Ausbildungs- u. Studiengebühren - Was meint ihr ?

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Duckly
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Ausbildungs- u. Studiengebühren - Was meint ihr ?

Beitragvon Duckly » 13.12.2007, 19:54:35

Seit ihr Befürworter der Studiengebühren oder denkt ihr, dass sie zu einer Ungleichbehandlung der Studenten führen ?
Können demnächst nur noch Kinder reicher Eltern studieren und wird sich das "Langzeitstudenten-Problem" durch die Gebühren wirklich lösen ?

Vielleicht beteiligt ihr euch aber auch aktiv am Bündnis gegen Studiengebühren !?

Let's talk about bei DMC am Mittag :lol:
Zuletzt geändert von Duckly am 14.12.2007, 12:02:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Sisi Silberträne
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Beitragvon Sisi Silberträne » 13.12.2007, 19:58:54

Wenn das Geld wenigstens dafür eingesetzt würde, die Universität sauber und in Ordnung zu halten. Bei der biologischen Fakultät Wien definitiv nicht der Fall.
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Beitragvon ChristineDaae » 13.12.2007, 20:10:04

Erschwingliche Studiengebühren, na gut, aber ich hab mal nachgeschaut: Ein Jahr an der Abraxas Musical Akademie in München kostet zwischen 6- und 7000 (!) €. Wenn man bedenkt, dass die Ausbildung dort 3 Jahre dauert, kann ich mir wohl was anderes suchen... :roll: In anderen Städten muss man dann aber auch die Kosten für eine Wohnung rechnen, in meinem Fall jedenfalls. Das ist echt deprimierend^^
Also: Studiengebühren ja, aber in Maßen!
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Beitragvon ~Rose~ » 13.12.2007, 20:21:40

Ich finde Studiengebühren in Ordnung, solange sie nicht zu hoch sind.
Zum Glück sind sie in Wien, wo ich gerne studieren würde, nicht unbezahlbar ;)
6-7000 Euro ist ganz schön viel :shock: Wer soll das denn bitte bezahlen? :roll: Das finde ich echt übertrieben.

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jellimmy

Beitragvon jellimmy » 13.12.2007, 20:35:45

ja ich finde studiengebühren wichtig, denn sie können schon zu guten sachen verwendet werden.
aber so wahnsinnige studiengebühren wie es bei manchen musicalschulen üblich ist, emopfinde ich einfach nur als eine frechheit. :evil:

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Annie

Beitragvon Annie » 13.12.2007, 20:58:25

Ich finde Studiengebühren im Prinzip auch nicht schlecht, nur allzu hoch sollten sie natürlich nicht sein. Allerdings gibt es auch genug Ausbildungsgänge die ziemlich viel Geld kosten, z.B. die Ausbildung zum Physiotherapeuten....

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Beitragvon Elphaba » 14.12.2007, 02:28:14

Sisi Silberträne hat geschrieben:Wenn das Geld wenigstens dafür eingesetzt würde, die Universität sauber und in Ordnung zu halten. Bei der biologischen Fakultät Wien definitiv nicht der Fall.


Allerdings!!! Der Meinung bin ich auch!
In Hamburg an der Uni fragt man sich auch vergebens, wo die Massen von Geldern hinfließen... In die Uni-Gebäude definitiv nicht!:roll:
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Beitragvon Duckly » 14.12.2007, 12:01:34

Annie hat geschrieben:Ich finde Studiengebühren im Prinzip auch nicht schlecht, nur allzu hoch sollten sie natürlich nicht sein. Allerdings gibt es auch genug Ausbildungsgänge die ziemlich viel Geld kosten, z.B. die Ausbildung zum Physiotherapeuten....


Das stimmt. Vielleicht sollten wir das Thema umbenennen in "Ausbildungs- und Studiengebühren" !?

Bei uns ist von dem Einsatz der Gelder auch nichts zu sehen. Ok, es werden gerade die Toiletten saniert, aber in den Hörsälen brechen immer noch die Stühle auseinander und an die Anschaffung eines Lüftungssystem scheint immer noch nicht gedacht worden zu sein. :roll:

Wenn von 30000 Studenten an einer Uni ca. 25000 Studiengebühren zahlen, dann ergibt das im Jahr einen Betrag von 32500000 €. Bei unzähligen Unis in NRW ist das sicherlich eine schöne Summe, um die Staatsfinanzen zu sanieren. :(

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Beitragvon Sisi Silberträne » 14.12.2007, 12:46:27

ChristineDaae hat geschrieben:Erschwingliche Studiengebühren, na gut, aber ich hab mal nachgeschaut: Ein Jahr an der Abraxas Musical Akademie in München kostet zwischen 6- und 7000 (!) €. Wenn man bedenkt, dass die Ausbildung dort 3 Jahre dauert, kann ich mir wohl was anderes suchen... :roll:

Ich nehm mal an, das wird eine Privatschule sein? Die sind immer teuer... aber 6000 € ist wirklich heftig, ich glaube nicht mal die Joop ist auch nur annähernd so teuer. Das Konservatorium in Wien ist sogar billiger als an der Wiener Universität zu studieren, das wird auch staatlich gefördert.
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Beitragvon Duckly » 14.12.2007, 17:21:32

Und wahrscheinlich bieten gerade diese teuren Schulen auch keine bessere Ausbildung, sondern ganz im Gegenteil ;)

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Coco

Beitragvon Coco » 14.12.2007, 20:36:57

Naja, an den meisten privaten musicalschulen kommst du auf mindestens 4-5000€ im Jahr, aber eben nur, weil die Schüker da nicht staatlich gefördert werden, wie z.B. an der UdK, oder der Folkwang.

