine Finger als Ohrenstöpsel aufgrund von Jesses Gesang. Mit einem lauten „plopp“ zieht er diese wieder raus. Beim ersten Durchgang wischte er sich die Finger dann am Kostüm ab, beim zweiten Mal hielt er sie nur begutachtend hoch. Oder wie er dann vor Jesse mit dem Schwert rumfuchtelt, die Rosen ins Publikum wirft und die letzte doch nicht wirft oder immer wieder mit Jesses Notizen abhaut… Alles so Kleinigkeiten, die auffallen und es interessant machen ihm zuzuschauen. Sein Zusammenspiel mit Jesse sei nochmals zu erwähnen. Die beiden zusammen sind echt klasse. Total gut aufeinander abgestimmt und ur komisch. Zwei tolle Gegenpole, die sich ergänzen. Alles in Allem hat er mir wieder super gut gefallen. Schauspielerisch sowie gesanglich top, einfach toll zu erleben in dieser Rolle, echt klasse. Und ich hoffe mit Kristian, dass es nicht das letzte Mal war, dass Elisabeth in Eisenach spielt.
Walther von der Vogelweide: Jesse Garon
…oder auch der Informant. Neben seiner Rolle war es an ihm uns alle Mitteilungen zu machen. Das machte er stets lustig, indem er erklärte, wir sollen uns unterhalten, klarstellen, ob wir auch verstanden haben wer wer ist und so weiter. Bevor er die frohe Kunde überbrachte, fragte er dann ganz keck: „Kennen Sie mich noch?“ Total lustig. Er erklärte beim Schlussapplaus auch, dass Christof Premiere hatte, Karl mit der Kutsche eingeflogen war, entschuldigte sich noch zweimal für die Unannehmlichkeiten, forderte uns trotz der kommenden „Cinderella Stunde“ auf selbst Elisabeth zu folgen und wieder zu spenden und wünschte und letztendlich noch einen gesegneten Heimweg. Für diese Aufgabe, die er auch spontan lustig meistert, gebührt ihm ein besonderer Respekt, wie ich finde.
Aber auch in seiner Rolle hat er eine gute Figur gemacht. „Tandaradei“ war mal wieder sein Leitmotiv durch das ganze Stück. Er war herrlich schräg, lustig und war immer für einen Lacher gut – nicht zuletzt durch seine Kabbeleien mit Kristian. Bei der Improvisation vor der Hochzeitsnacht kam von ihm ein leicht verwirrtes „Das habe ich gar nicht mitbekommen.“, wobei ihm allerdings das Mikro abgedreht wurde. Dafür hat er uns dann gut informiert. Schauspielerisch war er total in seinem Element und man hat ihm alles total abgenommen. Als er sich am Anfang irgendwann sein Notizbuch gegen den Kopf schlug, klopfte er die ganze Zeit an sein Mikro, was sich dementsprechend anhörte. Ansonsten konnte er an seine tollen Leistungen der letzten Jahre anknüpfen und er hat mir wieder total gut gefallen. Seine Gags sind auch beim dritten Mal lustig, so lache ich immer wieder darüber, wie er dann schreibt: „Landgräfin Sophie wurde NONNE.“, einfach herrlich. Es hat Spaß gemacht ihn als Kristians lustigen, leichtlebigen, fröhlichen und dichterischen Gegenpart zu sehen, er war gewohnt toll.
