US-Teenager kennen Hitler nicht

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Duckly
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US-Teenager kennen Hitler nicht

Beitragvon Duckly » 27.02.2008, 17:48:36

Hallo liebe Mitglieder,

Lest euch mal diesen Artikel durch. Ich musste wirklich lachen, als ich es gelesen habe =>

http://wdw.de.msn.com/article.aspx?cp-d ... 36#toolbar

<=

Was meint ihr dazu ? Findet ihr es gut, dass ausländische Jugendliche Hitler nicht kennen und damit vorurteilsfreier über die Deutschen denken oder glaubt ihr, dass man Hitler als Mahnfigur auf jeden Fall kennen sollte ?
Mal ganz abgesehen davon, dass dieser Herr eigentlich Österreicher war.

Andererseits scheint es so, als wären wir Deutschen die einzigen, die uns immer wieder wegen unserer eigenen Geschichte unterwürfig verhalten. In anderen Ländern scheint der zweite Weltkrieg mittlerweile fast vergessen zu sein. Nur hier sieht man fast jeden Monat unzählige Reportagen über dieses Thema.

Liebe Grüße
Andy

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ChristineDaae
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Beitragvon ChristineDaae » 27.02.2008, 19:02:01

:shock: :shock:
Ähm???!?
Also ich finde zumindest Hitler sollte ihnen was sagen...
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jellimmy

Beitragvon jellimmy » 27.02.2008, 21:31:08

ich finde das ehrlich gesagt schockierend. aber es ist nun mal so, dass die kids in amerika fast nur amerikanische geschichte lernen. gründung durch die urväter blablabla. dann können sie alle 43 präsidenten der usa aufsagen, und aristoteles oder winston churchill sagt ihnen nichts. :(

Mal ganz abgesehen davon, dass dieser Herr eigentlich Österreicher war.

ich finde diesen satz eher unnötig, weil österreich ihn ja nicht zu dem gemacht hat was er ist. und die politischen anfänge von hitler waren in deutschland, auch die ganz frühen.
aber das ist ja auch nicht wichtig, weil es eigentlich egal ist, woher er kommt. zumindest für mich. und ich finde es schade für die deutschen, dass viele mit vorurteilen im ausland zu kämpfen haben, weil manche noch an "Hitler-deutschland" denken. :roll:

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Beitragvon Sisi Silberträne » 27.02.2008, 22:12:43

Erschreckend... aber gut, damals gab in meiner Klasse auf die Frage wer österreichischer Präsident ist zur Antwort: "Klima". Damals war noch der Klestil Präsident, das nur am Rande...

Ich find so blind kann man einfach nicht durchs Leben stolpern!!!
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Annie

Beitragvon Annie » 29.02.2008, 14:26:30

Ich finde es ebenfalls schockierend! Aber in Amerika ist es nicht so wichtig was woanders passiert...

Eine Kollegin erzählte mal ihre Tochter war in Amerika und ihre Gastfamilie habe sie gefragt wie lange sie denn mit dem Zug von Deutschland nach Amerika gebraucht habe!!! :lol: Mehr braucht man wohl nicht mehr zu sagen...

Hitler sollte jeder kennen! Und es muß aufgeklärt werden, auch wenn es einem schwer fällt, es gehört zur Geschichte und die kann man nicht einfach löschen so gern man dies auch täte.

Man braucht nur mal in ein KZ gehen (auch das sollte jeder mal gemacht haben) dann weiß man, daß man diesen Teil unserer Geschichte nicht einfach zur Seite schieben kann nur weil es einen bewegt oder weil man immer wieder damit konfrontiert wird.

Uns wurde vor unserer Abschlussfahrt nach England vor 10 Jahren immer wieder gesagt, wir sollten aufpassen weil wir Deutsche seien, es könnte sein, daß wir blöde Sprüche zu hören bekommen würden oder das wir angegriffen werden!
Aber das Gegenteil ist eingetroffen, alle waren sehr nett, sie haben uns als Deutsche erkannt und waren auch dann sehr zuvorkommend und freundlich!
Nicht alle sehen "die Deutschen" als schlecht an, auch das sollte man sich mal bewusst machen.