Aber um auf die allgemeinen Studiengebühren zurückzukommen. Ich würde es gut finden, wenn man ab einem bestimmten Semester anfängt Gebühren zu zahlen, eben damit viele nicht Jahrelang in einem Studiengang hängen, nur weil sie ihre Scheine nicht machen. Oder eben wenn man so und so oft ein Studium abgebrochen hat und ein neues anfängt.

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Beitragvon Duckly » 14.12.2007, 22:25:56

Coco hat geschrieben:Aber um auf die allgemeinen Studiengebühren zurückzukommen. Ich würde es gut finden, wenn man ab einem bestimmten Semester anfängt Gebühren zu zahlen, eben damit viele nicht Jahrelang in einem Studiengang hängen, nur weil sie ihre Scheine nicht machen. Oder eben wenn man so und so oft ein Studium abgebrochen hat und ein neues anfängt.


Dem würde ich mich auch anschließen. Man sollte aber dann bedenken, dass viele Studenten auch arbeiten müssen, um ihr Studium zu finanzieren. Ich fände es ok, wenn man einen Spielraum von 4 Semestern über die normale Studiendauer hinaus einführen würde. In der Schule ist es ja ähnlich geregelt. Wer nach 2 Mal Wiederholen die Klasse nicht schafft, muss die Schulform wechseln. Die Studenten die über die normale Studiendauer + die Überzugszeit hinaus studieren, müssten dann eben Gebühren zahlen.

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Coco

Beitragvon Coco » 14.12.2007, 22:38:18

Ja, genauso meinte ich es auch. Konnte mich vorhin nur ned so ausdrücken :oops:

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Annie

Beitragvon Annie » 14.12.2007, 23:24:19

Dem würde ich mich auch anschließen. Man sollte aber dann bedenken, dass viele Studenten auch arbeiten müssen, um ihr Studium zu finanzieren.


Es gibt aber auch viele die eine Ausbildung machen und nebenher noch arbeiten gehen müssen, die müssen dann trotzdem nach 3 Jahren mit der Ausbildung fertig sein! :wink:

Ich fänd es wenn dann schon richtig, das die Gebühren erhoben werden, wenn die normale Studienzeit rum ist.

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June
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Beitragvon June » 14.12.2007, 23:32:10

was mich eben aufregt, dass wir hier in Ba-Wü ja "allgemeine Studiengebühren" von 500€/Semester zahlen müssen, aber total undurchsitig ist, was mit diesen Mehreingaben geschieht.
Es wurde ja auch mal gesagt, dass man z.B. die höheren Energiekosten irgendwie bezahlen müsste. Da habe ich wirklich gedacht, ich spinne WEIL es ja eigentlich immer heißt, dass das Geld der allgemeinen Studiengebühren den Studenten zugute kämen...aber das passiert ja eher nicht?
Ich kenne Leute, die nicht studieren werden und als einen Hauptgrund angeben, dass ein Studium so teuer ist. Da stimmt dann irgendwas nicht.

Ich fände allerdings Langzeitstudiengebühren gut, wenn jmd. wirklich trödelt, nichts tut etc.
Doch immer, wenn ich nach dem Leben greif,
spür ich, wie es zerbricht.
Ich will die Welt verstehen und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.

Doch die wahre Macht, die uns regiert,
ist die schändliche, unendliche, verzehrende,
zerstörende und ewig unstillbare Gier.

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Beitragvon Duckly » 15.12.2007, 14:25:03

@June Das stimmt. Ich finde, dass die Verwendung der Studiengebühren offen gelegt werden müsste. Schließlich haben wir als Studenten einen Anspruch darauf zu erfahren, was mit unserem Geld geschieht. Es könnte doch auch sein, dass sich Frau Merkel oder sonst wer einen neuen Dienstwagen davon kauft.

@Annie Ja, aber die Arbeit während der Ausbildung stellt den praktischen Teil der Ausbildung dar. Meistens sind Theorie und Praxis in der Ausbildung somit aufeinander abgestimmt. Von vielen meiner Bekannten kenne ich es so, dass sie Blockunterricht haben ( 2 Wochen arbeiten und 2 Wochen Schule im Wechsel ). Diese nutzen dann die 2 Wochen Schule zum ausschließlichen Lernen und die restliche Zeit zum Arbeiten.