Landgräfin Sophie: Mara Dorn
Ich hab mich sehr gefreut sie dieses Jahr wieder als Sophie zu sehen. Ich mag sie total gerne. Ihr strenges Auftreten im ersten Akt hat sie sehr überzeugend gespielt. Aufgefallen ist sie mir vor allem bei „Höfisch“. Letztes Jahr hat sie dann irgendwann mitgetanzt, da ihr Gatte dies mit einer anderen auch tat. Dieses Jahr stand sie die ganze Zeit am linken Ende der Bühne und hat mit sich gekämpft was sie nur machen soll, was sie total authentisch gespielt hat und mir sehr gut gefallen hat. Als Jesse dann zu ihr kam, hat sie ihm eine Ohrfeige verpasst und er taumelte in die nächsten Arme zum tanzen, während Mara weiter mit sich rang. Fand ich gut gemacht und man hat deutlich gesehen wie sehr sich das Landgrafenpaar entfernt hat, was ihr augenscheinlich nicht gefiel. Das Zusammenspiel mit ihren Söhnen im ersten Akt war gut. Auf der Seite von Heinrich war sie genauso überzeugend wie später auf Elisabeths und Armins Seite. Nach der Hochzeit, wenn sie ihren Sohn versteht und sich Elisabeth zuwendet, wird mir auch die Rolle der Landgräfin sympathischer und Mara kann ihre ganze Herzlichkeit ausspielen, so zum Beispiel als sie Elisabeth ihr kleines Kind zeigt. Richtig süß wie Mara die Puppe im Arm hält. Immer wieder interessant, dass sie die Ohrringe im ersten Akt ablegt und danach auch ein schönes schlichtes schwarzes Kleid trägt, aber im zweiten Akt beim Duett mit Heinrich wieder die Ohrringe und das pompöse nicht minder schöne Kleid trägt. Wie dem auch sei, gerade dieses Duett „Dein Herz kennt keine Liebe“ ist ihre Sternstunde im Stück. Ich mag diesen Song von ihr so so gerne und trotzdem hat sie es geschafft, dass er mir in dieser Show noch besser gefallen hat als vorher. Sie kam mit einer solchen Wut auf die Bühne und diese hat sich komplett in dem Stück entladen. So viel Power wie sie da hineingesteckt hat, einfach großartig. Man hat ihr wirklich angesehen, dass sie mitleidet und diese Art von Heinrich nicht mehr erträgt. Schauspielerisch war das ganz toll von ihr. Ihre Gesten passten alle so gut und verdeutlichten die Spannung des Songs. Sie hat genau die Bewegungen gemacht, die ich selbst in dem Moment als passend empfunden hätte, was mir natürlich total gut gefallen hat. Gesanglich hat sie total viel Power in den Song gesteckt und mich echt beeindruckt, ganz große Klasse!! Auch hat sie toll mit Heinrich harmoniert, man hat überhaupt nicht gemerkt, dass sie sich das erste Mal auf der Bühne als Mutter und Sohn gegenüberstanden. Im weiteren Verlauf hat sie sich toll um Elisabeth gekümmert und auch bei „Liebe ist alles“ wunderschön und diesmal sacht gesungen. Ihr Part beim Finale hat mir auch wieder gut gefallen. Was bleibt mir noch zu Mara zu sagen? Sie ist so toll auf der Bühne als Sophie und auch sonst ist sie ein herzlicher Mensch. Es hat echt Spaß gemacht sich noch an der Stage Door mit ihr zu unterhalten, sie ist echt eine ganze Liebe. Ich hab mich sehr gefreut sie auf der Bühne zu sehen, wo sie großartig war und sie danach wieder zu treffen.
Heinrich Raspe: Christof Maria Kaiser
Mein erster Gedanke war: Was macht der denn hier? Der muss doch morgen in Kassel bei Hair spielen. Ich war echt überrascht und konnte ihn mir darüber hinaus nicht als Heinrich vorstellen. Ich hatte wenigstens gehofft, dass sie ihm eine Perücke geben, da die letzten beiden Heinrichs, die ich hatte, beide lange Haare hatten, aber nein. Christof stand mit Glatze auf der Bühne und zugegebener Maßen füllte er das Kostüm recht gut aus. Ich musste mir echt das Lachen verkneifen als er das erste Mal auf die Bühne kam, weil er so ganz anders aussah. So ganz nahm man es ihm auch nicht ab, dass er der jüngere Bruder von Ludwig sein sollte, aber nun gut. Stimmlich hat er mir gut gefallen. Er hat seine ganz eigene Art die Lieder zu singen, was mir gut gefallen hat. Sowohl sein Solo, als auch das Duett waren schön. Schauspielerisch war er ebenfalls toll, wenn auch nicht so fies wie der im letzten Jahr. Das machte ihn mir allerdings ein wenig sympathischer

Guda: Saskia Leppin
Drittes Jahr, dritte Show, dritte Guda. Sie hatte wieder dunklere Haare als die Guda vom letzten Jahr und Saskia passte gut in die Rolle von Elisabeths Zofe. Ihr Zusammenspiel mit Sabrina war sehr gut. Ihre Stimme ist ein wenig eigen, aber auch sehr auffällig. Bei „Liebe ist alles“ hat sie sehr schön gesungen und auch mit Maras Stimme toll harmoniert. Man konnte alle drei Stimmen bei diesem Song gut raushören, was ich toll fand. Auch ihren Part beim Schlussteil fand ich gut. Insgesamt hat sie schön gespielt und gesungen, hat mir als Guda gefallen.