Ich würde mich wegen unerer Geschichte nicht unterwürfig verhalten, aber ich würde auch nicht sagen, daß ich stolz bin eine Deutsche zu sein, weil es mir eigentlich herzlich egal ist wo jemand herkommt, mir ist wichtig wie jemand ist und wie er sich gibt und nicht das er aus Amerika, Asien, Europa oder sonst woher kommt.

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June
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Beitragvon June » 29.02.2008, 16:07:59

Ja, erschreckend...aber frag doch mal deutsche Jugendliche, wer Ödipus genau war (ist ja auch in dem Bsp. gefragt)...wissen sicher auch viele nicht.
Naja, eine Freundinn von mir wurde in den USA ernsthaft gefragt, ob sie Hühnchen kennt und ob sie es in Deutschland STrom gibt....
(also so ähnlich wie die Sache mit dem Zug @Annie)dann wundert es mich nicht, dass sie nichts von Hitler wissen :roll:
edit: mir fällt grad ein, ich kenn jmd., der aufm Amerikaaustausch gefragt wurde, ob bei uns mein Kampf als Schullektüre gelesen wird :roll: ähmm...jaa klar :?

gibt ja auch immer Umfragen bei deutschhen Jugendlichen...fallen auch nicht immer gut aus...

Naja, zum Glück gibts auch Gegenbeispiele.
Unsere Geschcihtelehrerin hat uns heute eine Spiegeltitelseite gezeigt auf der wichtige Ereignisse und Personen des 20 Jhd abgebildet waren. Ich hätte nicht alles gewusst...eine 7. Klasse hat ALLES zusammen rausgekriegt...gibt also doch noch gebildete Jugendliche... :D
(da war Hitler im Übrigen groß in der Mitte-als Blickfang :roll: )

achjaa und noch was: selbst wenn manche davon gehört haben und meinen zu wissen wer Hitler oder sonst wer war, stellt sich oft heraus, dass die Ahnung doch nicht so groß ist...
geht mir selbst oft so...manche Namen hat man schon 100x gehört...aber wer genau war das eigentlich?
Doch immer, wenn ich nach dem Leben greif,
spür ich, wie es zerbricht.
Ich will die Welt verstehen und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.

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Beitragvon ChristineDaae » 29.02.2008, 16:55:42

June hat geschrieben:geht mir selbst oft so...manche Namen hat man schon 100x gehört...aber wer genau war das eigentlich?


Ja, das kenn ich auch ziemlich gut^^

Aber ich finde Hitler müsste man eigentlich schon kennen. Wir haben den 2. Weltkrieg gerade in Geschichte durchgenommen und ich finde, das sollte man alles wissen, zumindest ungefähr.
Spätestens, nachdem wir mit unserer Klasse im Zuge dieses Themas das KZ in Dachau angeschaut haben, ist mir klar, dass das, was damals passiert ist, einfach schrecklich war. Und ich finde, das sollte man nie vergessen, weil das nie wieder passieren darf.
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Beitragvon June » 29.02.2008, 17:01:30

Man hat als Deutscher schon noch einen etwas anderen Bezug dazu. In USA wird das auch nicht so wie bei uns in der Schule durchgenommen. Wir haben die NS-Zeit 2x ausführlich gemacht...
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Beitragvon TeenQueen » 29.02.2008, 17:19:46

June hat geschrieben:Man hat als Deutscher schon noch einen etwas anderen Bezug dazu. In USA wird das auch nicht so wie bei uns in der Schule durchgenommen. Wir haben die NS-Zeit 2x ausführlich gemacht...


Nur 2 Mal? Ich nehm seit der 9ten Klasse nichts anderes mehr durch! Also meine Geschichts und auch Politik Stunden enden 1945!!! Was danach kam... Sorry, keine Ahnung!