Wenn ein Student arbeiten geht, dann meistens deshalb, weil er sonst nicht die Studiengebühren bezahlen kann. Im Studium ist der Lernaufwand mehr als doppelt so hoch, wie in der Schule. Wenn man in der Schule ein bestimmtes Gebiet in einem Jahr gelernt hat, lernt man es an der Uni meistens in einem halben Jahr oder noch schneller. Das entspricht dann je nach Semester rund 21-28 Stunden reinen Lernaufwand pro Woche bei 3-4 Stunden am Tag. Hinzu kommen je nach Studium 26 Stunden Vorlesungen und Übungen, wobei man bereits mitunter auf über 50 Stunden in der Woche kommt. Wer dann noch 15 Stunden zusätzlich arbeiten muss, kann gar nicht alles unter einen Hut bekommen und ist gezwungen in der Regel länger zu studieren. Mal ganz abgesehen davon, dass man ja auch nochmal etwas Freizeit braucht, um keinen Nervenzusammenbruch zu erleiden. Wissenschaftlich hat man festgestellt, dass meistens die Personen einen Nervenzusammenbruch bekommen, die zwischen 50 und 60 Stunden in der Woche nur geistig oder unter enormen Stress arbeiten.
Demnach stellt das Studium auch bereits einen Vollzeit-Job dar.

Diesbezüglich sollte es zumindest eine angemessene Überzugszeit geben. Wer natürlich in Überlänge über die normale Studiendauer hinausschießt sollte von der Uni fliegen.

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Annie

Beitragvon Annie » 15.12.2007, 23:28:48

@And^y^: Ich meine nicht die Arbeit während der Ausbildung!!!

Bei einer Physiotherapie-Ausbildung (beispielsweise!) gibt es auch einen Praxisteil, das ist klar, man muß ja auch an Patienten üben usw.!

Aber die Schüler in dieser Ausbildung bekommen dafür kein Geld, sie verdienen nichts und es gibt dann eben durchaus auch genug Auszubildende, die nebenher noch arbeiten gehen!

Auch wir in unserer Ausbildung haben in der Woche (wenn wir Blockunterricht hatten) jeden Tag bis um 16:25Uhr Unterricht gehabt, dazwischen hatten wir dann direkt anschließend manchmal noch Wochenend-Dienst und auch nach der Schule und nach der Arbeit wurde noch weitergelernt! :wink:
Selbst da hatten manche noch ihre Nebenjobs.

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toma
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Beitragvon toma » 16.12.2007, 09:10:57

Ich bin für Studiengebühren für DIE Leute, die sich die "leisten" können.

Mein Vater war angelernter Arbeiter in einer Gießerei.
Meine Schwester war 1967 das erste Mädchen aus unserer Werkssiedlung, die das Abitur gemacht hat.
Lernmittelfreiheit gab es da anfangs noch nicht. Dafür hat meine Mutter in Spätschicht in der Fabrik gearbeitet.
Als meine Schwester zum Studium nach Münster ging, bekam sie ca. 200 DM Bafög (Darlehen) und ging nachts in Gaststätten putzen.

Ich hätte auch studieren dürfen, wollte aber immer schon Erzieherin werden, d.h. ich habe auch erst mit 20 Jahren Geld verdient... aus der "Volksschule" wurde man ja damals mit 14 entlassen und meine Spielkameradinnen gingen dann (wenn sie Glück hatten) in die Lehre, die meisten aber gleich in die Fabrik

Mein Bruder studierte ab 1978 ebenfalls in Münster.
Bekam auch etwas Bafög (Darlehen) und verdiente sich was dazu, indem er morgens um 4.00 im Supermarkt putzte.

Beide haben ihr Studium in der "Regelzeit" beendet, aber mit Studiengebühren hätten sie das nicht schaffen können, weil sich meine Eltern auch SO schon "krummgelegt" haben.

Bildung und vor allem CHANCENGLEICHHEIT für alle gibt es ja schon nicht mehr, seit die Lernmittelfreiheit immer mehr zurück genommen wurde.
Mit den Studiengebühren ist die Zahl der Studenten aus Arbeiterfamilien auch schon gesunken.

Meine Meinung also: Studiengebühren sollten sich nach dem Einkommen (der Eltern) richten und zwar müssen die Grenzen in vernünftigem Rahmen abgesteckt sein
*manchmal ist wenig schon sehr viel*

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Beitragvon Duckly » 16.12.2007, 11:07:09

Dabei sind es gerade oft die Leute aus ärmeren Familien, die die erforderliche Intelligenz zum Studieren mitbringen. Bei den Abkömmlingen aus reichen Familien vermisst man diese Bildung leider nur allzu oft. Die einzige Bildung, die man bei den meisten dieser Leute vorfindet ist Einbildung. ;)

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Beitragvon Annie » 16.12.2007, 11:27:05

@toma: Das finde ich auch und dann sollten sie es auch bei den Ausbildungsberufen so machen, da muß man auch oft Schulgeld bezahlen.

Ich finde jeder sollte die Chance haben das zu lernen was er möchte.


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