Bischof Eckbert: Robert Meyer
Ich habs bekannterweise nicht so sonderlich mit dem Bischof. Robert war schon die ganze Zeit im Ensemble zu erkennen, da er sehr groß ist. Vom Aussehen her, hat er einen tollen Bischof abgegeben. Gesanglich passte er meiner Meinung nach nicht wirklich zu der Rolle, da ist Artur Ortens vom ersten Jahr noch mein Favorit. Robert war dafür der agilste Bischof und hat auch ein wenig getanzt, was ich ganz lustig fand. Ansonsten hab ich zu ihm nicht viel zu sagen. Sein Teil beim Finale war ganz okay. Alles in Allem solide Leistung, aber nicht mein Favorit in dieser Rolle.
Elisabeth Kind: Annalena Ziehn
Die Kleine hatten wir reinkommen sehen. Eigentlich hat sie lange braune Haare, als Elisabeth hatte sie dann eine blonde Perücke auf, was gut passte. Der Übergang von Annalena zu Sabrina war sehr passend und die beiden haben toll zusammen gespielt. Annalenas Schauspiel war überzeugend und sie konnte einem echt leid tun. Bei ihrem zweiten Auftritt hat sie auch wieder schön gespielt und es war ein tolles Bild als sie mit dem großen Ludwig (Karl) rausgegangen ist. Hat sie toll gespielt, die Kleine.
Hermann Kind: Alexander Ziehn
Der Bruder von Annalena hat schon die letzten drei Jahre gespielt und ist auf den Bildern im Programmheft als Hermann zu sehen. Fands schön ihn auf der Bühne zu sehen, was mal was anderes, wo der kleine Hermann in den letzten Jahren doch so lange Haare hatte, das war dieses Jahr nicht der Fall. Passte dann auch eindeutig besser zu Christof. Er hat toll gespielt und er tat einem echt leid, als er das Pferd von Sabrina nicht annehmen durfte, woraufhin sie dann zu schluchzen anfing, sehr ergreifend. Alexander hat gut mit Christof zusammengespielt. Hat mir gut gefallen, der Kleine.
Ensemble:
Die sieben Frauen und sieben Männer (Bischof mitgerechnet) waren in den Rollen der Armen, des Hofstaats, der Bürger und sonstigen Personen vertreten, was sie echt gut gemacht haben. Durch Mimik und Gestik haben sie den jeweiligen Rollen Ausdruck verschafft, so dass sie immer authentisch rüberkamen. Wieder einmal zu erwähnen ist Jesco Himmelrath, der den Landgraf Hermann spielt. Nachdem er nach „Höfisch“ gestorben ist (diesmal ziemlich leise

Publikum:
Das Publikum war ausgesprochen gut drauf. Es wurde sehr viel geklatscht und sogar, war für ein Landestheater eher unüblich ist, gejubelt! Beim Schlussapplaus standen alle ziemlich schnell auf, was uns echt gewundert hat, da wir letztes Jahr fast die ganze Zeit allein standen… Aber umso besser. Die Atmosphäre war echt toll und die Darsteller wurden nach dieser leicht chaotischen Show gebührend belohnt.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass mir diese Version des Endes gut gefallen hat, auch wenn wieder ein Lied raus ist. Trotzdem fand ich es sehr passend. Das neue Lied passt auch total gut rein und gefällt mir ausgesprochen gut. Die Vorstellung war trotz der vielen Schwierigkeiten und Herausforderungen total toll. Ich hab mich sehr gefreut Elisabeth noch ein drittes Mal zu sehen und eine solch tolle Show mit großartigen Darstellern erleben zu dürfen. Es war echt genial und hat mir super gut gefallen!!