Klar, es ist wichtig, dass man Hitler kennt! Auch wenn es nur ist, was damals dabei für einen scheiß bei rausgekommen ist! Aber die Geschichte jahrelang durchzunehmen...

Anyway! Ich bin der Meinung, was die Amis zu wenig haben, haben wir deutsche zu viel!!!
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Beitragvon Duckly » 29.02.2008, 17:38:57

@TeenQueen Dem schließe ich mich an.

Wir Deutschen sind ja auch nicht die einzigen, die eine solche Geschichte haben. Die Konzentrationslager wurden beispielsweise von den Engländern erfunden, die in Afrika millionen von Sklaven verschleppt und ermordet haben. Frankreich hat sicherlich durch die napoleanische Herrschaft auch eine nicht allzu friedliche und lobenswerte Geschichte. Allerdings sind die Franzosen zum Teil immer noch stolz auf Napoleon und England sowie die USA würden wohl kaum auf die Idee kommen sich ständig mit Schuldvorwürfen bezüglich ihrer Vergangenheit zu konfrontieren. Die Türken haben Anfang des 20. Jahrhunderts abertausende Armenier umgebracht und leugnen diesen Völkermord bis heute.
Der einzige Unterschied zwischen all den genannten Staaten ist, dass Hitler einen Völkermord in einer Zeit begangen hat in welcher es bereits Fernsehen und eine entwickelte Presse gab. Gerade durch die Medien ist das Grauen dieser Diktatur erst richtig deutlich geworden. Hätte es zu Zeiten Napoleons schon Fernsehen gegeben, dann würden wir wahrscheinlich heute ähnlich über die Franzosen denken. Viele Emotionen werden nämlich erst durch die Bilder erzeugt, welche in den vielen Reportagen zu sehen sind.

Interessant ist dagegen, dass eine weitere Diktatur ( die bolschewistische ) in Europa, welche von der Zahl der ermorderten Menschen noch viel höher anzusiedeln ist, viel weniger beleuchtet wird. Andere Staaten verstehen es anscheinend ihre Geschichte weitgehend im Dunkel zu halten .

Manchmal erwecken die vielen Reportagen über die deutsche Vergangenheit bei mir eher den Eindruck, als würde damit ein besonderer Stolz auf diese Zeit demonstriert. Ich denke wir alle sind uns einig, dass diese Zeit schlimm war, aber sie jede Woche im Fernsehen wieder vor Augen geführt zu bekommen, finde ich einfach pervers.

Noch etwas bezüglich Österreich. Österreich hat freiwillig mit Hitler zusammengearbeitet. Aus diesem Grund ist es eine gemeinsame Vergangenheit Deutschlands und Österreichs, auch wenn manche Österreicher dies bis heute leugnen. Es waren aber ebenso viele andere Staaten, wie beispielsweise Frankreich, sehr kooperativ ( vgl. nur Petain etc... ).

Meine Meinung ist, dass diese Vergangeheit alle Staaten betrifft und jedes Land über die eignen Fehler nachdenken muss, warum es überhaupt zu so einem Krieg kommen konnte. Nur den Deutschen dafür die Schuld zu geben, finde ich ein wenig arm. Hätten die Amerikaner früher eingegriffen, wäre es wahrscheinlich nicht zu so einem Massenmord gekommen.

Ich persönlich fühle mich auch nicht schuldig wegen dieses Ereignisses unserer Geschichte.

Es ist gut, dass die Amerikaner so wenig über Hitler wissen und deshalb möglichst vorurteilsfrei gegenüber den Deutschen sind. Wir halten ihnen ja auch nicht ständig die Sklaverei in den Südstaaten vor Augen. ;)

Sich an Hitler zu erinnern ist sicherlich nicht verkehrt, aber bitte nur dann, wenn uns eine ähnliche Situation wie damals bevorstünde und wir einen Weg wählen müssten. Dann sollten wir uns für den Frieden und gegen den Terror entscheiden, um zu zeigen, dass wir aus unserer Geschichte gelernt haben.

Ich sehe es als sinnvoll an, dass wir heute mit unseren Nachbarn an einem gemeinsamen Europa arbeiten, dass allen Menschen eine Chance gibt im Frieden zusammen zu leben, um sich so gegenseitig zu ergänzen, anstatt ständig in alten Ereignissen, welche sich sowieso nicht rückgängig machen lassen, rumzustochern.

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Beitragvon jellimmy » 01.03.2008, 11:41:43

And^y^-[Duckly] hat geschrieben: Es ist gut, dass die Amerikaner so wenig über Hitler wissen und deshalb möglichst vorurteilsfrei gegenüber den Deutschen sind.

das finde ich ehrlich gesagt nicht. über so eine schreckliche zeit muss aufgeklärt werden. information ist besser, als ahnungslosigkeit.
und wenn auf grund dieser ereignisse deutsche in amerika probleme haben sollten (weil die kinder über hitler doch vl unterrichtet werden), dann sollte man sich gedanken über die form des unterrichts machen, denn es geht nicht, dass über den 2.weltkrieg unterrichtet wird und deutschland die ganze schuld zugeschoben wird.

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Beitragvon Sisi Silberträne » 01.03.2008, 12:03:43

In meiner Klasse wurde das die letzten zwei Jahre auch sehr genau gemacht. Wir haben auch einige Filme dazu angesehen, hauptsächlich Dokumentationen, aber auch den Spielfilm "Der Bockerer". Ein sehr berührender Film, kann ich nur empfehlen. Ich finde zwar, dass das diese Zeit etwas ist, über das man aufgeklärt werden sollte, denn das Wissen um Fehler bewahrt uns davor selbige zu wiederholen, dennoch hätte ich mir gewünscht auch andere Themen genauer zu behandeln, beispielsweise das Habsburgerreich...
Zuletzt geändert von Sisi Silberträne am 01.03.2008, 16:57:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Annie

Beitragvon Annie » 01.03.2008, 15:33:41

Auch die Amerikaner müssen damit leben, daß der Vietnamkrieg ein Teil ihrer Geschichte ist auch darüber gibt es unzählige Filme und Dokumentationen, die jedes Jahr im Fernsehen kommen!!!
Es ist nicht nur hier so!
Es geht hier finde ich nicht darum wie andere Länder mit ihrer Geschichte umgehen, man muß sich nicht immer mit anderen Ländern vergleichen und gucken wie die es machen...wir sind hier!
Mag sein, daß viel über diese schlimme Zeit in der Geschichte gesprochen und berichtet wird, aber was ist schlimm daran? Man muß weder zuhören noch die Filme oder Dokumentationen ansehen, keiner wird dazu gezwungen.

Die alten Menschen jedoch die diese Zeit miterlebt haben, die freuen sich, wenn ihnen jemand zuhört und nicht sagt: "Oh nein, nicht schon wieder, das nervt echt, da hab' ich keinen Bock mehr drauf!"
Ich habe in meinem Beruf täglich mit alten Menschen zu tun und würde man ihnen sagen: "Hören sie auf ich kann das echt nicht mehr hören!" stellt Euch nur mal kurz vor, wie sie sich dann fühlen könnten...!

Alte Menschen die den Krieg erlebt haben sind voll von den Erlebnissen und ob es einem nun passt oder nicht es ist ein Teil der Geschichte...

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Beitragvon Duckly » 02.03.2008, 14:02:22

@Annie Fraglich ist ja, ob diese Dokus auch im amerikanischen Fernsehen zu sehen sind. Die Amerikaner scheinen ja nicht sehr viel aus ihrer Geschichte gelernt zu haben, zumindest die Politiker, denn ansonsten hätte es nie einen Afghanistan oder Irak-Krieg gegeben. ;)

Es ist auf jeden Fall interessant, dass es so viele unterschiedliche Meinungen zu dem Thema gibt. Ich habe mich selbst auch privat sehr intensiv mit der Zeit des Dritten Reichs beschäftigt, also viel darüber gelesen und viele Reportagen gesehen. In der Schule haben wir diese Zeit auch fast jährlich als Thema behandelt.
Mittlerweile sagen jedoch die Juden selbst, dass sie nicht ständig daran erinnert werden möchten, weil man auch irgendwann mal mit dem Thema abschließen müsste. Dem schließe ich mich an und ich kann die Juden auch verstehen.

Es ist zwar nicht falsch das Thema in den Schulen im Unterricht zu behandeln, aber alles in Maßen. Es gibt viele Themen, die einfach dadurch zu kurz kommen. Ich hätte in der Schule zum Beispiel lieber mal ausführlich über die Nachkriegszeit gesprochen und die Erfolge, die Deutschland in diesem Zeitraum zu verzeichnen hatte. Man siehe nur die Gründung der BRD etc...
Wir sollten mal aufhören so pessimistisch zu denken. Deutschland hat auch viele positiven Ereignisse woran man sich mal erinnern könnte.

@jellimmy Nichts anderes habe ich ja geschrieben ;) Es darf eigentlich auch gar nicht um Schuldzuweisungen gehen, sondern es muss um das Lernen aus der Geschichte gehen. Schuld hatten viele am Krieg, egal, wer ihn letztendlich begonnnen hat. Jeder hätte ihn verhindern können, ob Machthaber oder Volk.

Wenn heute aber Leute so ( nennen wir es merkwürdig ) sind und die NPD oder Linkspartei wählen, dann sollte man vielleicht noch mehr Reportagen über den Krieg zeigen, denn diese Menschen haben absolut nichts verstanden.

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Beitragvon Sisi Silberträne » 02.03.2008, 14:31:39

Vielleicht wäre es in dem Zusammenhang auch mal interessant, in Deutschland und Österreich herum zu fragen, wie viele Jugendliche Martin Luther King kennen...
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jellimmy

Beitragvon jellimmy » 02.03.2008, 14:54:54

Sisi Silberträne hat geschrieben:Vielleicht wäre es in dem Zusammenhang auch mal interessant, in Deutschland und Österreich herum zu fragen, wie viele Jugendliche Martin Luther King kennen...

oder wie viele jugendliche martin luther king mit martin luther verwechseln. :lol:

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Beitragvon Duckly » 02.03.2008, 14:55:16

@Sisi Genau :lol: Also ich glaube, dass war der Erfinder von MacDonalds :lol:

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Beitragvon June » 02.03.2008, 15:42:10

@Andy...dann hat das aber auch an euren Lehren gelegen...es ist ja nicht normal,wenn man die NS Zeit so oft macht....wir machen zB. grad die Nachkriegszeit... :roll:
Doch immer, wenn ich nach dem Leben greif,
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Beitragvon Duckly » 02.03.2008, 17:36:02

@June Ja, besonders, da es das Lieblingsthema unseres Lehrers war.

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Annie

Beitragvon Annie » 02.03.2008, 21:06:29

Da muß ich June recht geben!
Wir haben es bei uns auch nur einmal gemacht und haben dann auch ein KZ besucht!
Da mich dieses Thema aber auch außerhalb der Schule sehr interessiert hat, war ich in mehreren Konzentrationslagern, sehe mir deswegen aber nicht jeden Film an, der darüber im Fernsehen kommt und somit wird es mir auch nicht zuviel.
Auch die Nachkriegszeit wurde bei uns einige Unterrichtsstunden lang behandelt, was ebenfalls sehr interessant war.

Das Ganze hat meiner Meinung nach rein gar nichts mit pessimistischem Denken zu tun sondern viel mehr mit Aufklärung...! Und auch über die positiven Ereignisse wie z.B. den Fall der Mauer wird jedes Jahr massenhaft berichtet!:wink:

@Sisi: Neulich haben sie im Radio Jugendliche zum Thema Weihnachten und Ostern befragt...was dabei herausgekommen ist war schon bedenklich... :roll:


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